Donnerstag, 13. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Praxismanagement

02. April 2020 Ambulante Versorgung: Schutzausrüstung weiter Mangelware

Mangelnde Schutzausrüstung stellt bei der Bekämpfung des Coronavirus nach wie vor das größte Problem in Arztpraxen dar. Zwar würden seit Ende vergangener Woche nach und nach Lieferungen eintreffen, aber teilweise nur kleine Mengen, sagte KBV-Vorstandsvorsitzender Dr. Andreas Gassen in einer Online-Pressekonferenz.
Anzeige:
Fachinformation
Vor diesem Hintergrund lehnt der KBV-Vorstand eine allgemeine Maskenpflicht für die Bevölkerung ab. „Wenn wir ausreichend Schutzmaterial für die medizinische Versorgung haben, können wir darüber nachdenken“, betonte KBV-Vizechef Dr. Stephan Hofmeister. „Jetzt nicht.“
Gassen wies darauf hin, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen Lager- und Logistikkapazitäten eingerichtet hätten, um die Schutzmaterialien an die Praxen zu verteilen. Umso erstaunlicher sei es, dass jetzt die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Bremen selbst die Verteilung übernehmen wollten.

Ohne Schutzausrüstung droht Praxisschließung

Die gerade anlaufende Ausstattung der Praxen mit Schutzmasken, Kitteln, Handschuhen und dergleichen dürfe nicht durch „Konkurrenzgerangel“ gefährdet werden, warnte er. Denn ohne ausreichende Schutzausrüstung müssten Ärzte infektiöse Patienten abweisen und im Extremfall ihre Praxis schließen.

Dies hätte fatale Folgen für die Versorgung. 6 von 7 Patienten mit COVID-19 würden in Deutschland ambulant behandelt. Dadurch könnten sich die Krankenhäuser auf schwere und beatmungspflichtige COVID-Fälle konzentrieren, betonte Gassen und fügte hinzu: Dies gelinge, obwohl die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten gleichzeitig die Regelversorgung aufrechterhalten müssten.

Corona-Sprechstunden und Entlastung der Praxen

Vor allem Hausarztpraxen und Kinderarztpraxen seien derzeit stark gefordert, erläuterte Hofmeister. Denn sie müssten dafür sorgen, dass die regulären Patienten von den potenziell infizierten und an Corona erkrankten Patienten getrennt würden. Zudem hätten die Kassenärztlichen Vereinigungen inzwischen flächendeckend spezielle Corona-Praxen zum Schutz der Patienten eingerichtet.
Hofmeister wies auf die vielen Sonderregelungen hin, die in kurzer Zeit zur Entlastung der Praxen auf den Weg gebracht wurden. So seien Dokumentationsverpflichtungen ausgesetzt, die Videosprechstunde geöffnet oder die telefonische Krankschreibung ermöglicht worden.
Zur Frage der Ausweitung von Labortests verwies der Vorstand unter anderem auf aktuelle Zahlen, nach denen Deutschland zu den Ländern mit den meisten Tests pro Einwohnerzahl gehört. Nur in der Schweiz würden mehr Menschen getestet.

Quelle: KBV


Anzeige:
Basistext

Das könnte Sie auch interessieren

12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) 34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)

12. Diabetes Herbsttagung der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG)  34. Jahrestagung der Deutschen Adipositas-Gesellschaft (DAG)
© Racle Fotodesign / fotolia.com

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt, pro Woche mindestens 2,5 Stunden an mäßig anstrengender Ausdaueraktivität sowie an mindestens zwei Tagen in der Woche muskelkräftigende Aktivitäten auszuführen. Laut Daten des Robert Koch-Instituts erreicht nur etwa ein Fünftel der Frauen (20,5%) und ein Viertel der Männer (24,7%) in Deutschland beide Empfehlungen. Mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung bewegt sich weniger als 2,5 Stunden pro Woche (1). Doch regelmäßige Bewegung schützt nicht nur vor Übergewicht...

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!

Weltnierentag 2017: Übergewicht geht an die Nieren!
© pixologic / Fotolia.com

Am 09. März ist Weltnierentag: Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, die Prävention von Nierenerkrankungen in den Vordergrund zu stellen. Derzeit sind über 100.000 Menschen in Deutschland auf ein Nierenersatzverfahren - Dialyse oder Transplantation – angewiesen. Ein Nierenversagen kann grundsätzlich jeden treffen, besonders gefährdet sind allerdings Menschen mit Übergewicht. Die Zahl der durch Übergewicht verursachten Nierengewebsschäden hat sich in den vergangenen 30 Jahren bereits verzehnfacht!

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten
© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Ambulante Versorgung: Schutzausrüstung weiter Mangelware"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden