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Praxismanagement

22. Februar 2019 Krankentransport: Überarbeitetes Verordnungsformular 4 gilt ab 1. April 2019

Ab 1. April 2019 gilt ein überarbeitetes Verordnungsformular zur Krankenbeförderung. Die Gliederung wurde übersichtlicher strukturiert, sodass das Ausfüllen leichter wird. Auch Nachfragen durch die zuständigen Krankenkassen und Transportunternehmen sollen dadurch künftig vermieden werden. Vor allem aber soll die Beförderung pflegebedürftiger und schwerbehinderter Patienten (Merkzeichen „aG“, „Bl“ oder „H“) zur ambulanten Behandlung und zurück nach Hause, beziehungsweise ins Heim, erleichtert werden. Die Änderungen folgen den Anpassungen in der Krankentransport-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses.
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Fachinformation
Zum Stichtag des 1. April 2019 dürfen keine älteren Formulare mehr verwendet werden. Die überarbeitete Version wird in den Praxisverwaltungssystemen zur Verfügung stehen. Unabhängig von der Überarbeitung gilt weiterhin, dass nur bei Patienten mit Pflegegrad oder Schwerbehinderung keine Genehmigung durch die Krankenkasse eingeholt werden muss.

Pflegegrade 3, 4 und 5

Patienten, die der Pflegestufe 3, 4 oder 5 angehören, müssen seit dem Jahreswechsel die ärztlich verordneten Krankenfahrten mit Taxi oder Mietwagen nicht mehr von ihrer Krankenkasse genehmigen lassen. Im Sinne des Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetzes soll dadurch der Transport pflegebedürftiger und schwerbehinderter Menschen unkomplizierter möglich sein.

Das neue Musterformular 4 ist folgendermaßen gegliedert:

Beförderungsgrund

Im Feld „Grund der Beförderung“ kann der zuständige Arzt oder Psychotherapeut eine Krankenbeförderung verordnen. Wie auf den ersten Blick ersichtlich, wird hierbei zwischen einem genehmigungspflichtigen und einem genehmigungsfreien Transport unterschieden, was besonders für den betroffenen Patienten mehr Transparenz bedeutet.

Behandlungszeitraum

Im Feld „Behandlungstag / Behandlungsfrequenz“ ist das Datum der Behandlung einzutragen, bzw. bei wiederholten Terminen, wie oft pro Woche eine Beförderung nötig sein wird. Für den Ort, an dem die Behandlung vorgenommen werden soll, steht ein Freifeld zur Verfügung.

Beförderungsart

Bei der „Art der Beförderung“ kann zwischen „Taxi / Mietwagen“ und „KTW“ (Krankentransportwagen) gewählt werden. Ersteres erlaubt zusätzlich die Wahl zwischen einer Beförderung im Rollstuhl, im Tragestuhl oder liegend. Zweiteres verlangt eine medizinische Begründung, die im Freifeld angegeben werden kann.

Notarzt- und Rettungswagen

In lebensbedrohlichen Situationen oder für den Fall, dass während der Beförderung die Vitalfunktion aufrecht zu erhalten ist, können die Felder „NAW/NEF“ (Notarztwagen / Notarzteinsatzfahrzeuge) und „RTW“ (Rettungswagen) ausgefüllt werden.

Sonstige Angaben

Am Ende des Formulars findet sich ein weiteres Freifeld für „Sonstige Angaben“. Hier kann auf gewünschte Wartezeiten oder spezielle Bedürfnisse des Patienten eingegangen werden.


 

Quelle: Gemeinsamer Bundesausschuss


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