Dienstag, 15. Oktober 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

24. Juli 2019 Hartmannbund: Chancen zur Entlastung von Ärzten nicht verspielen

Der Hartmannbund hat die am Konflikt um die Notfallreform beteiligten Akteure zum konstruktiven Dialog aufgerufen. In einer vom Geschäftsführenden Vorstand des Verbandes verabschiedeten Erklärung heißt es:
Anzeige:
Die Novelle des Notfallgesetzes wird das bisher bestehende System der Versorgung im Notfall – mindestens in wesentlichen Teilen – revolutionär verändern. Hier vollzogene Reformschritte stehen möglicherweise exemplarisch für künftige Veränderungen auch in anderen Versorgungsbereichen. Das nun bevorstehende Gesetzgebungsverfahren ist deshalb auch eine Bewährungsprobe für die betroffenen Player des Gesundheitssystems – allen voran die deutsche Krankenhausgesellschaft auf der einen, KBV und KVen auf der anderen Seite. Denn Chancen für Modifikationen des Gesetzentwurfes gibt es – aller Voraussicht nach – nur auf Basis konsentierter Vorschläge. Dafür gilt es, einen konstruktiven Dialog über gemeinsame Lösungsmodelle aufzunehmen.
 
Richtig ist, dass über die Tragfähigkeit und die Umsetzbarkeit einiger Details des Gesetzentwurfes zu diskutieren ist.
Richtig ist aber auch: Wer die aktuellen Einlassungen des Gesundheitsministers verfolgt, dem muss bewusst sein, dass der Gestaltungsspielraum der Selbstverwaltung begrenzt ist. Darauf zu hoffen, hier ohne Kompromiss vom Platz gehen zu können, könnte sich am Ende als verhängnisvoller Trugschluss erweisen und als Bärendienst an den im System arbeitenden Akteuren.
Das der Novelle im Kern zugrunde liegende Konstrukt „Krankenhäuser-Niedergelassene-Länder“ darf nicht zum Bermudadreieck werden, in dem die durch die Reform angestrebten sinnvollen Struktureffekte auf wundersame Weise wieder verschwinden – zu Lasten von Ärztinnen und Ärzten, Pflegerinnen und Pflegern und zum Nachteil auch für Patientinnen und Patienten.

Quelle: Hartmannbund - Verband der Ärzte Deutschlands e.V.


Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden
© lev dolgachov / Fotolia.com

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln
© absolutimages - stock.adobe.com

Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche...

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Hartmannbund: Chancen zur Entlastung von Ärzten nicht verspielen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.