Sonntag, 22. Juli 2018
Navigation öffnen

Patientenbereich

Heilungserfolge bestätigt

03. August 2017 Analyse der Registerdaten zur Hepatitis C-Therapie

Ab 2014 sind in Deutschland zahlreiche direkt antivirale Medikamente zur Behandlung der chronischen Hepatitis C zugelassen worden. Registerdaten von mehr als 11.000 seither dokumentierten Behandlungsfällen belegen die Therapieerfolge. Darüber hinaus geben sie Hinweise, wie die Patientenversorgung in der Praxis weiter verbessert werden kann.
„Die vor der Zulassung durchgeführten Studien haben etliche Fragen offen gelassen, die wir heute mit den jetzt vorliegenden Daten beantworten können“, berichtet der Leberexperte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, Dr. Karl-Georg Simon. „So zeigt sich, dass Patienten im Alter von über 70 Jahren genauso gut auf eine antivirale Therapie ansprechen wie 18- bis 70-Jährige. Für Patienten mit einer zusätzlichen HIV-Infektion, ergeben sich gleiche Erfolgsraten, wie bei Patienten, die nur mit chronischer Hepatitis C infiziert sind. Auch Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose können mit den interferonfreien Therapien so effektiv behandelt werden, dass sie als geheilt gelten.“

Die chronische Hepatitis C ist eine komplexe Erkrankung, die je nach der genetischen Veranlagung des Infizierten ganz unterschiedliche Verläufe nimmt. Der riesige Datenpool von mittlerweile mehr als 11.000 registrierten Patienten ermöglicht eine detaillierte Analyse der verschiedenen, zum Teil auch vergleichsweise seltenen Untergruppen. So können immer bessere individuelle Therapiestrategien entwickelt werden. „Die fortgesetzte Erfassung der Therapieergebnisse durch die niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte wird es in Zukunft erlauben, die Langzeiteffekte der neuen Behandlungsformen in den Registerdaten darzustellen. Wir können dann erkennen, wie nachhaltig die Heilungserfolge sind“, kommentiert Dr. Simon.

Das Deutsche Hepatitis C-Register ist 2003 aus einer Initiative von hepatologisch engagierten Ärzten des Berufsverbandes als online gestützte Datenbank zur Versorgungsforschung auf den Weg gebracht worden. In den zehn Jahren von 2003 bis 2013 sind mehr als 40.000 Patienten untersucht und etwa 27.000 behandelte Patienten dokumentiert worden. Seit Oktober 2014 wird es unter der Schirmherrschaft der Deutschen Leberstiftung in enger Kooperation mit dem Berufsverband der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte (bng) geführt.

Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands e.V.


Weitere Beiträge zum Thema

Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) vergibt Deutschen Preis für Patientensicherheit 2018

In deutschen Krankenhäusern sterben jährlich etwa 15 000 Patienten an Infektionen. Damit diese weitestgehend vermieden und Patienten schnellstmöglich behandelt werden können, ist ein gutes Infektions-management notwendig. Das Kompetenzzentrum „Mikrobiologie und Hygiene" der St. Franziskus-Stiftung Münster verfolgt dazu seit 2014 ein umfassendes interdisziplinäres Gesamtkonzept für mehr Patientensicherheit. Der Fokus liegt dabei auf der Infektionsvermeidung, dem Infektionsmanagement und sowie dem Schutz vor Keimübertragung. Das Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. (APS) würdigte dieses und zwei weitere Projekte nun mit dem Deutschen Preis für Patientensicherheit 2018. Zudem wurde dieses Jahr erstmalig ein Sonderpreis vergeben. Die Preise wurden am 3. Mai 2018 in Berlin im Rahmen der 13. Jahrestagung des APS verliehen und sind mit insgesamt 19.500 Euro dotiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter erhalten und verlorene Beweglichkeit wiederherstellen können. Mit mehr als 10.000 Teilnehmern aus dem In- und Ausland ist der DKOU der größte europäische Kongress dieser Fachrichtung.

Darmkrebsmonat März: Alkohol ist ein wichtiger Risikofaktor für Darmkrebs

Das Trinken von Alkohol ist gesellschaftlich breit akzeptiert, trotz der Risiken, die mit seinem Konsum einhergehen. Alkohol ist an der Entstehung von mehr als 200 Erkrankungen beteiligt, so die Autoren des Alkoholatlas Deutschland 2017. Leberschäden gehören dabei zu den weitgehend bekannten Folgen. Doch auch das Risiko für Darmkrebs steigt. Anlässlich des Darmkrebsmonats März macht die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) darauf aufmerksam, dass auch der vergleichsweise moderate Konsum von Alkohol das Risiko für eine Darmkrebserkrankung erhöht. Ausschlaggebend ist dabei allein die Menge des konsumierten Alkohols, nicht die Art des alkoholischen Getränks. In ihrem Aufruf an die Politik „Prävention beginnt in den Verdauungsorganen“ fordert die DGVS unter anderem eine bessere Aufklärung über die Gefahren des Alkohols sowie mehr Regularien für die alkoholproduzierende Industrie, auf diese Risiken hinzuweisen.

So kommen Senioren gut durch den Winter

Im Winter neigen vor allem ältere Menschen dazu, sich zu Hause einzuigeln. Aber zu wenig an Bewegung, frischer Luft und Tageslicht können schnell das Immunsystem schwächen, den Stoffwechsel verlangsamen und aufs Gemüt schlagen. „Senioren sollten auch im Winter auf ausreichend Bewegung achten. Andernfalls haben sie es im Frühjahr deutlich schwerer, wieder in Schwung zu kommen“, sagt Klaus Möhlendick, Diplom-Sportwissenschaftler bei der BARMER GEK. Regelmäßige Bewegung ist deshalb so wichtig, weil sie den altersbedingten physiologischen Funktionsverlust verlangsamt und die Lebenserwartung bei guter Gesundheit erhöht.

Rückenfit an der frischen Luft

Zum 17. Mal findet am 15. März 2018 der Tag der Rückengesundheit statt. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. Frische Luft belebt Körper und Geist und Tageslicht sorgt zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Workshops und Aktionen statt.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Analyse der Registerdaten zur Hepatitis C-Therapie"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.