Montag, 24. September 2018
Navigation öffnen

Patientenbereich

Welt-Osteoporose-Tag am 20.Oktober

19. Oktober 2017 Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

UKL-Experte warnt jedoch vor übermäßiger Einnahme von Vitamin-Präparaten

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.
Die Hauptquelle für Vitamin D ist die lichtabhängige Bildung in der Haut unter Einfluss von Sonnenlicht, genauer UVB-Strahlung. Auch über die Nahrung beziehungsweise Nahrungsersatzmittel kann Vitamin D aufgenommen werden. Der Anteil in der Nahrung ist allerdings sehr gering, abgesehen vielleicht von fettreichem Fisch wie zum Beispiel Hering, Aal und Forelle. Das aus der Haut oder der Nahrung stammende Vitamin D wird in Leber und Niere umgewandelt. Prof. Roth: "Vitamin D spielt eine wichtige Rolle in der Regulierung der Kalzium- und Phosphatstoffwechsel, somit auch für den Knochenstoffwechsel. Ein Mangel kann hier zu Störungen führen und letztlich die Ausbildung einer Osteoporose unterstützen." Ein Mangel an Vitamin D stört demnach Muskelfunktionen und erhöht somit das Sturzrisiko und das Risiko für Frakturen - am Oberschenkel um das 1,5- bis 2-fache.

Ein erhöhtes Sturz- und Frakturrisiko gelte allerdings auch für zu hohe Vitamin D-Gaben, betont der UKL-Experte: "Die wissenschaftliche Auswertung der bisherig verfügbaren Studien zeigt, dass vor übertriebenen Erwartungen an die Wirkung von Vitamin D gewarnt werden muss. Bei unkontrollierter Einnahme von Vitamin D können Gesundheitsgefährdungen durch Überdosierungen auftreten. Dies gilt vor allem für frei verfügbare, zumeist über das Internet angebotene Präparate, welche keinen strengen Qualitätskontrollen unterliegen."

Eine bewusst erhöhte Vitamin D-Aufnahme empfiehlt Prof. Roth ausdrücklich nur zur Sturzprophylaxe bei älteren Erwachsenen, vor allem Heimbewohnern, und als Basistherapie bei Osteoporose.
 
Prof. Andreas Roth
Prof. Andreas Roth
Leiter des Bereichs Endoprothetik/Orthopädie
Universitätsklinikum Leipzig
Foto: Stefan Straube / UKL  

Pressestelle Universitätsklinikum Leipzig


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Lymphknoten–Transplantation: Hilfe bei Lymphödemen

Neues Verfahren bietet erstmals Heilungschance bei Lymphstauungen. Vor allem Krebspatienten haben darunter zu leiden: Zwar ist der Krebs erfolgreich behandelt, doch zurück bleiben Folgen wie beispielsweise Lymphstauungen an Armen und Beinen. Meist handelt es sich um geschwollene, schmerzende Extremitäten, in denen die Lymphflüssigkeit nicht mehr abfließen kann, weil das feine System der dafür nötigen Kanäle beschädigt wurde. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden, oft eine unbefriedigende und lebenslang leidvolle Situation für die Betroffenen. Die plastischen Chirurgen am Universitätsklinikum Leipzig nutzen als eines von wenigen Zentren in Deutschland ein neues Verfahren, um hier wirksam Linderung zu verschaffen: die Transplantation von Lymphknoten.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.