Montag, 6. April 2020
Navigation öffnen

SchwerpunktMärz 2020

01. März 2020
Seite 1/3
Coronavirus: Risikobewertung – Schutzmaßnahmen – ambulantes Management

Hinter dem Umgang mit SARS-CoV-2 und COVID-19 stehen in medizinischer, gesundheits- und gesellschaftspolitischer sowie wirtschaftlicher Hinsicht viele Fragezeichen. Laufend aktualisiert finden Sie in diesem Schwerpunkt
 
  • die aktuellen Fallzahlen zu Infizierten sowie
  • die wichtigsten Aspekte zum Infektionsrisiko, Risikogruppen, Schutzmaßnahmen und Differentialdiagnostik.
Zudem haben wir für Sie eine Infothek zusammengestellt, in der Sie tagesaktuell neue medizinische Erkenntnisse sowie politische und wirtschaftliche Entwicklungen verfolgen können.
Anzeige:
Zahl bestätigter Infektionen

Die aktuellen Fallzahlen werden Ihnen von der Johns Hopkins University zur Verfügung gestellt:
https://www.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

+++

EILMELDUNGEN

Britischer Premierminister Boris Johnson auf Intensivstation verlegt

Da sich die Symptomatik seiner COVID-19-Erkrankung verschlechtert hat, erhält Boris Johnson nun intensivmedizinische Versorgung. (dpa, 06.04.2020).

Kein Stichtag für den Exit in Deutschland
Die Bundesregierung hält trotz der österreichischen Exitstrategie daran fest, weiter kein Datum zu nennen, an dem Deutschland die verordneten Maßnahmen lockert. Kanzlerin Merkel halte ein solches Versprechen für unverantwortlich, da noch nicht absehbar sei, ob die Infektionszahlen in Deutschland eine Lockerung nach dem 19.04.2020 zuließen. (Pressekonferenz der Bundesregierung, 06.04.2020)

Intensivbetten: Verordnungsentwurf für Meldepflicht
Jens Spahn möchte eine verpflichtende Meldung an ein zentrales Register, wie viele Intensivbetten zur Verfügung stehen. Alle Krankenhäuser sollen an das Register der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) melden. (dpa, 06.04.2020)

Österreich: Schrittweise Lockerung der Maßnahmen ab 14. April
Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat angekündigt, die bestehenden Maßnahmen ab dem 14. April lockern zu wollen. Zuerst sollen Geschäfte wieder eröffnen, anschließend Restaurants. Trotzdem werden die Ausgangsbeschränkungen bis Ende April aufrecht erhalten werden. Die Mundschutzpflicht gilt nun auch in öffentlichen Verkehrsmitteln (dpa, 06.04.2020)

Bislang größte Querschnittsstudie startet in München
In der am schwersten betroffenen Region Deutschland München startet die bislang größte Querschnittsstudie mit Tausenden Testungen. Die Forscher erhoffen sich Antworten auf die bislang ungeklärten Fragen, wie viele Menschen sich tatsächlich infiziert haben und wie viele dadurch verstorben sind. (dpa, 03.04.2020)

+++

RKI: Personengruppen, die nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben:
 
  • Das Risiko einer schweren Erkrankung steigt ab 50-60 Jahren stetig mit dem Alter an. Insbesondere ältere Menschen können, bedingt durch das weniger gut reagierende Immunsystem, nach einer Infektion schwerer erkranken (Immunseneszenz). Da unspezifische Krankheitssymptome wie Fieber die Antwort des Immunsystems auf eine Infektion sind, können diese im Alter schwächer ausfallen oder fehlen, wodurch Erkrankte dann auch erst später zum Arzt gehen.
  • Auch verschiedene Grunderkrankungen wie z.B. Herzkreislauferkrankungen, Diabetes, Erkrankungen des Atmungssystems, der Leber und der Niere sowie Krebserkrankungen scheinen unabhängig vom Alter das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu erhöhen.
  • Bei älteren Menschen mit vorbestehenden Grunderkrankungen ist das Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf höher, als wenn nur ein Faktor (Alter oder Grunderkrankung) vorliegt; wenn mehrere Grunderkrankungen vorliegen (Multimorbidität) dürfte das Risiko höher sein als bei nur einer Grunderkrankung.
  • Für Patienten mit unterdrücktem Immunsystem (z.B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht, oder wegen Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr unterdrücken, wie z.B. Cortison) besteht ein höheres Risiko.
Vorherige Seite

Das könnte Sie auch interessieren

Coronavirus: Die Angst geht um

Coronavirus: Die Angst geht um
© dottedyeti - stock.adobe.com

Das Coronavirus hält die Welt seit Wochen in Atem. Drastische Maßnahmen werden in China, aber zum Beispiel auch in Deutschland ergriffen, um die Ausbreitung der neuen Lungenkrankheit zu verhindern. Auch wenn das Kern-Infektionsgebiet Wuhan rund 8.300 Kilometer Luftlinie von Deutschland entfernt liegt: Bei vielen Menschen weckt das Ängste. So sind in hiesigen Apotheken beispielsweise vereinzelt Mund- und Atemschutzmasken ausverkauft. Michael Falkenstein, Experte für Psychologie von der KKH Kaufmännische Krankenkasse, erklärt, woher solche Ängste kommen...

10 Fakten über Psychotherapie

10 Fakten über Psychotherapie
© hollandog / fotolia.com

Psychotherapie ist ein effektiver und sinnvoller Weg aus Krisen und Problemen. Wäre da nicht das Imageproblem. Um dieser Stigmatisierung entgegenzuwirken, wurde mit dem 5. Februar der Tag des Psychotherapeuten ausgerufen. Ein wichtiger Jahrestag, der zur Aufklärung von Missverständnissen beiträgt und das Bewusstsein für die lebenswichtige Arbeit schärft, die von Therapeuten täglich geleistet wird. Dr. Anabel Ternès ist Gründerin der digitalen Service-Plattform Psychologio, die Betroffenen einen vereinfachten Zugang zu einer...

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind
© magicmine / Fotolia.com

„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Coronavirus: Risikobewertung – Schutzmaßnahmen – ambulantes Management"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden