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CME-Artikel

02. Dezember 2019
Seite 2/6

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Basistext


Diabetes mellitus Typ 2

In Deutschland sind gegenwärtig mehr als sieben Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt, die meisten von ihnen (>95 %) an Diabetes mellitus Typ 2 (15). Diese Menschen weisen grundsätzlich ein höheres  Risiko für kardiale, mikrovaskuläre und zerebrovaskuläre Komplikationen auf. Allerdings ist diese Stoffwechselkrankheit – auch im Zusammenhang mit dem metabolischen Syndrom – bei Frauen mit einem  höheren kardiovaskulären Risiko assoziiert als bei Männern (16,17). Bei älteren Patientinnen zeigt sich eine signifi kante und klinisch relevante Assoziation zwischen Hyperglykämie (gemessen anhand des HbA1c-Wertes) und kardiovaskulären Erkrankungen. Im Stadium des Prädiabetes ist es wichtig zu beachten, dass Männer häufiger als Frauen abnorme Nüchternglukosewerte aufweisen, während umgekehrt Frauen häufiger eine gestörte Glukosetoleranz aufweisen (18,19). Patientinnen sollten daher frühzeitig mittels Glukose-Toleranztest untersucht werden. Eine reine Nüchtern-Blutzuckermessung reicht bei ihnen zur Diagnosestellung häufig nicht aus.

Hyperlipidämie

Die hormonellen Veränderungen der Menopause beeinflussen auch das Lipidprofil von Frauen (20). Perimenopausal kommt es einerseits zu einem signifikanten Anstieg der Serumkonzentrationen von Gesamt-Cholesterin, LDL und Triglyceriden. Gleichzeitig nimmt die HDL-Konzentration deutlich ab. Es ist davon auszugehen, dass diese atherogenen Lipidveränderungen mit dem erhöhten kardiovaskulären Risiko bei postmenopausalen Frauen assoziiert sind.

Adipositas

In den letzten Jahren hat die Prävalenz von Übergewicht und Adipositas weltweit zugenommen. In Deutschland sind etwa 18 % der Erwachsenen adipös (BMI > 30 kg/m2) – mit höherer Prävalenz im Alter (21). Ergebnisse aus genomweiten Assoziationsstudien weisen darauf hin, dass genetische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankung spielen. Geschlechterspezifische Unterschiede zeigen sich hier vor allem hinsichtlich der Fettverteilung. So haben Männer größere Anteile an viszeralem Fettgewebe als (prämenopausale) Frauen (22). Dieses Fettgewebe ist stark mit dem metabolischen Syndrom assoziiert. Der weibliche Körper hingegen enthält mehr subkutanes Fettgewebe, das auf das metabolische Syndrom protektiv wirkt und mit weniger Glukosedysregulation verbunden ist (22). Unter Kalorienrestriktion zeigt sich, dass es bei Männern zu einer deutlich stärkeren Abnahme von viszeralem Fettgewebe kommt als bei Frauen (22).

Nikotinabusus

Insgesamt hat die Zahl der Raucherinnen und Raucher in Deutschland seit der Jahrtausendwende abgenommen (23). Dabei ist der Anteil der Raucherinnen in jeder Altersgruppe geringer als der Anteil der Raucher (23). Dies trifft auch für Menschen mit starkem Nikotinkonsum zu (≥ 20 Zigaretten/Tag) (23). Allerdings scheint bei Frauen das Suchtpotenzial höher zu sein und ein Nikotinentzug fällt ihnen oft viel schwerer (24). Grund dafür ist nicht zuletzt die noch immer verbreitete Vorstellung, dass Rauchen schlank mache. Die Sorge vor einer Gewichtszunahme spielt daher für Frauen im Kontext eines Nikotinentzugs eine wichtige Rolle. Zu beachten ist bei Frauen außerdem, dass sie empfindlicher auf die Schadstoffbelastungen durch das Rauchen und das Passivrauchen zu reagieren scheinen als Männer (24).

Rauchen schränkt bei Frauen dosisabhängig die Wirkung von endogenem und exogenem Estrogen ein (25). Folglich kann das Rauchen den Menstruationszyklus und die Fruchtbarkeit beeinflussen und ist mit einem früheren Eintritt der Menopause assoziiert. Die ­eingeschränkte Estrogenwirkung geht – zusätzlich zum höheren kardiovaskulären ­Risiko – mit einem höheren Risiko für Osteoporose einher (25).
 

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