Freitag, 18. Juni 2021
Navigation öffnen
Patientenbereich
15. November 2019

Videosprechstunde ermöglicht schnelle dermatologische Verlaufskontrolle

Um die Entwicklung einer Hauterkrankung oder den Heilungsprozess einer Wunde zu überwachen, ist in der Regel kein Vor-Ort-Termin in der Arztpraxis mehr notwendig. Zeitgemäß können Dermatologen nach Diagnosestellung und Therapieempfehlung im Rahmen der Eingangsuntersuchung mit der Videosprechstunde therapeutische Erfolge mit dem Patienten vertraulich via PC, Laptop oder Tablet besprechen. Mit dem durch die gesetzlichen Krankenkassen geförderten Patientenservice entlasten Dermatologen zugleich Praxispersonal, etablieren komfortable Arbeitsabläufe und verhindern überfüllte Wartezimmer.
Anzeige:
Eigenwerbung
 
Hat ein Dermatologe bei der Eingangsuntersuchung sowohl Diagnose als auch Therapie persönlich mit dem Patienten besprochen, ist es in vielen Fällen ausreichend, für die Verlaufskontrolle nur einen kurzen Blick auf die Operationswunde, die Dermatose, die akute, chronische oder offene Wunde zu werfen. Selbst viele Patienten halten den Aufwand eines Nachsorgetermins in der Praxis für nicht notwendig. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich nach Beginn der Behandlung eine Verbesserung bzw. Heilung des Patientenleidens eingestellt hat. Fragen wie „Es sieht aber schon besser aus. Muss ich zur Kontrolle wirklich noch einmal zu Ihnen in die Stadt fahren?“ oder „Wenn ich zur Kontrolle komme, komme ich dann direkt dran oder muss ich wieder warten?“ dürften wohl in jeder Hautarztpraxis bekannt sein. 

Mit der Videosprechstunde können Ärzte therapeutische Erfolge, Medikationsanpassungen oder auch eine Patientenschulung im Verlauf einer längeren Behandlung vertraulich via PC, Laptop oder Tablet besprechen. Der Einsatz der Videosprechstunde bringt Ärzte zudem finanzielle Vorteile. Da in Zukunft von einer zunehmenden Bedeutung auszugehen ist, haben sich die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 1. Oktober 2019 dafür ausgesprochen, eine Anschubfinanzierung für Ärzte, die die Videosprechstunden im Einsatz haben, zu bewilligen. Die Fördermöglichkeit gilt für 2 Jahre und erfolgt als Zuschlag über die Gebührenordnungsposition (GOP) 01451 (Bewertung: 92 Punkte / 9,95 Euro). Diese kann bis zu 500 Euro pro Arzt und Quartal betragen. Abgerechnet werden können die Ziffern 01439, 01450 und 01451. 

Die Videosprechstunde unterstützt Ärzte optimal bei der Verlaufskontrolle und Nachsorge. Dadurch erspart sie dem Patienten den überflüssigen Anfahrtsweg, den Zeitaufwand und die Strapazen eines Termins in der Arztpraxis. Gerade ältere Patienten oder Patienten in ländlichen Gegenden mit langem Anfahrtsweg werden dafür sehr dankbar sein. Gleichzeitig entlastet die Videosprechstunde das Praxispersonal und beschleunigt die Abläufe in der Praxis, da Empfang und Betreuung eines Patienten vor Ort nicht mehr notwendig sind. Durch die Möglichkeit von Konferenzschaltungen können Ärzte zudem Angehörige des Patienten oder einen Arzt-Kollegen in die Videosprechstunde miteinbinden. So kann unkompliziert und ortsunabhängig ein Austausch stattfinden, ohne dass weitere Termine in einer Arztpraxis in Anspruch genommen werden müssen. 

„Mit der Videosprechstunde haben wir eine Win-Win-Situation für Arzt und Patient“, erklärt Alexander Boschuk, General Manager CLICKDOC Deutschland. „Die Dermatologie ist ein überwiegend visuelles Fachgebiet. Hautärzte können viele ihrer Diagnosen bereits durch eine Begutachtung der Haut stellen. Die Videosprechstunde bietet ihnen deshalb den Vorteil, dass bei relativ eindeutigen Hauterkrankungen, wie z. B. Ekzemen oder Nesselsucht, schnell beurteilt werden kann, ob nach der Behandlung eine Verbesserung eingetreten ist oder nicht. Patienten wiederum erhalten mit der Videosprechstunde eine schnelle Rückmeldung, ob die Therapie angeschlagen hat und müssen in diesem Fall nicht mehr den Weg zur Praxis auf sich nehmen."

CompuGroup Medical Deutschland AG


Anzeige:
Eigenwerbung
 
Weitere Beiträge zum Thema
„Meine Patientenverfügung“: Vorsorge, Sterbehilfe und Organspende
„Meine Patientenverfügung“: Vorsorge, Sterbehilfe und Organspende
©Alexander Raths - stock.adobe.com

Eine Patientenverfügung ist das richtige Mittel, um im Fall der Fälle das Selbstbestimmungsrecht am Lebensende wahrzunehmen. „Meine Patientenverfügung“, der neue Ratgeber der Stiftung Warentest, informiert darüber, was in solch einem Dokument bestimmt werden kann und wie eine Patientenverfügung erstellt wird. Er beschreibt auch, wie man am Lebensende gut versorgt ist und selbstbestimmt sterben kann.

Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem
Algorithmus für schuhbasiertes Blindenassistenzsystem
©Africa Studio - stock.adobe.com

Ein Schuh, der sagt wo’s lang geht: Die Niederösterreichische Firma Tec-Innovation hat einen intelligenten Schuh zur Erkennung von Hindernissen entwickelt. Der als „InnoMake“ bezeichnete Schuh ist seit kurzer Zeit als zugelassenes Medizinprodukt am Markt und soll die persönliche Mobilität von blinden und sehbeeinträchtigten Menschen sicherer gestalten. „Ultraschall-Sensoren an der Schuhspitze erkennen Hindernisse in bis zu 4 Metern Entfernung. Der Träger wird daraufhin per Vibration und/oder akustischen Signalen gewarnt. „Das funktioniert sehr gut und ist auch mir persönlich schon eine...

Diabetes Typ 2: Informationen und Unterstützung trotz Kontaktbeschränkungen
Diabetes Typ 2: Informationen und Unterstützung trotz Kontaktbeschränkungen
©fotomek - stock.adobe.com

Sie kann sich schleichend entwickeln, jahrelang keine Symptome hervorrufen und trotzdem bereits unbemerkt Organe schädigen: Diabetes Typ 2 ist eine chronische Stoffwechselerkrankung, die häufig erst im Zusammenhang mit weiteren gesundheitlichen Beschwerden festgestellt wird, zum Beispiel am Herz-Kreislauf- oder Nervensystem. Über 90% der mehr als 8 Millionen Menschen mit Diabetes mellitus in Deutschland weisen den Typ 2 auf. Viele neudiagnostizierte Betroffene fühlen sich nach der Diagnose zunächst von der Komplexität der Erkrankung und ihrer Therapie überfordert. Aufgrund der...

Trotz Allergie mit Katzen leben
Trotz Allergie mit Katzen leben

Mit fast 15 Millionen Tieren sind Katzen die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Leider ist das Zusammenleben mit dem Schmusetiger nicht immer ungetrübt: Bei Allergikern kann schon der Aufenthalt im selben Zimmer gerötete Augen, Schnupfen, Asthma und Atemnot hervorrufen. Die wirksamste, aber auch schwerste Gegenmaßnahme ist es, das Tier abzugeben. Nun haben Wissenschaftler eine ganz neue Lösung für das Problem entwickelt: Ein allergenreduzierendes Katzenfutter. Was es damit auf sich hat, beschreibt ein neuer Ratgeber der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz
Tattoos bergen Risiken – auch fürs Herz
©Prostock-studio - stock.adobe.com

Mindestens jeder 5. Bundesbürger ist tätowiert, schätzt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Doch auch wenn Tattoos inzwischen alltäglich erscheinen: Harmlos sind die Farbinjektionen nicht. Bei 0,5 bis 6% aller Tätowierten kommt es epidemiologischen Studien zufolge zu einer Infektion – mit mehr oder weniger schweren Folgen. Schwerwiegend können die Auswirkungen für Herzpatienten sein: Werden die Keime in die großen Blutbahnen gespült, können sie auch andere Organe wie das Herz angreifen. „Besonders leicht befallen...

Das könnte Sie auch interessieren

Helm auf beim Fahrradfahren

Helm auf beim Fahrradfahren
© Rido / Fotolia.de

Helm auf beim Fahren mit dem Fahrrad, E-Bike oder E-Scooter empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Kommt es zu einem Unfall, sind Zweiradfahrer besonders verletzungsgefährdet. Denn das Zweirad bietet keine Knautschzone wie etwa ein Pkw. „Fahrradhelme können Unfälle nicht vermeiden, aber die Verletzungsfolgen deutlich verringern. Kopf- und insbesondere Gehirnverletzungen können irreversible Schäden verursachen. Im Gegensatz dazu können wir heute Knochenbrüche so gut behandeln, dass diese meist...

Rückenfit an der frischen Luft

Rückenfit an der frischen Luft
© AGR/BdR

Zum 17. Mal findet am 15. März 2018 der Tag der Rückengesundheit statt. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. Frische Luft belebt Körper und Geist und Tageslicht sorgt zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche...

Mehr als heiße Luft - Bei Sommerhitze die Ozonwerte im Auge behalten

Mehr als heiße Luft - Bei Sommerhitze die Ozonwerte im Auge behalten
© Thaut Images / Fotolia.com

Bei anhaltend hohen Temperaturen steigt auch die Ozonkonzentration in der Luft. „Das schädliche Gas kann bei empfindlichen Menschen die Augen reizen, Hustenanfälle auslösen oder Kopfschmerzen verursachen“, sagt Dr. Ursula Marschall. Die leitende Medizinerin bei der BARMER empfiehlt deshalb insbesondere älteren Menschen und chronisch Kranken bei hohen Ozonwerten körperliche Anstrengungen zu reduzieren.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Videosprechstunde ermöglicht schnelle dermatologische Verlaufskontrolle"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse
  • COVID-Impfstoff: CureVacs Kandidat verfehlt Ziele der Zwischenanalyse