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Gesundheitspolitik

20. März 2018 AOK dringt auf Zentralisierung des Krankenhaus-Angebots

Die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) dringen auf eine Zentralisierung des Krankenhaus-Angebots in Deutschland. Die Länder machten von Möglichkeiten für neue Strukturen bisher nur zögerlich Gebrauch, sagte der Chef des AOK-Bundesverbands, Martin Litsch, am Montag in Berlin. Bund und Länder sollten deswegen ein gemeinsames Ziel für 2025 erarbeiten. "Ein deutlicher Schritt wäre es bereits, wenn zukünftig Kliniken mit mehr als 500 Betten nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel in der Krankenhauslandschaft bilden."
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Über die künftige Struktur der derzeit knapp 2.000 Krankenhäuser wird seit längerem diskutiert. Dabei zielen Rufe nach einer Bündelung und stärkeren Spezialisierung auch auf mehr Qualität, wenn Kliniken mit größerer Erfahrung komplexe und planbare Operationen übernehmen.

Laut einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts der AOK nahmen 2015 beispielsweise mehr als 1.000 Krankenhäuser Darmkrebs-Operationen vor – ein Viertel davon aber maximal 17 im Jahr. Würden derartige Eingriffe nur noch in Spezialzentren oder Kliniken mit mindestens 50 OPs pro Jahr gemacht, blieben 385 Häuser übrig. Der mittlere Anfahrtsweg für Patienten würde sich dadurch von acht auf 16 Kilometer verlängern.

Quelle: dpa


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