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Gesundheitspolitik

01. Juli 2016 Ärzte nutzen digitale Chancen zum Bürokratieabbau noch zu wenig

Einen Flug buchen, Treffen mit Freunden vereinbaren oder Konzertkarten reservieren - all das wird heute meist online gemacht. "In Zeiten der Digitalisierung sollte es deshalb flächendeckend auch möglich sein, Arztbesuche über PC, Laptop oder Smartphone zu buchen", meint Christian Bredl, Leiter der Techniker Krankenkasse (TK) in Bayern. "Leider machen bisher nur knapp 2% der niedergelassenen Ärzte in Bayern beim Portal "TK-ArztterminOnline" mit."

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Bayern nur an dritter Stelle

Mittlerweile beteiligen sich bundesweit 3.515 Ärzte an "TK-ArztterminOnline". Bayern, das sich gern als Vorreiter im Bereich moderner Technologien sieht, liegt mit 500 teilnehmenden Medizinern nur an dritter Stelle - hinter Berlin (767) und Nordrhein-Westfalen (688).

Bisher sind im Freistaat vor allem die Zahn- und Frauenärzte aktiv. Sie stellen derzeit zusammen etwa die Hälfte der Nutzer. Erst an dritter Stelle folgen 47 Hausärzte, die mitmachen - von mehr als 8.000 in Bayern.

Bürokratieabbau gefordert - aber Digitalisierung kaum genutzt

Oft fordern die Mediziner, Bürokratie im Gesundheitswesen abzubauen. "Hierbei unterstützen wir die Ärzte mit unserem Online-Buchungsportal", erklärt Bredl und appelliert an die rund 30.000 niedergelassenen Ärzte und Zahnärzte in Bayern, dies mehr zu nutzen. Bredl: "Es gibt für die Praxen noch viel Luft nach oben, mit der Digitalisierung Bürokratie abzubauen. Die Infrastruktur hierfür haben wir als Kasse geschaffen."

Aktueller Trend: Jeder zweite Patient will online kommunizieren

Der aktuelle TK-Trendmonitor zeigt deutlich, wo die Reise hingeht: Jeder Zweite will mit dem Haus- oder Facharzt online in Kontakt treten oder tut dies bereits. 98% der Online-Interessierten möchten dabei ihre Terminvereinbarungen über das Internet regeln. "Ärzte sollten sich bei der Form der Kommunikation mehr an den Wünschen ihrer Patienten orientieren", fordert Bredl. "Das hat auch für sie Vorteile."

Arbeitserleichterung in der Praxis durch Onlinebuchung

Ärzte, die sich für die Online-Terminbuchung interessieren, können an einer Förderstudie der TK teilnehmen. 2013 und 2014 haben bereits 517 Ärzte ihre Erfahrungen in Fragebögen dokumentiert. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Ärzte bewerteten die Online-Terminbuchung als Arbeitserleichterung für das Praxisteam. Ebenso viele bestätigten, dass dieser digitale Service gut bei ihren Patienten ankommt. Vier von fünf Ärzten würden die Online-Terminbuchung weiterempfehlen.

Für Ärzte hat die TK das Portal "ArztterminOnline" mit Informationsfilm, technischen Hinweisen, häufigsten Fragen und Teilnahmeerklärung zur Förderstudie unter www.tk.de/tk/504748 eingerichtet. Das TK-Patienten-Portal finden Sie unter www.tk.de/tk/566222.

Quelle: Techniker Krankenkasse Bayern


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