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April 2012

Medizin 25. April 2012

Tuberöse Sklerose: Everolimus ermöglicht erstmals kausale Therapie

Die tuberöse Sklerose (TSC) ist eine genetisch bedingte komplexe Systemerkrankung mit vielen Gesichtern. Nahezu alle Organe werden von Fehlbildungen und gutartigen Tumoren befallen. Dazu zählt auch das subependymale Riesenzellastrozytom (SEGA), an dem bis zu 20% der TSC-Patienten erkranken. Das SEGA manifestiert sich in Form eines Hydrozephalus sowie neurologischer Ausfälle und kann letal enden. TSC-Patienten mit SEGA war bis vor kurzem ausschließlich die chirurgische Resektion anzubieten. Sie kann aber Komplikationen nach sich ziehen, weil die Tumoren tief im Hirn lokalisiert sind. Seit...

Medizin 25. April 2012

Ergebnisse der PREFER-Studie: Eine Einzeldosis Ferinject® verringert Fatiguesymptome bei eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen

Die Ergebnisse einer neuen klinischen Studie zeigen, dass eine Einzeldosis von 1.000 mg des intravenös zu verabreichenden Eisenpräparats Ferinject® zu einer raschen Verringerung von Fatigue bei symptomatischen eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen führt (1). Die Ergebnisse der PREFER-Studie – der ersten klinischen Studie zur Untersuchung der Wirksamkeit und Sicherheit von Ferinject® bei eisendefizienten, nicht-anämischen Frauen im gebärfähigen Alter mit unerklärten Fatiguesymptomen – wurden am 16. April 2012 an einem Symposium des Kongresses der Deutschen...

Medizin 25. April 2012

Pflaster gegen Heuschnupfen: Pollenextrakte lösen in der Haut korrigierende Abwehrreaktionen aus.

Ein Pflaster mit Pollenextrakten kann die Symptome des Heuschnupfens um 70 Prozent lindern. Dies zeigen Forschende am Universitätsspital Zürich in einem vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten klinischen Versuch. Laufende Nase, tränende Augen: Menschen, die an Heuschnupfen leiden, freuen sich nicht auf den Spätfrühling, wenn die Gräser blühen. In der westlichen Welt ist jede dritte Person allergisch auf Graspollen, die sich ungefähr von Anfang Mai bis Mitte Juli mit dem Wind ausbreiten. Die einzige wirksame Behandlung gegen Heuschnupfen besteht darin, die überschiessende...

Medizin 25. April 2012

Alport-Syndrom: Blutdruckmedikament schützt vor frühem Nierenversagen

Bei Menschen mit dem erblichen Alport-Syndrom versagen die Nieren im frühen Erwachsenenalter ihren Dienst, das Blut zu reinigen. Betroffene sind lebenslang auf Blutwäsche angewiesen. Ein Medikament gegen Bluthochdruck kann den Nierenschaden oft um viele Jahre hinauszögern, und auch gesunde Träger des Erbleidens profitieren von einer vorbeugenden Behandlung. Dies zeigte Professor Dr. med. Oliver Gross vom Universitätsklinikum Göttingen in zwei europaweiten Studien. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) zeichnet ihn dafür mit dem Präventionspreis der Deutschen Stiftung...

Gesundheitspolitik 24. April 2012

SPD-Gesundheitspolitiker will Spezialtarif für Kleinunternehmer

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat einen speziellen Krankenkassentarif für Unternehmer mit geringem Einkommen vorgeschlagen, die sonst keinen Beitrag zahlen. «Wir brauchen auch einen abgesenkten Sondertarif für gering verdienende Kleinselbstständige», sagte er der «Rhein-Zeitung» aus Koblenz/Mainz (Dienstag). Lauterbach verteidigte die Praxis der Kassen, das Geld bei säumigen Zahlern eintreiben zu lassen.

Gesundheitspolitik 24. April 2012

Ethikrat fordert mehr Hilfe für Demenzkranke

Der Deutsche Ethikrat hat eindringlich einen menschlicheren Umgang mit den immer zahlreicheren Demenzkranken in Deutschland gefordert. Mehr Geld und mehr Freiräume für die Betroffenen forderten Deutschlands führende Regierungsberater in Ethikfragen am Dienstag in Berlin zugunsten der heute rund 1,2 Millionen Betroffenen. Mehr als 2 Millionen sollen es laut der Stellungnahme des Ethikrats «Demenz und Selbstbestimmung» im Jahr 2050 sein.

Gesundheitspolitik 24. April 2012

Mehrheit würde sich Therapie mit embryonalen Stammzellen unterziehen

Fast zwei Drittel der Deutschen würden sich einer Therapie mit embryonalen Stammzellen unterziehen, wenn sie an einer mit anderen Mitteln nicht heilbaren Krankheit litten. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov für die Nachrichtenagentur dpa. 69 Prozent der Männer würden einer solchen Therapie zustimmen. Bei den Frauen sind es nur 49 Prozent – viele von ihnen (39 Prozent) sind sich momentan nicht schlüssig darüber.

Medizin 24. April 2012

Chirurgen diskutieren über bessere Work-Life-Balance in ihrem Fach

Rund 20 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in Deutschland leiden unter Burnout. Bereits jeder Vierte weist erste Anzeichen für einen Erschöpfungszustand auf. Die Ursachen reichen von Versagensängsten bis hin zur klassischen Überbelastung und Verlust der Lebensqualität durch zu hohe Arbeitszeiten. Die Folgen: Ärzte erkranken zunehmend, immer weniger Nachwuchs lässt sich für die ärztliche Tätigkeit begeistern und die künftige medizinische Versorgung in Deutschland ist beeinträchtigt. Inwiefern Chirurgen von Burnout betroffen sind, diskutieren Experten auf dem 129. Kongress der Deutschen...

Medizin 24. April 2012

Integrin alpha-3-Mutation: Neue erbliche Erkrankung identifiziert

In einer weltweiten Kooperation, koordiniert durch Prof. Dr. Cristina Has, Ärztin an der Universitäts-Hautklinik Freiburg, konnten Wissenschaftler eine neue Krankheit identifizieren. Die Krankheit ist komplex und weist Symptome in mehreren Organen auf. Haut, Niere und Lunge sind von ihr betroffen. Die Ursache sind Mutationen im Gen für das Eiweißmolekül Integrin alpha-3. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachmagazin New England Journal of Medicine veröffentlicht.

Medizin 24. April 2012

DGIM: Epigenetik verbessert Kenntnis von Krankheiten

Krankhaftes Übergewicht und Typ-2-Diabetes mellitus während der Schwangerschaft erhöhen für das ungeborene Kind das Risiko, später selbst daran zu erkranken. Denn nicht nur die Erbsubstanz bestimmt, mit welchen angeborenen Merkmalen und Krankheiten ein Mensch zur Welt kommt. Entscheidend ist auch, welche Gene später aktiv werden und sich ausprägen. Diese „Epigenetik“ lässt Rückschlüsse darauf zu, wie beispielsweise Diabetes oder auch Krebs entstehen. Forscher finden darin Ansätze für neue Therapien.

Medizin 24. April 2012

Studie: Neuer Biomarker ermöglicht Prognose bei Herzschwäche

Der neuer Biomarker KIM-1 (Kidney injury molecule-1) soll bei Herzschwäche-Patienten eine Prognose der Sterblichkeit ermöglichen. KIM-1 korreliert mit dem Schweregrad der Herzschwäche (Herzinsuffizienz, HI), hat einen prognostischen Wert bezogen sowohl auf die Gesamtmortalität als auch auf einen kombinierten Endpunkt aus Gesamtmortalität und Wiedereinweisungs-Wahrscheinlichkeit in ein Krankenhaus ("Rehospitalisationsrate"). Das berichtet Dr. Carsten Jungbauer (Regensburg) auf der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) in Mannheim.

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