Sonntag, 22. Juli 2018
Navigation öffnen

Patientenbereich

24. November 2016 Hausstaubmilbenallergie kann Schlafstörungen auslösen

Wer kennt sie nicht, die nächtliche Unruhe, die uns um den Schlaf bringt. Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Schlafstörung, doch die Wenigsten wissen, dass auch eine unbehandelte Allergie gegen Hausstaubmilben möglicher Auslöser sein kann.
Schlaflose Nächte beeinträchtigen das Leben vieler Menschen. Rund 25 Prozent der Deutschen leiden an Schlafstörungen, 11 Prozent empfinden ihren Schlaf als wenig erholsam. Und das hat weitreichende Konsequenzen: Wer sich nachts unruhig hin- und herwälzt, dem fehlt die nötige Energie für den nächsten Tag. Konzentrationsschwäche, eine verminderte Leistungsfähigkeit und Gereiztheit können die Folgen sein. „Häufig sind die Gründe für Schlafstörungen schwer verdauliche Speisen am Abend, Fernsehkonsum unmittelbar vor der Bettruhe oder ungelöste Probleme, welche die Schlafzeit zur Grübelzeit machen“, sagt PD Dr. med. Matthias Krüll, Pneumologe aus Berlin. „Was allerdings die wenigsten Betroffenen wissen: Auch eine Hausstaubmilbenallergie kann die Schlafqualität negativ beeinflussen und mitunter sogar weitere gesundheitliche Konsequenzen haben.”

 
Abb. 1: Schlafstörung – Eine Hausstaubmilbenallergie kann die Schlafqualität negativ beeinflussen. (© Masterfile / RF)
Mann sitzt in der Nacht wach am Bett.



Schlafräuber Allergie
Experten warnen deshalb davor, eine Schlafstörung allzu leichtfertig abzutun. „Wer beispielsweise nachts Hustenanfälle bekommt, an Atemnot oder einer verstopften Nase leidet, der sollte von einem Allergologen überprüfen lassen, ob der Auslöser nicht auch eine unbehandelte Hausstaubmilbenallergie sein könnte”, so Dr. Krüll. Etwa 10 Prozent der Bevölkerung reagieren allergisch auf die Exkremente und Verfallsprodukte der Hausstaubmilbe. Weltweit sind sie sogar der häufigste Grund für Allergien. Die Auswirkungen dieser Allergie reichen von erkältungsähnlichen Symptomen bis schlimmstenfalls zu chronischem Asthma.
 
Hilfreiche Tipps für Milbenallergiker
1. Regelmäßig lüften und die Raumtemperatur bei 18 Grad halten
2. Ein Bett mit Kasten durch eines mit Füßen ersetzen – das trägt zu einer besseren Luftzirkulation bei
3. Bettwäsche einmal wöchentlich bei mindestens 60 Grad waschen, um Kissen und Laken von den kleinen Spinnentieren zu befreien
4. Einmal jährlich eine professionelle Matratzenreinigung vornehmen lassen
5. Die Ursache der Allergie durch eine Allergie-Impfung behandeln lassen (auch Hyposensibilisierung genannt)

Beschwerden langfristig loswerden durch Allergie-Impfung
Allergische Erkrankungen wie die Hausstaubmilbenallergie können in jedem Lebensalter entstehen. Um bei einem Verdacht auf eine Allergie Gewissheit zu erhalten, sollten Betroffene einen Allergietest durchführen lassen. Liegt eine Hausstaubmilbenallergie vor, kann der Allergologe eine entsprechende Therapie einleiten. Eine Allergie-Impfung, die sogenannte Hyposensiblisierung, ist die einzige Therapieform, mit der die Ursache einer Hausstaubmilbenallergie erfolgreich und langfristig behandelt werden kann. Der Betroffene erhält dabei in regelmäßigen Abständen eine definierte Menge des Allergens in Form von Tabletten, Tropfen oder Injektionen, um den Organismus langsam an die allergieauslösende Substanz zu gewöhnen. „Durch die Hyposensibilisierung werden nicht nur die Symptome gelindert, sondern auch die Ursache der Allergie behandelt und das Immunsystem des Allergikers wieder ins Gleichgewicht gebracht“, erklärt Dr. Krüll. „Gleichzeitig reduzieren Betroffene mit einer Allergie-Impfung das Risiko, dass sich die Reizung der oberen Atemwege auf die unteren Atemwege ausweitet und ein chronisches Asthma entsteht.“

 
Weitere Informationen zur Hausstaubmilbenallergie und der Allergie-Impfung (sogenannte Hyposensibilisierung) finden Sie auf http://www.allergiecheck.de.

ALK-Abelló Arzneimittel


Weitere Beiträge zum Thema

Mittelmeerdiät ist gesund – auch fernab mediterraner Gefilde

Neue Analysen der EPIC-Potsdam-Studie zeigen, dass eine mediterrane Kost auch außerhalb des Mittelmeerraums das Risiko für Typ-2-Diabetes senken kann. Zudem können Menschen mit Gemüse, Obst, Olivenöl und Co wahrscheinlich zusätzlich ihr Herzinfarkt-Risiko verringern. Die Ergebnisse zum Zusammenhang von regionalen Diäten und chronischen Erkrankungen haben DIfE-Wissenschaftler im Rahmen des Kompetenzclusters NutriAct jetzt im Fachblatt BMC Medicine publiziert.

Handhygiene stärken – Krankenhausinfektionen vermeiden

Es ist die denkbar einfachste Hygienemaßnahme der Welt: das Händewaschen. Vielleicht wird seine Effizienz gerade deshalb oft unterschätzt. Anlässlich des Internationalen Tages der Händehygiene, den die WHO am 5. Mai begeht, erinnert die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) daran, dass eine sorgsame Händehygiene das mit Abstand wichtigste und effektivste Mittel ist, um die Übertragung und Ausbreitung von Infektionen zu begrenzen. Dies gilt nicht nur im Alltag, sondern gerade auch in Kliniken und Gesundheitseinrichtungen. Anstatt ineffiziente Maßnahmen wie die Isolierung von Patienten durchzuführen, sollte die Verbesserung der allgemeinen Hygiene, insbesondere der Handhygiene, weiter vorangetrieben werden, so die Fachgesellschaft.

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind

„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das Risiko für eine Darmkrebserkrankung erhöht. Ausschlaggebend ist dabei allein die Menge des konsumierten Alkohols, nicht die Art des alkoholischen Getränks. In ihrem Aufruf an die Politik „Prävention beginnt in den Verdauungsorganen“ fordert die DGVS unter anderem eine bessere Aufklärung über die Gefahren des Alkohols sowie mehr Regularien für die alkoholproduzierende Industrie, auf diese Risiken hinzuweisen.

Rückenfit an der frischen Luft

Zum 17. Mal findet am 15. März 2018 der Tag der Rückengesundheit statt. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. Frische Luft belebt Körper und Geist und Tageslicht sorgt zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter erhalten und verlorene Beweglichkeit wiederherstellen können. Mit mehr als 10.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland ist der DKOU der größte europäische Kongress dieser Fachrichtung.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hausstaubmilbenallergie kann Schlafstörungen auslösen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.