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04. Juni 2019 Karriere und Gehälter: Forschung und Industrie

Wer Medizin studiert, wird Arzt? Nicht unbedingt! Medizinern eröffnen sich vielfältige Karrierewege. Eine Auswahl an Berufsperspektiven außerhalb von Praxis und Klinik hier im Überblick:
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Forschung

Wer sich beruflich nicht in einer Klinik oder Praxis sieht, ist auf dem Arbeitsmarkt dennoch sehr gefragt: Das Berufsbild des Mediziners in der Forschung bietet eine interessante Alternative. Als Vollzeitforscher können Sie sowohl im industriellen als auch im universitären Bereich arbeiten. Außerdem besteht die Möglichkeit, in Teilzeit zu forschen und die restliche Zeit als Arzt tätig zu sein – der Einstieg in die Forschung muss also nicht bedeuten, dass Sie nicht auch Patienten behandeln können. Ihre Erfahrungen im Klinikalltag mit Patienten und Krankheitsbildern können Sie in die klinische Forschung einbringen.

Aufgaben
 
  • Durchführung klinischer Studien, z.B. zur Einführung neuer Medikamente und Therapieformen oder auch zu Abläufen im Klinikalltag
  • Untersuchungen am Patienten
  • Laborarbeit
  • Verwaltungs- und Organisationsaufgaben (z.B. Schreiben von Versuchsprotokollen, Einwerben von Drittmitteln)

Wie komme ich da hin?
 
  1. Um den Einstieg in die Forschung zu schaffen, bietet es sich an, eine experimentelle Doktorarbeit zu schreiben – sie ist zwar die aufwändigste Doktorarbeit, bietet aber durch die Grundlagenforschung und durchgeführten Experimente einen guten Einblick in die Forschungstätigkeit. Hier können Sie experimentelle Methodenkenntnisse gewinnen und sich intensiv in ein Themengebiet einarbeiten.
  2. Schließen Sie sich einer Klinik, bzw. einem Forschungsinstitut an, das auf dem von Ihnen gewählten Bereich führend ist. Auch ein Aufenthalt im Ausland fördert Ihre Karriere.
  3. „Publish or perish“ – publizieren oder untergehen sind einer der wichtigsten Schlagworte in der Forschung. Gemeint ist damit, dass der Erfolg als Forscher davon abhängt, die eigenen Ergebnisse der Forschergemeinschaft zu präsentieren, im Idealfall international. Da die allgemeine Wissenschaftssprache Englisch ist, sollten Sie Ihre Sprachkenntnisse perfektionieren.
  4. Seien Sie hinsichtlich Arbeitszeiten und Arbeitsbelastung flexibel: Oft dauern Versuche länger als geplant und müssen zudem reproduzierbare Ergebnisse liefern. Überstunden sind daher eher die Regel als die Ausnahme.
Industrie

Haben Sie ein Gespür für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge, eröffnen sich auch in der Industrie vielfältige Berufsperspektiven: Pharmaunternehmen, Medizintechnik, Klinikmanagement – es gibt zahlreiche Optionen. Hier arbeiten Sie interdisziplinär mit Naturwissenschaftlern und Ingenieuren zusammen. Sie können sich z.B. in die Planung klinischer Studien einbringen oder auch die Entwicklung medizinisch-technischer Produkte begleiten.

Aufgaben
 
  • Laborarbeit
  • Planung, Durchführung und Auswertung klinischer Studien
  • Beratungstätigkeiten
  • Marketing und Vertrieb
Wie komme ich da hin?
 
  1. Schreiben Sie eine experimentelle Doktorarbeit. So können Sie bei Ihrem zukünftigen Arbeitgeber Ihre Kompetenzen in Bezug auf selbstständiges Forschen, Planung und Organisation unter Beweis stellen.
  2. Absolvieren Sie ein Traineeprogramm. Einige Unternehmen bieten diese Möglichkeit an, um den Einstieg in die Branche zu ermöglichen. Im Rotationsprinzip lernen Sie verschiedene Abteilungen kennen, wobei Sie Ihre persönlichen Stärken und Interessen ausloten können. Zudem ist das Traineeprogramm die ideale Möglichkeit, ein erstes Netzwerk aufzubauen.

Gehalt

Das Jahresbruttoeinkommen beträgt 50.000-80.000 Euro. Hinzu kommen die Option auf Boni, 13. Gehalt und Weihnachtsgeld.

Quelle: rs media GmbH


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