Sonntag, 31. Mai 2020
Navigation öffnen

Für Ihren Account ist noch keine EFN (Einheitliche Fortbildungsnummer) hinterlegt!
Eine automatische Übermittlung Ihrer erworbenen Punkte ist daher leider nicht möglich.

Sie können die CME-Tests trotzdem durchführen.
Unter Meine Ergebnisse können Sie die Teilnahmebescheinigung für den jeweiligen Test als PDF-Datei herunterladen. Diese Teilnahmebescheinigung müssen Sie ausdrucken, im entsprechenden Feld Ihre EFN eintragen und das Dokument an die zuständige Ärztekammer schicken.

Automatische Übermittlung der erworbenen Punkte:

Wenn Sie in Ihrer Accountverwaltung (Mein Konto) unter dem Menüpunkt Meine Daten Ihre EFN hinterlegen, werden die erworbenen Punkte automatisch an die Ärztekammer übermittelt.
Ein Versand der Bescheinigung per Post ist dann nicht mehr nötig!

CME-Artikel

16. Januar 2020 Akute und chronische Bronchitis

Test zu diesem Artikel starten

(Der Test zu diesem Artikel steht Ihnen zur Verfügung bis 16.01.2021)

Atemwegsinfekte gehören zu den häufigsten Erkrankungen überhaupt: Erwachsene sind zwei bis vier Mal pro Jahr davon betroffen, bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann die Zahl der jährlichen Atemwegsinfekte noch deutlich höher liegen (1).  Zu den Leitsymptomen eines akuten Atemwegsinfektes gehört neben Schnupfen und Druckkopfschmerz auch Husten (1,2). Da Husten von den betroffenen Patienten als besonders unangenehm empfunden wird, ist er einer der häufigsten Gründe für die Konsultation eines Arztes (2).
Husten sorgt als Schutzreflex der Luftwege für deren Befreiung von Fremdkörpern oder Sekret. Er setzt ein, wenn der primäre Reinigungsmechanismus der Atemwege – die mukoziliäre Clearance – bei Infekten überlastet oder durch Noxen geschädigt ist. Ursache für akuten Husten ist meist eine Virusinfektion der Atemwege, bei einer chronischen Bronchitis ist das Rauchen von Zigaretten der häufigste Auslöser (2).

Da Husten Komplikationen nach sich ziehen kann, bedürfen bestimmte Patientengruppen aufgrund ihres Allgemeinzustandes oder ihrer Begleiterkrankungen auch bei einfachen Atemwegsinfekten der besonderen Aufmerksamkeit: Dies gilt beispielsweise für ältere Patienten, Raucher, Patienten mit chronischen Erkrankungen (z. B. respiratorische bzw. kardiale Erkrankungen oder Diabetes mellitus) sowie für multimorbide und immunsupprimierte Patienten (2).

1. Die Atemwege
Zu den Atemwegen rechnet man alle Teile des Körpers, die beim Ein- und Ausatmen von Luft durchströmt werden (3). Nase, Nasennebenhöhlen und Rachenraum bilden die oberen Atemwege, die unteren Atemwege umfassen Luftröhre, Bronchien und Lunge (3). Obere und untere Atemwege bilden dabei eine funktionelle Einheit, weshalb häufig der Begriff „United Airways“ als Synonym für den einheitlichen Luftraum verwendet wird (4). Verbindendes Element von oberen und unteren Atemwegen ist ein vergleichbarer histologischer Aufbau der Schleimhaut, welcher durch ­respiratorisches Epithel, Drüsen und Becherzellen sowie ein umfangreiches Gefäß- und Nervensystem charakterisiert ist (4).

Krankheitserreger werden häufig durch Einatmen von Tröpfchen aufgenommen. Kann in einem solchen Fall die Nase ihre Aufgabe als physikalischer Filter nicht erfüllen und die Erreger eliminieren, können diese den gesamten Atemtrakt erreichen und infizieren (4,5). Eine rationale Behandlung von Atemwegserkrankungen hat daher immer die gesamten Atemwege im Blick.

1.1. Mukoziliäre Clearance
Die mukoziliäre Clearance ist ein wichtiger angeborener Abwehrmechanismus der Atemwege, der sich aus einer schützenden Sekretschicht  und Flüssigkeitsschicht sowie Flimmerhärchen (Zilien) auf der Oberfläche der Epithelzellen zusammensetzt (6). Aufgabe der Flimmerhärchen ist es, inhalierte Partikel und Erreger aus den Atemwegen zu transportieren (6). Infekte der Atemwege können die mukoziliäre ­Clearance je nach Krankheitserreger unterschiedlich stark beeinträchtigen, aber auch inhalative Noxen können den natürlichen Reinigungsmechanismus schädigen (siehe Abb. 1 und 2) (5,7).

 
Abb. 1: Zahllose Flimmerhärchen auf der gesunden Schleimhaut der Atemwege transportieren dünnfl üssigen Schleim mitsamt Partikeln und pathogener Keime kontinuierlich in Richtung Rachen. (Bildquelle: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG)
Flimmerhärchen auf der gesunden Schleimhaut
 
Abb. 2: Akute Infekte beeinträchtigen den Selbstreinigungsmechanismus der Atemwege, das Sekret wird zäh und der Sekretfl uss gerät ins Stocken. (Bildquelle: G. Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG)
Sekret der Atemwege gerät ins Stocken



2. Bronchitiden & COPD
2.1. Akute Bronchitis
Eine akute Bronchitis tritt häufig im Rahmen einer ­Erkältungskrankheit auf. Ursache sind in den meisten Fällen Infektionen mit Viren wie Adeno-, Rhino-, Influenza-, Parainfluenza-, Corona-, Coxsackie- und Respiratory-Syncytial-Virus (RSV), aber auch Bakterien können in einigen Fällen nachgewiesen werden. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) empfiehlt – wenn keine Hinweise auf einen abwendbaren gefährlichen Verlauf vorliegen –, vor dem Einsatz weitergehender diagnostischer Verfahren zunächst allgemeine nicht-medikamentöse und medikamentöse Behandlungsempfehlungen zu berücksichtigen und den Verlauf zu beobachten. So reicht der Leitlinie zufolge bei 70 % der Patienten mit akutem Husten eine gute Anamnese zur Diagnosestellung aus (2).

Diese Empfehlung geht konform mit der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP), die bei akutem Husten zunächst auch den anamnestischen Ausschluss von Alarmzeichen wie z. B. Hämoptysen vorsieht (siehe Tabelle 1 und Abb. 3).

 
Tabelle 1


 
Abb. 3: Algorithmus akuter Husten



Die Anamnese sollte dabei unter Einschluss der Berufstätigkeit und etwaiger Umweltbelastungen erhoben werden, außerdem sollte eine körperliche Untersuchung zum Ausschluss anderer Ursachen wie Pneumonie, akuter Linksherzinsuffizienz oder inhalativer Intoxikationen durchgeführt werden (7).

Einen Hinweis auf einen möglichen bakteriellen Infekt gibt ein gelb/grün gefärbter Auswurf, die exakte Differenzierung zwischen viralen und bakteriellen Infekten auf Basis klinischer Merkmale ist meist jedoch nicht sicher möglich (7).

Ein akuter Husten im Rahmen einer Erkältung oder einer akuten Bronchitis/Sinusitis heilt in der Regel auch ohne spezifische medikamentöse Therapie folgenlos aus (2). Die Dauer des Hustens beträgt der existierenden Studienlage zufolge im Durchschnitt 17,8 Tage, die individuelle Wahrnehmung der Patienten kann dabei von der tatsächlichen Dauer deutlich abweichen (8). Bei subakutem Husten (Dauer über zwei bis acht Wochen) sollten gemäß DGP-Leitlinie wie beim akuten Husten Alarmzeichen anamnestisch ausgeschlossen werden und eine Anamnese sowie eine körperliche Untersuchung durchgeführt werden (siehe Abb. 4).

Eine Verlaufskontrolle wird nach vier bis sechs Wochen empfohlen (7).

 
Abb. 4: Algorithmus subakuter Husten



2.2. Chronische Bronchitis
Bei Raucheranamnese und lang anhaltendem Husten mit Auswurf besteht der Verdacht auf eine chronische Bronchitis. Weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer chronischen Bronchitis sind die (berufliche) Exposition gegenüber chemischen Noxen und organischen Stäuben sowie das Passivrauchen (2). Unterschieden werden eine „unkomplizierte“ nicht-obstruktive und eine obstruktive Form – die COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease).

In Übereinstimmung mit der WHO-Definition liegt der DEGAM-Leit­linie zufolge eine chronische Bronchitis vor, wenn Husten und Auswurf bzw. vermehrte Schleimsekretion an den meisten Tagen der Woche über mindestens drei Monate während der letzten zwei Jahre vorlagen. Zum Ausschluss anderer zugrunde liegender Erkrankungen (z. B. Lungentumoren oder Tuberkulose) sowie zur Verlaufskontrolle wird ein Thoraxröntgen empfohlen (2). Die DGP-Leitlinie sieht vor, die Diagnose chronische Bronchitis auf Basis der Expositionsanamnese sowie der Symp­tome (anhaltender Husten und Auswurf bzw. vermehrte Schleimsekretion) zu stellen (2,7). Zu den Komplikationen einer chronischen Bronchitis gehören Exazerbationen, Lungenemphysem, Corpulmonale, Übergang in eine COPD oder die Entwicklung eines  Bronchialkarzinoms (9).

2.3. COPD
Der Verlauf der COPD ist durch eine irreversible und zumeist progrediente Atemwegsobstruktion gekennzeichnet. Im Vordergrund der Beschwerden stehen Belastungsdyspnoe, Husten und Auswurf (10,11). Patienten mit einer COPD haben meist eine deutlich eingeschränkte Lebensqualität – insbesondere bei fortgeschrittener Erkrankung (12). Ein wichtiger Faktor der reduzierten Lebensqualität ist der ständige Husten, hinzu kommen eine verminderte Lungenfunktion (bestimmt als FEV1 [Einsekundenkapazität]), Dyspnoe und Exazerbationen (12,13).

Zu den Risikofaktoren für eine COPD gehören genuine Faktoren wie genetische Prädisposition (z. B. Alpha-1-Protease-Inhibitor-Mangel), bronchiale Hyperreaktivität (Asthma) und Störungen des Lungenwachstums. Bei den exogenen Faktoren steht das Rauchen (auch passiv) im Vordergrund. Aber auch andere inhalative Noxen, negative intrauterine und frühkindliche Einflüsse, Atemwegsinfektionen in der Kindheit und Tuberkulose können eine COPD begünstigen. Darüber hinaus spielt der sozioökonomische Status eine Rolle (10,11).

Die Diagnose einer COPD wird anhand der Anamnese (einschließlich Expositionsanamnese), charakteristischer Symptome sowie der Lungenfunktionsprüfung gestellt (10). Eine weitere Charakterisierung der individuellen Erkrankung des Patienten sollte durch Ganzkörperplethys­mo­graphie (GKP), Blutgasanalyse (BGA), Diffusionskapazität für Kohlenmonoxid (DLCO), Bildgebung und standardisierte Belastungstests erfolgen (10).


3. Husten: Gemeinsames Symptom bei akuter und chronischer Bronchitis sowie COPD
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen trockenem und produktivem Husten. Bei trockenem Husten leiden die Patienten unter einem unproduktiven Reizhusten bzw. einem Husten mit geringen Sekretmengen. Von einem produktiven Husten spricht man dagegen bei einer Sekretproduktion von mindestens 30 ml (entsprechend zwei Esslöffeln) in 24 Stunden. Die Einschätzung der Sputummenge ist jedoch schwierig, da sie vom Patienten häufig überschätzt wird (7).

Hustenattacken können einen erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden haben und mit Komplikationen wie z. B. Erbrechen, ­Kopfschmerzen, Herzrhythmusstörungen sowie Frakturen der Rippen einhergehen (2,7,14). Studienergebnisse legen darüber hinaus nahe, dass einige Viren das Potenzial haben, über eine Aktivierung inflammatorischer Mediatoren oder mechanisch durch Reizung sensorischer Nerven so zu modulieren, dass der Hustenreiz nach Abklingen des Infektes über längere Zeit bestehen bleibt (15).


4. Pro- und antitussiv – die prinzipiellen Optionen der Hustentherapie
Die frühzeitige Therapie einer akuten Bronchitis dient der Linderung der Beschwerden. Dies sieht auch die DEGAM-Leitlinie so: „Eine Medikation kann, wenn vom Patienten eine medikamentöse Behandlung gewünscht wird, zur Linderung von Beschwerden beitragen.“(2) Bei ­einer chronischen Bronchitis steht therapeutisch die Vermeidung von Exazerbationen im Vordergrund. Dies gilt insbesondere für die COPD, da Exazerbationen bei diesen Patienten mit einer deutlich verschlechterten Prognose einhergehen (10).

Zur Therapie von Husten als Symptom stehen zwei prinzipielle Optionen zur Verfügung – unabhängig davon, ob der Husten akut, sub­akut oder chronisch ist: die protussive (husten- bzw. expektorationsfördernde) und die antitussive (hustendämpfende) Therapie (7).

Die Mehrzahl der Patienten, die wegen Husten einen Arzt konsultieren, leidet unter unproduktivem Reizhusten bzw. an Husten mit geringen Sekretmengen (7). Diese Patienten können mit Hustenstillern behandelt werden, wenn es wie im Fall von Erkältungsinfekten oder viral bedingten Bronchitiden keine bzw. keine rasche und effektive kausale Therapie gibt (7). Eine antitussive Therapie wird ansonsten im Allgemeinen nicht empfohlen, allenfalls zur Symptomlinderung in der Nacht (7). Unterschieden werden Antitussiva, die am Hustenrezeptor bzw. am Reflexbogen wirken, zentral wirkende Antitussiva ­(Opioide/­Nichtopioide) und am Effektororgan wirkende Hustenstiller (Muskelrelaxanzien) (7).

Die protussive Therapie zielt darauf ab, bei produktivem Husten die Sekretion von Bronchialflüssigkeit zu fördern und/oder die Viskosität eines verfestigten Bronchialsekrets zu senken (2). So sollen die bronchiale Reinigung erleichtert, die Hustenrezeptoren entlastet und der Hustenreiz gelindert werden (7). Das erleichterte Abhusten von Sekret steht bei der Behandlung aller Erkrankungen im Vordergrund, die mit einer ­Sekretretention einhergehen – beispielsweise bei einer COPD (7).

Zum Einsatz kommen in der protussiven Therapie Expektoranzien, die in Sekretolytika (erhöhen das Sekretvolumen) und Mukolytika (setzen die Viskosität des Schleims herab) eingeteilt werden (7). Neben chemisch definierten Expektoranzien stehen auch Phytotherapeutika zur Behandlung des Hustens zur Verfügung.


5. Medikamentöse Therapie mit definierten Substanzen
5.1. Allgemeine medikamentöse Behandlung bei akuter Bronchitis
Für die allgemeine medikamentöse Therapie der akuten Bronchitis sieht die Leitlinie der DEGAM Analgetika wie z. B. Paracetamol oder Ibuprofen zur Linderung von Kopf- und Gliederschmerzen vor (2). Antitussiva können bei nicht-produktivem, quälendem Reizhusten den Nachtschlaf verbessern, sollten bei einem Infekt jedoch nur in Ausnahmefällen angewendet werden (max. 14 Tage). Abschwellende Nasentropfen/-sprays, die z. B. Oxymetazolin oder Xylometazolin enthalten, sollten nicht länger als eine Woche genutzt werden. Dabei wird die Nutzung Benzalkoniumchlorid-freier Präparate empfohlen. Zum Einsatz kommen neben chemisch definierten Substanzen eine Reihe an Phytopharmaka: Die DEGAM nennt hier Präparate mit Myrtol (alte Wirkstoffbezeichnung für das Spezialdestillat ELOM-080), Pelargonium sidoides und Echinacea sowie Kombinationen aus Thymian und Efeu bzw. Thymian und Primelwurzel (siehe auch Abschnitt 6.) (2).

Da hinter einer akuten Bronchitis in den meisten Fällen eine ­Virusinfektion steckt, ist bei unkomplizierten Verläufen keine antibiotische Therapie indiziert. Sie bringt nur eine marginale Erleichterung der Symptome sowie eine geringe Verkürzung der Krankheitsdauer. Dem stehen die möglichen Nebenwirkungen und die Gefahr von Resistenzentwicklungen gegenüber. Trotzdem werden bei akuten Atemwegsinfekten immer noch häufig Antibiotika verordnet, was insbesondere mit Blick auf die starke weltweite Zunahme an resistenten Bakterienstämmen problematisch ist. Die antibiotische Behandlung bei Erwachsenen mit unkomplizierter akuter Bronchitis lässt sich durch gezielte Informationen (z. B. Abgabe von kurzen schriftlichen Informationen, sogenannten Infozepten) reduzieren (2).

Ein aktuelles Review legt außerdem nahe, dass ELOM-080 eine gut verträgliche und sichere Alternative zu Antibiotika sein kann. Hintergrund sind die vielfältigen Effekte des Phytopharmakons, darunter auch die antimikrobielle Aktivität (siehe Abschnitt 6.1). Nach Ansicht der Autoren kann das Spezialdestillat ELOM-080 insbesondere bei Atemwegserkrankungen mit unklarer Genese als therapeutische ­Option anstelle von Antibiotika angesehen werden (16).

5.2. Allgemeine medikamentöse Behandlung bei chronischer Bronchitis
Ein Cochrane-Review zeigt, dass Mukolytika bei chronischer Bronchitis offenbar die Anzahl an Exazerbationen sowie von Arbeitsunfähigkeits­tagen vor allem im Winter reduzieren können. Ansonsten ist die Effektivität von Expektoranzien wie Acetylcystein oder Ambroxol schwer beurteilbar, da widersprüchliche Daten vorliegen (2). Antitussiva sind zur Behandlung einer chronischen Bronchitis indiziert bei quälendem, nächtlichem Reizhusten. Sie sollten aber nicht angewendet werden bei produktivem Husten, insbesondere nicht bei vorgeschädigten Lungen – z. B. aufgrund einer zystischen Fibrose (2). Auch bei einer COPD sind Antitussiva nur in Ausnahmefällen indiziert, z. B. zur nächtlichen ­Hustendämpfung in Kombination mit tagsüber angewendeten ­Expektoranzien (7).

5.3. Allgemeine medikamentöse Behandlung bei bei COPD
Bei der leitliniengerechten Therapie der COPD kommen u. a. Bronchodilatatoren, Anticholinergika, Beta-2-Symptathomimetika, Methylxanthine, inhalative und orale Kortikosteroide sowie Phosphodiesterase-4(PDE)-Hemmer zum Einsatz (10).


6. Phytotherapie
Die moderne „rationale Phytotherapie“ folgt den Grundsätzen der evidenzbasierten Medizin: Ausgangsstoffe und Herstellungsprozesse sind standardisiert, die Indikationen exakt definiert und man geht von einer pharmakologischen Dosis-Wirkungs-Beziehung aus.17 In vielen Indikationsbereichen liegen außerdem umfangreiche klinische ­Studien vor. Diese moderne Herangehensweise an die Pflanzenheilkunde stimmt mit der Sichtweise der Europäischen Arzneimittelagentur EMA (European Medicines Agency) überein: Für eine Zulassung durch die Europäische Kommission müssen Phytopharmaka die gleichen Anforderungen in Bezug auf Wirksamkeit und Sicherheit erfüllen wie chemisch definierte Arzneimittel.18 Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel zählen nicht zu den Phytopharmaka (17).

Folgerichtig haben Phytopharmaka in eine Reihe von Leitlinien Eingang gefunden – im Bereich Atemwegserkrankungen sind dies ­beispielsweise die DEGAM-Leitlinie zur Behandlung von Husten (AWMF-Registernummer 053/013) (1), die DGP-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit akutem und chronischem Husten (AWMF-Registernummer 020/003)(7), die Leitlinie Rhinosinusitis von DGHNO-KHC (Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie e.V.) und DEGAM (AWMF-Registernummer 017/049 und 053-012)19 sowie die Nationalen Versorgungsleitlinien für Asthma und COPD (11,20). Aber auch bei Patienten stehen Phytopharmaka hoch im Kurs: Mehr als 80 % der Bevölkerung sind der Meinung, dass die pflanzlichen Arzneien gut wirksam sind, jeder Zweite lobt sie wegen ihrer geringen Nebenwirkungen (21).

Phytotherapeutika sind Vielstoffgemische, bei denen der Wirkstoffgehalt und damit die Wirkung von zahlreichen Faktoren abhängt, darunter von der Herkunft der verwendeten Pflanzen (Wachstums- und Erntebedingungen), den verwendeten Teilen der Pflanze, der Extraktionsmethode, der Standardisierung der Extrakte und dem Herstellungsverfahren der Fertigarzneimittel. Das ist der Grund, warum verschiedene Extrakte aus der gleichen Pflanze nicht untereinander austauschbar sind und in Studien unterschiedliche Ergebnisse erzielen können. Studien­ergebnisse gelten deshalb in vollem Umfang nur für das untersuchte Präparat und nicht für die untersuchte(n) Pflanze(n).

In der Indikation Husten nennt die DGP-Leitlinie mehrere Phytotherapeutika, für die in randomisierten placebokontrollierten Studien positive Effekte auf die Dauer und Intensität des akuten Hustens bei Erkältungskrankheiten belegt wurden. Hierzu gehören Präparate mit Cineol und Myrtol (alte Wirkstoffbezeichnung für das Spezialdestillat ELOM-080) sowie mit Extrakten aus Efeu und ­Pelargonium sidoides. Außerdem liegen Studiendaten für Kombinationspräparate mit Efeu- und Thymian-Extrakt sowie Primelwurzel- und Thymian-Extrakt vor. Die Datenlage für diese Phytotherapeutika ist der Leitlinie zufolge häufig besser als für synthetische Expektoranzien (7). So belegen beispielsweise randomisierte kontrollierte Studien die Wirksamkeit und Verträglichkeit von ELOM-080 bei Atemwegsinfekten mit Leitsymptomen wie Husten, nasaler Obstruktion sowie Gesichts- und Druckkopfschmerz (22-25).

6.1. Phytotherapie bei akuter Bronchitis
Aufgrund der Datenlage können Phytopharmaka eine effektive und verträgliche Option zur Behandlung von Husten, dem Leitsymptom ­einer akuten Bronchitis sein. So empfehlen sowohl DGP als auch ­DEGAM den Einsatz von Phytotherapie zur Symptomlinderung bei akuter Bronchitis bzw. akutem Husten (2,7): Die Phytotherapeutika haben komplexe, in präklinischen Studien geprüfte Wirkungen, darunter sekretolytische, antientzündliche, antitussive und antimikrobielle ­Effekte (7). In klinischen Studien konnten Präparate mit ELOM-080 die Anzahl an Hustenattacken vermindern (25). Für Thymian/Efeu- bzw. Thymian/Primelwurzel-Präparate konnte klinisch gezeigt werden, dass sie Hustensymptome lindern – bestimmt als Verminderung des Bronchitis Severity Scores (BSS). Auch für Zubereitungen von Pelargonium sidoides konnte eine Reduktion des BSS gezeigt werden. Für echinaceahaltige Präparate gibt es Hinweise auf eine mögliche Wirkung, wenn sie frühzeitig zur Behandlung einer beginnenden Erkältungssymptomatik eingesetzt werden (2).

Eine umfangreiche Datenlage gibt es zu ELOM-080*, dem Spezial­destillat aus rektifiziertem Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronenöl. Das Wirkprofil von ELOM-080 umfasst sekretolytische, mukolytische, sekretomotorische, antiinflammatorische, antioxidative**, antimikrobielle und bronchospasmolytische** Eigenschaften (26-34). Von besonderer Relevanz erscheinen die daraus resultierenden positiven Einflüsse auf die mukoziliäre Clearance: ELOM-080 trägt zur ­Verflüssigung des Sekrets bei und steigert die Schlagfrequenz der Zilien (29). Die unterschiedlichen Wirkmechanismen von ELOM-080 greifen ­synergistisch ineinander und führen insgesamt zu einer effektiven Symp­tomlinderung bei akuter und chronischer Bronchitis und Sinusitis (35).

Eine aktuelle Übersichtsarbeit unterstreicht, dass das Phytotherapeutikum mit dem Wirkstoff ELOM-080 bei akuten Atemwegsinfekten nicht nur die nasale Obstruktion und die infektbedingten Schmerzen lindert, sondern dass auch der quälende Husten deutlich vermindert wird und die Patienten spürbar besser Luft bekommen. So stellte sich unter der Therapie mit dem Wirkstoff ELOM-080 ein deutlicher Rückgang der Hustenattacken ein (25). Dies ist das Ergebnis einer GCP-konformen, randomisierten, doppelblinden placebokontrollierten Multicenterstudie, in die 413 Patienten mit einer akuten Bronchitis eingeschlossen und über zwei Wochen mit 4 x 300 mg ELOM-080 täglich oder Placebo behandelt wurden. Zielparameter war in dieser Studie vorrangig die Hustensymp­tomatik. Diese wurde vom behandelnden Arzt beurteilt, zusätzlich wurde die tägliche subjektive Einschätzung des Hustens durch den Patienten erfasst. Unter der Therapie mit ELOM-080 ­konnte eine schnellere und ­signifikante Reduktion der Hustenattacken erzielt werden: Die ­Hustenanfälle pro Tag waren in der Verumgruppe nach einer Woche im Vergleich zum Ausgangswert um 62,1 % reduziert, während der Rückgang in der Placebogruppe lediglich 49,8 % betrug. Darüber hinaus wurde der Schlaf der ELOM-080-behandelten Patienten seltener durch nächtliche ­Hustenanfälle gestört (25).

Am Ende der ersten Behandlungswoche profitierten Patienten der Verum­gruppe mit Blick auf die Anzahl der Hustenattacken von einem Heilungsvorsprung von fünf Tagen gegenüber der Kontrollgruppe ­(siehe Abb. 6). Die Therapie mit ELOM-080 führte zudem zu einer deutlichen Verbesserung des Abhustevermögens. Bezogen auf diesen Parameter ergab sich zum Ende der ersten Behandlungswoche ein Heilungsvorsprung von vier Tagen gegenüber der Gruppe an Patienten, die mit Placebo behandelt wurde (siehe Abb. 7). Insgesamt konnte unter der Therapie mit ELOM-080 im Vergleich zu Placebo eine effektivere und stärkere Symptomlinderung nachgewiesen werden, aus der eine Verkürzung der Erkrankungsdauer resultierte (25). Im Vergleich zum natürlichen und unbehandelten Verlauf lässt sich ein überzeugend beschleunigter Heilungsverlauf feststellen. Denn die Leitsymptome akuter Atemwegsinfekte wurden im Vergleich zum natürlichen Verlauf in ihrer Intensität deutlich schneller und ausgeprägter gemindert (35).

 
Abb. 5: Bei den quälenden Hustenattacken zeigte sich zum Ende der ersten Behandlungswoche eine deutliche Reduktion der Hustenattacken unter einer Therapie mit ELOM-080 verglichen mit dem natürlichen Verlauf.
 
Abb. 6: Unter Therapie mit ELOM-080 zeigte sich ein deutlicher Rückgang der Hustenattacken gegenüber der Placebobehandlung. Bereits zum Ende der ersten Behandlungswoche betrug der Heilungsvorsprung gegenüber der Placebogruppe fünf Tage (Pfeil).
 
Abb. 7: Durch die Therapie mit ELOM-080 wurde das Abhustevermögen im Vergleich zur Placebogruppe deutlich verbessert. Zum Ende der ersten Behandlungswoche betrug der Heilungsvorsprung vier Tage gegenüber der Placebogruppe (Pfeil).




6.2. Phytotherapie bei chronischer Bronchitis
Zur Anwendung von ELOM-080 bei Patienten mit einer chronischen Bronchitis liegt eine randomisierte placebokontrollierte Doppelblindstudie vor. 246 Patienten erhielten über mindestens einen Monat ELOM-080 oder Placebo. Die Auswertung nach sechs Monaten zeigt, dass das Phytopharmakon akute Exazerbationen im Winter signifikant reduzieren konnte: 72 % der Patienten unter ELOM-080 erfuhren keine Exazerbation vs. 53 % unter Placebo (p < 0,01). Außerdem war die Intensität der akuten Verschlechterungen unter Verum geringer als unter Placebo. Von den mit ELOM-080 behandelten Patienten benötigten 51,6 % eine Antibiotika-Therapie aufgrund einer Exazerbation, von den Placebopatienten waren es dagegen 61,2 %, und die nötige Dauer der Antibiotika-Therapie war unter ELOM-080 kürzer als unter Placebo. Patienten, die mit dem Phytopharmakon behandelt wurden, profitierten darüber hinaus von einer in geringerem Ausmaß durch Husten und Auswurf beeinträchtigten Lebensqualität. Die unter ELOM-080 erreichten Verbesserungen schätzen die Autoren als klinisch relevant ein (24).

6.3. Phytotherapie bei COPD
Eine post-hoc-Analyse dieser Studie untersuchte diejenigen Patienten, die retrospektiv die Kriterien einer COPD erfüllten. Es zeigte sich, dass auch in diesem Patientenkollektiv unter ELOM-080 insgesamt weniger Exazerbationen auftraten (29 % der Verumpatienten bzw. 55 % der Patienten unter Placebo waren von mindestens einer Exazerbation betroffen). Außerdem war unter ELOM-080 der Anteil an symptomfreien oder mild symptomatischen Patienten höher als unter Placebo. Daraus lässt sich ableiten, dass Phytotherapeutika eine zusätzliche Option (Add-on) sein könnten, um Exazerbationen zu verhindern und die Symptomatik der Betroffenen zu verbessern (36).    

6.4. Grünes Rezept für die Verordnung von Phytopharmaka
Eine Option, Phytopharmaka in der Praxis zu empfehlen, ist deren Verordnung auf dem Grünen Rezept. Versicherte vieler gesetzlicher Krankenkassen haben darüber hinaus die Möglichkeit, sich die  auf dem Grünen Rezept verordneten Phytopharmaka erstatten zu lassen: Bereits seit 2012 dürfen die gesetzlichen Krankenkassen ihren Ver­sicherten ­Kosten für ausgewählte rezeptfreie Medikamente zurückerstatten, wenn diese vom Arzt verordnet wurden. Inzwischen zählt insbesondere die Phytotherapie bei vielen Krankenkassen zu den freiwilligen Satzungsleistungen. Eine Auflistung von Krankenkassen, die Phytopharmaka wie z. B. ­ELOM-080 erstatten, ist im Internet unter ­www.erstattungsfaehigkeit.de zu finden.


7. Nicht-medikamentöse Therapie von chronischer Bronchitis und COPD
Bei chronischen Atemwegserkrankungen kommt nicht-medikamentösen Optionen zusätzlich zur Pharmakotherapie eine große Bedeutung bei der Symptomkontrolle zu. Im Zentrum steht dabei die Vermeidung inhalativer Noxen – allen voran eine Tabakentwöhnung (10).

Eine physiotherapeutische Atemtherapie kann bei chronischem produktivem, aber ineffektivem Husten sowie bei trockenem Reizhusten zum Einsatz kommen. Ziel der Atemtherapie ist es, zur Erhaltung, Verbesserung und Wiederherstellung einer bestmöglichen Atemfunktion beizutragen (37). Im ambulanten Bereich können die Patienten – ggf. unter Anleitung des Atemphysiotherapeuten – geeignete Maßnahmen erlernen und selbstständig durchführen. Häufig werden hierzu patienteneigene Atemphysiotherapiegeräte verwendet (7).

So können Patienten beispielsweise eine als „Huffing“ bezeichnete ­Sekreteliminationstechnik erlernen. Dabei wird bei offener Glottis und offenem Mund sehr schnell und forciert ausgeatmet. Das Aussparen der Kompressionsphase führt zu einem wesentlich geringeren transpulmonalen Druck im Vergleich zum Husten (10, 37). Um das Tracheobronchiallumen zu stabilisieren, können Ausatemtechniken gegen Widerstände zum Einsatz kommen – u. a. die „Lippenbremse“ oder Strohhalmstücke. Um den positiven exspiratorischen Druck (PEP) aufzubauen, stehen darüber hinaus auch handliche PEP-Atemtherapiegeräte zur Verfügung, die potenziell in der Lage sind, Bronchialverschlüsse durch eine Instabilität der Bronchialwände zu verhindern oder zumindest zu verringern. Außerdem kann durch den Überdruck und die nachfolgende Erweiterung der Bronchien Sekret von den Bronchialwänden gelöst und mittels Huffing aus dem Bronchialbaum entfernt werden. PEP-Atemtherapiegeräte können zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen frei von Budgets und Richtgrößen verordnet werden (38).

Weitere nicht-medikamentöse Maßnahmen bei einer COPD können Ergotherapie, Ernährungsberatung, soziale Betreuung sowie psychosoziale Beratung und Therapie sein.


 
Prof. Dr. Adrian Gillissen

Facharzt für Pneumologie und Allergologie,
Direktor der Ermstal klinik Reutlingen-Bad Urach und
Leiter des fachpneumologischen Kompetenzzentrums
der Kreiskliniken Reutlingen, Mitglied im Kompetenz-Kolleg United Airways

* ELOM-080 enthalten in GeloMyrtol® forte
** Ergebnisse präklinischer Studien

Prof. Dr. Adrian Gillissen, Reutlingen

Test zu diesem Artikel starten

(Der Test zu diesem Artikel steht Ihnen zur Verfügung bis 16.01.2021)

Literatur:

(1) https://www.gesundheitsinformation.de/erkaeltung.2642.de.html; letzter Abruf: 27.08.2019
(2) Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) Nr. 11 – Husten, AWMF-Register-Nr. 053/013
(3) https://www.lungenaerzte-im-netz.de/unsere-atemwege/aufbau/; letzter Abruf: 27.08.2019
(4) Passalacqua G et al. Thorax 2000; 55 (Suppl 2): S26-27
(5) Purushothama V et al. Baron S (Editor), Medical Microbiology, 4th edition, 1996
(6) Bustamente-Marin X, Ostrowski LE. Cold Spring Harb Perspect Biol 2017; 9: a028241
(7) Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin zur Diagnostik und Therapie von erwachsenen Patienten mit Husten. Pneumologie 2019; 73: 143-180
(8) Ebell MH et al. Ann Fam Med 2013; 11: 5-13
(9) https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/husten-chronisch/auswirkungen-komplikationen/ letzter Abruf: 27.08.2019
(10) Leitlinie zur Diagnostik und Therapie von Patienten mit chronisch obstruktiver Bronchitis und Lungenemphysem (COPD). Pneumologie 2018; 72: 253-308
(11) Abholz H et al. Nationale Versorgungsleitlinie COPD (Langfassung). 2012. p. 1-100; AWMF-Registernummer nvl/003
(12) Balcells E et al. Health and Quality of Life Outcomes 2010; 8: 108
(13) Deslee G. International Journal of COPD 2016; 11: 2091-2097
(14) Sano A et al. Asian Cardiovasc Thorac Ann 2015; 23 (8): 958-960
(15) Undem BJ et al. Pulm Pharmacol Ther 2015; 33: 52-56
(16) Paparoupa M et al. Pharmacogn Reviews 2016; 10 (20): 143-146
(17) Klose P et al. Forsch Komplementmed 2014; 21: 388-400
(18) https://www.ema.europa.eu/en/human-regulatory/herbal-medicinal-products; letzter Abruf: 28.08.2019
(19) Leitlinie Rhinosinusitis von DGHNO-KHC und DEGAM, AWMF-Registernummer 017/049 und 053-012
(20) Nationale Versorgungsleitlinie Asthma 2018; AWMF-Registernummer nvl-002
(21) Nieber Z. Phytother 2014; 35 (05): 207
(22) Matthys H et al. Arzneimittelforschung 2000; 59 (8): 700-711
(23) Federspil P et al. Laryngo-Rhino-Otol 1997; 76 (1): 23-27
(24) Meister R et al. Arzneimittelforschung 1999; 49 (4): 351-358
(25) Gillissen A. Drug Res 2013; 63 (1): 19-27
(26) App EM. In: Entzündliche Erkrankungen des Bronchialsystems. Springer. 2000; p.27-53
(27) Behrbohm H et al. Laryngorhinootologie. 1995; 74 (12): p. 733-737
(28) Begrow F et al. Advances in therapy. 2012; 29 (4): p. 350-358
(29) Lai Y et al. American journal of rhinology & allergy. 2014; 28 (3): p. 244-248
(30) Rantzsch U et al. European Journal of Medical Research. 2009; 14 (Suppl 4): p. 205-209
(31) Cao L et al. Arzneimittelforschung, 2011; 61 (12): p. 685-692
(32) Beuscher N et al. Arzneimittel-Forschung. 1998; 48 (10): p. 985-989
(33) Graßmann J et al. Arzneimittel-Forschung. 2000; 50 (2): p.135-139
(34) Bomblies L et al. In: Wittig T, ed. Myrtol standardized – A Clinical Documentation. 1st English edition, 2005; p. 42-43
(35) Söllner B. Journal Pharmakol u Ther 2018; 5-6: 142-146
(36) Beeh KM et al. Int J Chron Obstruct Pulmon Dis 2016; 11: 2877-2884
(37) Weise S et al. Empfehlungen zur physiotherapeutischen Atemtherapie. 2. Aufl. Oberhaching/München: Dustri Verlag Dr. Karl Feistle; 2008
(38) https://www.rehadat-gkv.de/produkt/index.html?pgnr=14&aonr=24&ugnr=8&produktId=14.24.08.0007&page=1&size=50; letzter Abruf: 16.09.2019


Das könnte Sie auch interessieren

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2

Steigende Zahl älterer Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2
© Robert Kneschke / Fotolia.com

Aktuell sind in Deutschland rund 17 Millionen Menschen älter als 65 Jahre. Die Zahl wird aufgrund der sich verändernden Altersstruktur auf voraussichtlich 22 Millionen im Jahr 2030 anwachsen. Die Anzahl der Hochbetagten (80 Jahre und älter) wird von derzeit vier Millionen auf sechs Millionen im Jahr 2030 ansteigen. Gleichzeitig erkranken immer mehr Menschen an Diabetes Typ 2, so dass Diabetologinnen und Diabetologen sowie Pflegende künftig viele geriatrische Patienten mit Diabetes versorgen werden: Es ist davon auszugehen, dass in Deutschland derzeit rund vier Millionen...

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln

Wenn das Herz stockt: Herzinfarkt erkennen und behandeln
© psdesign1 - stock.adobe.com

Nach wie vor stellen Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems in Deutschland die häufigste Todesursache dar. Dennoch lässt sich in den vergangenen Jahren ein deutlicher Mortalitätsrückgang verzeichnen. Laut Deutschem Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e. V. ist die Zahl der Todesfälle rückläufig und hat sich seit dem Jahr 1980 sogar halbiert. „Aufgrund der guten Notfallversorgung können wir viele Patienten schnell und zielgerichtet behandeln“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Wolfgang Fehske, Chefarzt der Kardiologie und Inneren Medizin...

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?

Plötzlicher Blutdruck-Anstieg: Wann den Notarzt (112) rufen?
© JPC-PROD / Fotolia.com

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist die wichtigste Vorsorgemaßnahme, um die schwerwiegenden Folgen eines unbehandelten Bluthochdrucks wie Schlaganfall, Herzinfarkt, Herzschwäche, Vorhofflimmern oder Nierenschädigung zu verhindern. Besonders problematisch ist es, wenn der Blutdruck plötzlich ansteigt und Werte in Ruhe z. B. von 190-200 mmHg (oberer Wert) oder mehr erreicht. Für Patienten entscheidend für das weitere Vorgehen in dieser beunruhigenden Situation ist, ob der hohe Blutdruck nur mit geringfügigen Missempfindungen wie Gesichtsröte,...

Was Eltern über Zöliakie wissen sollten

Was Eltern über Zöliakie wissen sollten
© J.Mühlbauer exclus. / fotolia.com

„Zöliakie?? Keine Angst!“, heißt es auf einem Informations-Portal, das seit Kurzem online kostenlos zur Verfügung steht. Der von der Stiftung Kindergesundheit gemeinsam mit dem Dr. von Haunerschen Kinderspital der LMU München erarbeitete Online-Kurs www.zoeliakie-verstehen.de bildet den maßgeblichen Teil des EU-Projekts Focus IN CD (Fokus auf Zöliakie). Das Lernprogramm soll Betroffenen aktuelles und umfassendes Wissen zu Zöliakie bieten und medizinisches „Fachchinesich“ anschaulich erklären. Ein weiterer Kurs für...

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern

Verbraucherschutz: Blei und Cadmium in Modeschmuck, Pestizide in Kräutern
© Alexander Raths / Fotolia.com

Erneut gerieten preiswerte Modeschmuckartikel ins Visier der Überwachungsbehörden. Nachdem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) im vergangenen Jahr auf die erhöhten Nickelgehalte in den untersuchten Proben hingewiesen hatte, kritisierte das Bundesamt die Funde von Blei und Cadmium oberhalb der geltenden Grenzwerte. BVL-Präsident Helmut Tschiersky stellte dazu fest: „Die Hersteller und Importeure von Modeschmuck müssen eindeutig mehr tun, um Gesundheitsrisiken zu vermeiden.“ Nach mehreren Einzelfunden von preiswertem...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Akute und chronische Bronchitis"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).
  • Trump bricht US-Beziehung zur WHO ab – Weil er die WHO neben China als verantwortlich für die SARS-CoV-2-Pandemie erachtet, hat der US-Präsident den Austritt der USA aus der WHO beschlossen (dpa, 30.05.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden