Freitag, 18. Juni 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
12. April 2020

Ostern (allein) zu Haus in der Corona-Krise - Der Schlemmerfalle entgehen und regelmäßig bewegen!

Die derzeitige Corona-Krise und das damit verbundene Gebot, möglichst zuhause zu bleiben, erschweren regelmäßige körperliche Aktivität. Zudem konzentriert sich vieles aufs Essen – sei es aus Langeweile, aus Stress oder wie jetzt an Ostern durch den Wunsch nach Abwechslung nach wochenlangem Homeoffice oder Quarantänephasen. Viele Menschen möchten sich jetzt etwas Besonderes gönnen, zumal es schmerzt, nicht wie gewohnt Familie und Freunde zu treffen. Menschen mit Übergewicht und solche mit einem bereits bestehendem Diabetes Typ 2 sind hier besonders gefährdet, in eine „Schlemmerfalle" zu geraten. Da hilft nur gute Planung: Wer leichte Festtagsgerichte wählt beziehungsweise traditionelle Menüs etwas gesünder abwandelt und sich auch zu Hause regelmäßig bewegt oder Sport treibt, kann die Feiertage psychisch besser und ohne weitere Gewichtszunahme oder instabilen Stoffwechsel überstehen.
Anzeige:
Eigenwerbung
 

Die seit Wochen bestehenden sozialen Einschränkungen, die Sorge vor einer etwaigen Ansteckung mit dem Coronavirus, bedrückende Nachrichten in allen Medien und oft eigene existentielle Sorgen belasten die meisten Menschen derzeit sehr. Die Aussicht auf etwas Abwechslung und Leichtigkeit sowie traditionelle Köstlichkeiten an den Ostertagen lockern oft die Selbstkontrolle und können gerade jetzt zu Hamsterkäufen verführen – zum Kauf von Schokoladenhasen, Marzipan-, Fondant-, Krokant- oder auch mit Alkohol gefüllten Süßigkeiten. Menschen mit Diabetes können zwar wie Stoffwechselgesunde grundsätzlich alles essen und sich gerade an Feiertagen auch etwas gönnen. Betroffenen mit Typ-2-Diabetes und Übergewicht wird aber empfohlen, dabei Gewicht und Stoffwechsellage im Blick zu behalten. „Soziale Isolation ist besonders an mehrtägigen Feiertagen schwer zu ertragen. Die Wahrscheinlichkeit steigt, dass man mehr isst als der Körper an Energie verbraucht", sagt Nicole Mattig-Fabian, Geschäftsführerin von diabetesDE – Deutsche Diabetes-Hilfe. Trostessen und Essen zur Ablenkung von unangenehmen Gefühlen wie Einsamkeit und Langeweile, der Wegfall des täglichen Arbeitsweges und des gewohnten Sports im Verein oder Fitnessstudio führen dazu, dass der Körper Muskelmasse ab- und Fettmasse aufbaut. Auch können Kondition und Beweglichkeit deutlich nachlassen und körperliche Verspannung zunehmen. „Wir raten Menschen mit Diabetes daher, auch an den Feiertagen zum Beispiel Spaziergänge, Radtouren, Kräftigungs- und Dehnungsübungen zu machen, natürlich unter Berücksichtigung der derzeit notwendigen Regeln zum Abstand halten", betont Mattig-Fabian.

Bewegung sollte bei Menschen mit Übergewicht und Diabetes generell mehrmals wöchentlich auf dem Plan stehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt mindestens 150 Minuten ausdauerorientierte Bewegung pro Woche, kombiniert mit einem Muskeltraining an mindestens 2 Tagen. Dabei reicht bereits eine mittlere Intensität, bei der man sich noch problemlos unterhalten könnte. Dazu zählen langsames Laufen, zügiges Gehen, Radfahren und zur Ergänzung einfache Kräftigungsübungen. „Einsteiger können auch einfach mit einer Bewegungspause anfangen, fünf einfache Übungen für jedermann", erklärt Mattig-Fabian.

diabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Weitere Beiträge zum Thema
„Meine Patientenverfügung“: Vorsorge, Sterbehilfe und Organspende
„Meine Patientenverfügung“: Vorsorge, Sterbehilfe und Organspende
©Alexander Raths - stock.adobe.com

Eine Patientenverfügung ist das richtige Mittel, um im Fall der Fälle das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende wahrzunehmen. „Meine Patientenverfügung“, der neue Ratgeber der Stiftung Warentest, informiert darüber, was in solch einem Dokument bestimmt werden kann und wie eine Patientenverfügung erstellt wird. Er beschreibt auch, wie man am Lebensende gut versorgt ist und selbstbestimmt sterben kann.

Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem
Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem
©Africa Studio - stock.adobe.com

Ein Schuh, der sagt wo’s lang geht: Die Niederösterreichische Firma Tec-Innovation hat einen intelligenten Schuh zur Erkennung von Hindernissen entwickelt. Der als „InnoMake“ bezeichnete Schuh ist seit kurzer Zeit als zugelassenes Medizinprodukt am Markt und soll die persönliche Mobilität von blinden und sehbeeinträchtigten Menschen sicherer gestalten. „Ultraschall-Sensoren an der Schuhspitze erkennen Hindernisse in bis zu 4 Metern Entfernung. Der Träger wird daraufhin per Vibration und/oder akustischen Signalen gewarnt. „Das funktioniert sehr gut und ist auch mir persönlich schon eine...

Diabetes Typ 2: Informationen und Unterstützung trotz Kontaktbeschränkungen
Diabetes Typ 2: Informationen und Unterstützung trotz Kontaktbeschränkungen
©fotomek - stock.adobe.com

Sie kann sich schleichend entwickeln, jahrelang keine Symptome hervorrufen und trotzdem bereits unbemerkt Organe schädigen: Diabetes Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die häufig erst im Zusammenhang mit weiteren gesundheitlichen Beschwerden festgestellt wird, zum Beispiel am Herz-Kreislauf- oder Nervensystem. Über 90% der mehr als 8 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland weisen den Typ 2 auf. Viele neudiagnostizierte Betroffene fühlen sich nach der Diagnose zunächst von der Komplexität der Erkrankung und ihrer Therapie überfordert. Aufgrund der...

Trotz Allergie mit Katzen leben
Trotz Allergie mit Katzen leben

Mit fast 15 Millionen Tieren sind Katzen die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Leider ist das Zusammenleben mit dem Schmusetiger nicht immer ungetrübt: Bei Allergikern kann schon der Aufenthalt im selben Zimmer gerötete Augen, Schnupfen, Asthma und Atemnot hervorrufen. Die wirksamste, aber auch schwerste Gegenmaßnahme ist es, das Tier abzugeben. Nun haben Wissenschaftler eine ganz neue Lösung für das Problem entwickelt: Ein allergenreduzierendes Katzenfutter. Was es damit auf sich hat, beschreibt ein neuer Ratgeber der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz
Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz
©Prostock-studio - stock.adobe.com

Mindestens jeder 5. Bundesbürger ist tätowiert, schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Doch auch wenn Tattoos inzwischen alltäglich erscheinen: Harmlos sind die Farbinjektionen nicht. Bei 0,5 bis 6% aller Tätowierten kommt es epidemiologischen Studien zufolge zu einer Infektion – mit mehr oder weniger schweren Folgen. Schwerwiegend können die Auswirkungen für Herzpatienten sein: Werden die Keime in die großen Blutbahnen gespült, können sie auch andere Organe wie das Herz angreifen. „Besonders leicht befallen...

Das könnte Sie auch interessieren

Hauterkrankungen als lebenslange Begleiter: Wie moderne Medikamente die Lebensqualität bei chronisch-entzündliche Dermatosen erhöhen

Hauterkrankungen als lebenslange Begleiter: Wie moderne Medikamente die Lebensqualität bei chronisch-entzündliche Dermatosen erhöhen
©photo_pw - stock.adobe.com

Von Schuppenflechte und Neurodermitis sind hierzulande Menschen allen Alters betroffen. Für viele wird die chronisch-entzündliche Hauterkrankung zum lebenslangen Begleiter, der nicht nur durch Symptome wie Juckreiz und Schuppung belastet, sondern auch die Lebensqualität mindert. Die Sichtbarkeit dieser Dermatosen führt oft zu einer Stigmatisierung. Welche Erkenntnisse zur Entstehung dieser Hautkrankheiten die Behandlungsoptionen maßgeblich verändert haben und wie Patientinnen und Patienten von der Therapie mit Biologika profitieren, erläutern Experten...

Rezeptfreie Schmerzmittel: Packungsbeilage beachten und Apotheker fragen

Rezeptfreie Schmerzmittel: Packungsbeilage beachten und Apotheker fragen
© Nenov Brothers / Fotolia.com

Rezeptfreie Schmerzmittel sind wirksam und sicher. „Sie sollten jedoch – wie alle anderen Arzneimittel – strikt nach Packungsbeilage eingenommen werden“, sagt Dr. Elmar Kroth, Geschäftsführer Wissenschaft beim Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller e.V. (BAH). Er reagiert damit auf den Fernsehbeitrag des ARD-Magazins Plusminus vom 13.09.2017, der rezeptfreie Schmerzmittel als gefährlich darstellt.

Vorsorgekoloskopie gehört zu den effektivsten Maßnahmen in der Medizin

Vorsorgekoloskopie gehört zu den effektivsten Maßnahmen in der Medizin
© Crystal light - stock.adobe.com

Anlässlich des Darmkrebsmonats März ruft die Deutsche Gesellschaft für Gastroenterologie, Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten (DGVS) dazu auf, die Vorsorgekoloskopie besser zu nutzen. Das von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlte Angebot gehört zu den effektivsten Früherkennungsmaßnahmen, die in der Medizin zu Verfügung stehen: In den ersten 10 Jahren nach Einführung der gesetzliche Darmkrebsfrüherkennung sank die Darmkrebssterblichkeit bei Männern ab 55 Jahren um fast 21 %, bei Frauen dieser Altersgruppe sogar um mehr als 26 %....

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ostern (allein) zu Haus in der Corona-Krise - Der Schlemmerfalle entgehen und regelmäßig bewegen!"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse