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Praxismanagement

03. April 2019 Patientenakquise mit Podcasts

Nahezu jede Person, die daran interessiert ist Inhalte herzustellen, eine Marke aufzubauen oder eine Praxis/Klinik wachsen zu lassen, hat sich schon daran versucht. Die Rede ist vom Podcast. Die Idee dahinter ist einleuchtend, denn während wir in einem Zeitalter der Digitalisierung und des immer größer werdenden Bedarfs nach Unterhaltung leben, bieten Netzwerke wie iTunes, Soundcloud, Spotify oder Google Play mittlerweile riesige Plattformen an, welche für die einfache Verbreitung der Podcasts genutzt werden können.
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Ein Podcast ist nichts anderes als eine digitale Audiodatei, welche zum Download oder zum Streaming zur Verfügung gestellt wird. Im Grunde genommen kann jeder, der im Besitz eines Smartphones oder Computers ist und einen Internetanschluss besitzt, einen Podcast erstellen. Das Phänomen des Podcasts ist zwar nicht neu, erlebt aber zur Zeit eine Renaissance und ist vor allem deshalb so beliebt, weil er während des Sports, in der U-Bahn, im Auto oder beim Aufhängen der Wäsche gehört werden kann und somit ideal zum Gedanken der Multitasking-Kultur passt, deren Bedeutung wächst.

Als Arzt bietet sich diese Form der Medienproduktion besonders an, da sie vergleichsweise wenig Aufwand benötigt und innerhalb kürzester Zeit sehr interessante Themen behandelt werden können. Für ein effektives Praxismarketing liegt es nahe, über Themen zu sprechen, die für potentielle Patienten interessant sein könnten und die für möglichst viel Aufmerksamkeit sorgen.

Anleitung für Ihren Podcast

1. Idee und Skript

Bevor Sie beginnen, über ein Thema zu sprechen und sich eventuell in diesem verlieren, empfiehlt es sich, kurz inne zu halten und darüber nachzudenken, wie der Podcast aufgebaut sein soll und welches Gefühl Sie mit diesem vermitteln möchten. Sprechen Sie alleine oder mit jemandem zusammen über ein bestimmtes Thema? Sollte dies in Form einer Diskussion oder eines Interviews geschehen? Treten vielleicht mehrere Gäste auf, sodass das Format dem einer Talkshow gleicht? Wie häufig soll der Podcast gesendet werden, vielleicht einmal in der Woche oder einmal im Monat?

Diese Fragen sollten Sie im Vorfeld klären, um Ihrem Podcast Struktur zu verleihen. Dadurch weiß der Zuhörer, welche Kerninformationen Sie ihm gerade vermittelt haben und was er beim nächsten Mal erwarten kann.

2. Einen Podcast starten: Die Grundlagen

Es gibt einige Aufnahmeprogramme, die den Weg zum eigenen Podcast deutlich erleichtern. Diese sind sehr vielfältig und reichen von der einfachen App auf dem Smartphone, bis hin zu komplexeren Programmen für den Computer. Sie alle haben gemeinsam, dass sie in der Regel aus einem Aufnahmeprogramm bestehen, welches mit verschiedenen Streaming-Diensten kompatibel ist, sodass die aufgenommene Tonspur direkt veröffentlicht werden kann. Welches Programm Sie nutzen, hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab.

3. Das Equipment

Zwar ist eine Aufnahme auch mit einem Handymikrofon möglich, doch da die Audioqualität mit einem professionellen Mikrofon deutlich besser ist, lohnt sich die Investition in hochwertigeres Equipment. Sie müssen nicht zwingend das teuerste oder beste kaufen; die Klangqualität sollte aber so gut sein, dass Sie sich auch selbst gerne anhören würden, was Sie aufgenommen haben.

4. Pre- und Postproduction

Bevor Sie die Aufnahme beginnen, sollten Sie sicherstellen, dass Sie sich an einem ruhigen und entspannten Ort befinden, an dem keine störenden Geräusche die Qualität der Aufnahme beeinflussen. Gleichzeitig sollten Sie auch alle Einstellungen und Funktionen der Aufnahmegeräte und -programme getestet haben. So vermeiden Sie, dass Sie erst nach der Aufnahme bemerken, dass das Programm z.B. gar nicht aufgezeichnet hat oder dass das Gesagte kaum zu verstehen ist.

Nachdem Sie diese Punkte beachtet und die Aufnahme erfolgreich beendet haben, können Sie sich der Postproduction widmen. Einige verzichten auf diesen Schritt, da sie ihre Podcasts so authentisch oder ungefiltert wie nur möglich veröffentlichen wollen. Wieder andere nutzen diese Gelegenheit, um z.B. eine unangenehme Stille rauszuschneiden oder Stellen zu kürzen. Sie können auch zu Beginn oder am Ende der Aufzeichnung eine Erkennungsmelodie einspielen (Intro/Outro), um den Wiedererkennungswert zu steigern. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

5. Veröffentlichung

Bevor Sie Ihren Podcast auf den gängigen Plattformen veröffentlichen, sollten Sie bereits 3-5 Episoden fertiggestellt haben. Der Gedanke dahinter ist, dass der Zuhörer eher dazu neigt, sich Ihren Podcast anzuhören, wenn er mehrere Folgen am Stück anhören kann. Darüber hinaus haben Sie sich so bereits einen Puffer erarbeitet, sodass Ihnen mehr Zeit bleibt, um neue Episoden aufzunehmen, wenn die Nachfrage steigt.

6. Werbung

Der große Vorteil des Internets und der sozialen Netzwerke besteht darin, dass innerhalb kürzester Zeit eine riesige Menge von Menschen erreicht und auf etwas aufmerksam gemacht werden kann.

Auf Facebook, Instagram oder Twitter* können Sie über Ihren Podcast berichten und das Publikum so neugierig darauf machen, dass es sich direkt im Anschluss Ihren Podcast anhören möchte. Auch ein Blog ist eine sehr gute Option, Menschen auf Ihr neues Format aufmerksam zu machen und sie für Ihre Themen zu begeistern.

Marketing mit geringem Aufwand

Podcasts sind eine einfache und interessante Methode, um wertvolle Inhalte in kürzester Zeit zu produzieren, zumal kein großer technischer Aufwand erforderlich ist. Als Arzt können Sie dabei über Dinge sprechen, die die Patienten bewegen und vielleicht auch neue Patienten dazugewinnen.

* Lesen Sie hierzu auch „8 Marketing-Tipps für Ihre Praxis“ (https://www.journalmed.de/praxismanagement/lesen/55300).

Quelle: OSMIM Marketing Agentur


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