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Gesundheitspolitik

28. Mai 2019 Ärzte gegen Impfungen in Apotheken

Die Ärzte in Deutschland warnen vor Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Grippe-Impfungen in begrenztem Umfang auch in Apotheken zu ermöglichen. "Impfen ist einfach nicht nur ein Pieks in den Arm", sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery beim Deutschen Ärztetag am Dienstag in Münster. Dazu gehörten vorherige Befragungen und Untersuchungen von Patienten sowie Eingriffsmöglichkeiten bei Zwischenfällen. Die Verantwortung dafür könne auf gar keinen Fall an andere Berufsgruppen wie Apotheker übertragen werden. "Impfen gehört in ärztliche Hand."
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Nach einem Entwurf des Gesundheitsministeriums sollen Krankenkassen Übernahme von Grippe-Impfungen vereinbaren können. Impfpersonal in Apotheken soll von Ärzten geschult werden, es müssen auch geeignete Räume und die nötige Ausstattung vorhanden sein.

Montgomery wandte sich generell gegen Angriffe auf den Arztberuf. Ärzte klagten über zu viel Arbeit, zu wenig Kollegen und dauernde zeitliche Überforderung. Spahns Antwort darauf seien jedoch Vorstöße, die "am Rande ärztlicher Tätigkeit" neue Berufe schafften oder durch Verlagern zentraler Berufsinhalte auf andere an die Professionalität von Ärzten herangingen. Dies zeige sich etwa an Gesetzesplänen zu neuen Ausbildungen für Psychotherapeuten und Hebammen. Gebraucht würden aber mehr Ärzte und dafür mehr Studienplätze und Möglichkeiten zur Weiterbildung. Patienten hätten in einem hoch entwickelten Gesundheitswesen vor allem ein Anrecht auf Ärztinnen und Ärzte.

Quelle: dpa


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