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CME-Artikel
26. April 2021
Seite 1/4

Vorwarnung (Urgent Low Soon, ULS), Warnungen und Hypo-Sicherheitsalarm

(Der Test zu diesem Artikel steht Ihnen zur Verfügung ab 26.05.2021)

Diese CME-zertifizierte Fortbildung behandelt die Einhaltung definierter Glukosezielbereiche bei Typ-1-Diabetes-Patienten mittels kontinuierlicher Gewebeglukosemessung in Echtzeit (rtCGM).
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Vordringliches Ziel bei der Behandlung von Menschen mit Diabetes ist das Verhindern von Akutkomplikationen und Spätfolgen einer nicht ausreichenden glykämischen Kontrolle. Insbesondere bei Patienten mit einer intensivierten Insulintherapie (ICT) können Systeme zur kontinuierlichen Gewebeglukosemessung in Echtzeit (real-time Continuous Glucose Monitoring, rtCGM) hilfreich sein. Moderne Systeme bieten dabei nicht nur eine Hoch- oder Niedrigwarnung, sondern auch die Möglichkeit weitere Warnungen oder auch Alarmpläne einzustellen. Diese Funktionen helfen den Anwendern im Alltag stabilere Glukoseverläufe zu erreichen – für mehr Lebensqualität und weniger Folgeerkrankungen.

Typ-1-Diabetes: Disease-Management-Programme beziehen rtCGM-Systeme ein

Ziel der Disease-Management-Programme (DMP) ist es, den sektorenübergreifenden Behandlungsablauf und die Qualität der medizinischen Versorgung von chronisch kranken Menschen zu verbessern. 225 000 der etwa 300 000 Menschen mit Typ-1-Diabetes in Deutschland sind im DMP-Programm eingeschrieben.1 Die definierten Qualitätsziele wurden 2018 noch verfehlt: 20,4 % der Teilnehmer erreichten einen HbA1c-Wert von > 8,5 % anstelle der angestrebten höchstens 10 % der Teilnehmer (Zielwert ≤ 10 %, Abb. 1 oben). Auch den individuell vereinbarten HbA1c-Zielwert erreicht mit 51,3 % nur etwa die Hälfte aller im DMP eingeschriebenen Patienten, als Ziel ist aber ein hoher Anteil an Teilnehmern formuliert (Abb. 1).2
 
Abb.1: Die Qualitätszielerreichung 2018 für das Disease-Management-Programm Diabetes mellitus Typ 1 zeigt weiteres Verbesserungspotenzial.2
Qualitätszielerreichung 2018 Disease-Management-Programm Diabetes mellitus Typ 1

Um die Situation zu verbessern, hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) 2020 Änderungen3 vorgenommen. Eine altersstratifizierte Betrachtung des HbA1c-Wertes wird empfohlen (maximal 20 % der Teilnehmer bis 30 Jahre und 10 % über 30 Jahre mit HbA1c > 8,5 %).4 Aktualisiert wurde auch die individuelle Therapieplanung, deren oberstes Ziel die Einstellung auf einen „normnahen“ Glukosewert (bei Erwachsenen ein HbA1c-Wert ≤ 7,5 % [≤ 58 mmol/mol]) ist; Hypo- und Hyperglykämien sollen damit reduziert und idealerweise vermieden werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist hierfür eine kontinuierliche Glukosemessung mithilfe von rtCGM-Systemen möglich.1 Als Grundlage für den Einsatz des kontinuierlichen Glukosemonitorings konstatiert der G-BA, dass damit eine bessere Blutzuckerkontrolle erreicht und so die Stoffwechselkontrolle insgesamt optimiert werden kann.5

1. Die Basis: rtCGM – was ist das?

Der G-BA definiert rtCGM folgendermaßen: „Bei der Intervention der kontinuierlichen interstitiellen Glukosemessung mit Real-Time-Messgeräten (rtCGM) wird mittels eines Sensors kontinuierlich der Glukosegehalt in der interstitiellen Flüssigkeit des Unterhautfettgewebes gemessen. Anschließend überträgt ein mit dem Sensor verbundener Transmitter die Messwerte automatisch an das Empfangsgerät. Es werden kontinuierlich Messwerte und der Trend zum Glukosegehalt ausgegeben. Anhand einer Alarmfunktion mit individuell einstellbaren Grenzwerten warnt das Gerät vor dem Erreichen zu hoher oder zu niedriger Glukosewerte.“5

1.1 Indikation zur Anwendung von rtCGM

Eine Indikation zur Anwendung des rtCGM besteht insbesondere bei Patientinnen und Patienten, die eine intensivierte Insulinbehandlung (ICT) anwenden, trotz Schulung aber ihr individuell festgelegtes Therapieziel zur Stoffwechseleinstellung nicht erreichen können.3 Indiziert ist rtCGM laut G-BA im DMP Diabetes mellitus Typ 1 außerdem nach einer schweren Hypoglykämie oder Ketoazidose: Aufgrund des Risikos der Wiederholung solcher metabolischer Ereignisse ist im Anschluss an die Notfalltherapie zeitnah die Ursache zu klären und bei Bedarf eine Therapie- und /oder Therapiezielanpassung einzuleiten. In dieser Situation ist, sofern noch nicht erfolgt, die Indikation für ein rtCGM zu prüfen.3 Nach dem Beschluss des G-BA ist die Verwendung eines rtCGM darüber hinaus während der Schwangerschaft sinnvoll: Da durch Optimierung der Glukosewerte vor und während der Schwangerschaft die maternalen und fetalen Komplikationen deutlich reduziert werden können, sollte der Patientin der Einsatz eines rtCGMs angeboten werden.3 Dies steht im Einklang mit aktuellen Studienergebnissen, die die Relevanz und Leistungsfähigkeit des Einsatzes von CGM-Systemen im Rahmen der Schwangerschaft bestätigen.6,7

1.2 Verfügbare CGM-Systeme

Derzeit sind in Deutschland folgende Systeme verfügbar, darunter vier rtCGM-Systeme:
  • GlucoMen Day (rtCGM, Hersteller: Berlin Chemie)
  • Guardian™ Connect mit Enlite™ Sensor (rtCGM, Hersteller: Medtronic)
  • Dexcom G6 (rtCGM, Hersteller: Dexcom)
  • Eversense XL (rtCGM, Hersteller: Senseonics)
  • Freestyle Libre 2 (iscCGM, Hersteller: Abbott). Bei diesem FGM-Gerät (Flash Glucose Monitoring) werden die Daten nicht automatisch übermittelt. Der Anwender muss regelmäßig mit einem Lesegerät den Sensor scannen.
  • Minimed 670G und 640G CGM-System (mit Guardian Sensor 3; Hersteller: Medtronic) sowie Medtrum CGM (Hersteller: Medtrum) sind mit einer Insulinpumpe kombiniert
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