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April 2012

Gesundheitspolitik 16. April 2012

DGCH: „Krankenkassen verhindern Abrechnung ohne Streit“

Die Diffamierung von Krankenhausmitarbeitern eskaliert: Auf dem Fachkongress “DRG plus“ Ende März in Berlin verglichen Krankenkassenvertreter die Klinikcontroller mit „Schwarzfahrern“. Plakative Unterstellungen einerseits und andererseits Ignoranz gegenüber längst bekannten Schwächen des Systems der Diagnosis Related Groups (DRGs) prägen diese Kampagnen. Die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) mit den von ihr vertretenen zehn chirurgischen Fachgesellschaften verwahrt sich gegen diese ungerechtfertigten Pauschalvorwürfe und mahnt dringend Änderungen am System an.

Medizin 16. April 2012

Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern mit Dabigatranetexilat: Effektive Antikoagulation mit gutem Sicherheitsprofil für eine breite Patientenpopulation

Patienten mit Vorhofflimmern weisen unterschiedlichste Charakteristika auf, fast alle haben aber eines gemeinsam: Sie benötigen eine effektive Therapie zur Prävention von Schlaganfällen. Mit dem direkten Thrombininhibitor Dabigatranetexilat (Pradaxa®) steht ein Wirkstoff zur Verfügung, der effektiv vor einem Schlaganfall schützt, über ein gutes Sicherheitsprofil verfügt und bei einer breiten Patientenpopulation einsetzbar ist. Im Rahmen eines Pressegesprächs auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) 2012 sprach Professor Dr. med. Harald Darius,...

Gesundheitspolitik 16. April 2012

Linagliptin: Boehringer Ingelheim bereitet Preisverhandlung mit dem GKV-Spitzenverband vor

Boehringer Ingelheim bereitet sich auf die erste Preisverhandlung zum DPP-4-Inhibitor Linagliptin mit dem GKV-Spitzenverband am 23. April vor. Die durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) neu eingefügte Vorschrift des § 130b Abs. 1 S. 9 SGB V sieht vor, dass der Hersteller vor diesem Termin Angaben zur Höhe seines tatsächlichen Abgabepreises in anderen europäischen Ländern an den Spitzenverband Bund der Krankenkassen übermittelt.

Medizin 16. April 2012

Pädiatrische Praxis: Therapie von akuten Diarrhoen problematisch

Akute Gastroenteritiden sind aufgrund der geringen Volumenreserven besonders für kleine Kinder und Säuglinge gefährlich. Treten Symptome wie wässrige Durchfälle, Erbrechen und Fieber auf, sollten Eltern sofort den Pädiater aufsuchen. Herkömmliche Therapieverfahren für Erwachsene, wie beispielsweise Darmmotilitätshemmer, sind bei kleinen Kindern kontraindiziert und können zu zusätzlichen Problemen führen. Wirksame und sichere medikamentöse Therapiekonzepte für Kinder ab dem frühen Säuglingsalter beurteilte PD Dr. med. Burkhard Rodeck, Osnabrück, auf einem Pressegespräch am 4. April 2012 in...

Gesundheitspolitik 16. April 2012

Union: Kassen sollen mehr Geld für Vorsorge ausgeben

Die Krankenkassen sollen nach der Vorstellung von Gesundheitspolitikern der Union künftig mehr Geld als bisher für Vorsorgeleistungen ausgeben. Sie sollten mehr als 400 Millionen Euro pro Jahr für Prävention einplanen können – mehr als doppelt so viel wie ihnen bisher per Gesetz gewährt werde, berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Samstag). Sie beruft sich dabei auf «Eckpunkte für eine nationale Präventionsstrategie», über die Gesundheitspolitiker von CDU und CSU am Freitag bei einer Klausurtagung beraten hätten.

Gesundheitspolitik 16. April 2012

Bericht: Krankenhäuser sollen Tarifausgleich bekommen

In der Regierungskoalition wächst offenbar die Bereitschaft, den gut 2.000 deutschen Krankenhäusern mehr Geld zu geben. Geplant sei ein teilweiser Ausgleich der Mehrkosten, die durch die jüngsten Tarifrunden der Ärzte und des öffentlichen Dienstes entstehen, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn, der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Samstag). «Wir anerkennen damit, dass die hohen Tarifabschlüsse die Krankenhäuser als personalintensive Dienstleister zu überfordern drohen.»

Gesundheitspolitik 16. April 2012

DGB: Immer mehr Arbeitslose fallen direkt in Hartz IV

Immer mehr Arbeitnehmer, die ihren Job verlieren, fallen nach Berechnungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sofort in die Grundsicherung von Hartz IV. Um 18,7 Prozent sei zwischen 2008 und 2011 die Zahl derjenigen gestiegen, die nach einer sozialversicherungspflichtigen Tätigkeit direkt in das Hartz-IV-System rutschten. Das berichtet die Tageszeitung «Die Welt» (Montag) unter Berufung auf den DGB. Der Grund: Die Betroffenen waren innerhalb der letzten zwei Jahre nicht zwölf Monate lang beschäftigt gewesen.

Medizin 16. April 2012

DGIM fordert bessere Erforschung multimorbider Patienten

Mehr als 20 Prozent der deutschen Bevölkerung sind älter als 65 Jahre. Knapp 40 Prozent der über 65-Jährigen haben bis zu vier Erkrankungen gleichzeitig, über 16 Prozent sogar mehr. Sie sind auf ärztliche oder pflegerische Behandlung und oft eine Vielzahl an Medikamenten angewiesen. Bisherige Studien berücksichtigten diese Patienten noch zu wenig, kritisiert die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Sie fordert daher eine Neuorientierung in der Erforschung von Multimorbidität. Auf dem 118. Internistenkongress diskutieren Experten über einen methodischen Konsens nach dem Studien...

Medizin 16. April 2012

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa – Hoher Aufwand für komplizierte Fälle

Moderne Therapien, die auf Antikörper und Immunsuppression setzen, haben die Situation von Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa deutlich verbessert. „Davon profitieren vor allem Patienten, denen mit herkömmlichen Medikamenten nicht zufriedenstellend geholfen werden kann“, sagt CED-Experte Dr. Bernd Bokemeyer vom Berufsverband niedergelassener Gastroenterologen (bng) und Vorsitzender des Kompetenznetzes CED.

Gesundheitspolitik 13. April 2012

Positionspapier der CDU/CSU-Fraktion zu Schönheitsoperationen: Plastische und Ästhetische Chirurgen begrüßen Patientenschutz

Ein Verbot medizinisch nicht notwendiger ästhetischer Eingriffe („Schönheitsoperationen“) bei Minderjährigen fordern Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion nun in einem Positionspapier. Weitere Eckpunkte sind der Schutz und die Definition des Begriffs „Schönheitschirurgie“, der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung bei der Ärztekammer sowie ein Entschädigungsfonds für die Opfer ärztlicher Kunstfehler. „Manches davon ist überfällig, anderes geht an der Realität vorbei“, konstatiert Prof. Dr. Peter Vogt, Präsident der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen...

Gesundheitspolitik 13. April 2012

Experten fordern Register für alle Brust-Implantate

Um mögliche Risiken und Nebenwirkungen von Brust-Implantaten frühzeitig aufzuspüren, rufen Experten dazu auf, sämtliche Eingriffe flächendeckend zu registrieren. «Seit kurzem steht ein webbasiertes Implantat- und Netzregister zur Verfügung, das alle nutzen sollten», sagte Prof. Andree Faridi vom Vorstand der Awogyn (Arbeitsgemeinschaft für ästhetische, plastische und rekonstruktive Operationsverfahren in der Gynäkologie) am Freitag in Berlin.

Medizin 13. April 2012

DGK 2012: Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen Einsatz von CT und MRT optimieren

Deutsche Herz-Mediziner und Radiologen wollen mit ihren neuen "Konsensusempfehlungen zum Einsatz der Herzbildgebung mit Computertomographie und Magnetresonanztomographie" die Anwendung der CT und der MRT zur Darstellung des Herzens optimieren. Wegen der technischen Entwicklungen, der komplexen Anatomie und vor allem wegen der ständigen und schnellen Bewegung des Herzens sind MRT und CT des Herzens technisch besonders anspruchsvoll. "Für Nicht-Spezialisten ist es deshalb schwierig zu entscheiden, für welche klinischen Fragestellungen die CT oder die MRT ein geeignetes Untersuchungsverfahren...

Medizin 13. April 2012

WHO sagt Verdoppelung der Zahl von Demenzkranken bis 2030 voraus

Alzheimer und andere Demenz-Erkrankungen werden nach Überzeugung von Experten immer mehr zu einer Geißel der Menschheit. Allein bis 2030, also in den nächsten 18 Jahren, werde sich die Zahl der Erkrankten auf 66 Millionen beinahe verdoppeln, warnte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in Genf. Bis 2050 müsse damit gerechnet werden, dass rund 115 Millionen Menschen unter dieser Hirnerkrankung leiden, deren häufigste Form Alzheimer ist. Das wären mehr als dreimal so viele wie heute.

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Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.