Donnerstag, 27. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

02. Mai 2012 DGU: Approbationsordnung – Urologen für Quartalslösung im Praktischen Jahr

Pflichtquartal statt Pflichttertial? Im Streit um die Reform der Approbationsordnung zeichnet sich ein Kompromiss ab. Nach jüngsten Informationen der Ärzte Zeitung will der Bundesrat am 11. Mai nicht mehr über das Pflichttertial in Allgemeinmedizin abstimmen, sondern sich auf ein Pflichtquartal einigen. Die Studierenden würden danach künftig vier statt drei Fächer im Praktischen Jahr haben: Innere, Chirurgie und Allgemeinmedizin als Pflichtfächer sowie ein weiteres Fach als Wahlfach. Die Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. begrüßen den Richtungswechsel.
Modifizierungsbedarf wird allerdings bei der Ausgestaltung gesehen. „Wir plädieren für eine Quartalslösung, wobei wir für zwei frei zu wählende Quartale in ambulanter Medizin eintreten und zwar ohne Pflicht zur Allgemeinmedizin. Das heißt wenn ein Medizinstudent beispielsweise ein Wahlquartal Urologie belegt, kann er das zweite Quartal ambulante Pädiatrie oder ambulante Chirurgie oder Innere Medizin wählen“, so Prof. Dr. med. Dr. h.c. Stefan C. Müller, Präsident der DGU.

Der Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, Dr. Axel Schroeder, betont: „Diese Lösung würde den Medizinstudenten die Wahlfreiheit erhalten und ermöglichte den übrigen Fachrichtungen faire Chancen bei der Nachwuchsrekrutierung.“ Gleichzeitig wertet er den Kompromiss zur Quartalslösung als großen Erfolg der gemeinsamen Bemühungen: In einer Resolution von 18 medizinischen Fachgesellschaften und Verbänden sowie der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland e.V. (bvmd) und den Jungen Neurologen, hatten sich die Urologen gegen ein Zwangstertial Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr ausgesprochen. Zuvor hatten DGU und Berufsverband der Deutschen Urologen bereits öffentlich vor einer Entmündigung der Medizinstudenten gewarnt.
 
Dass sich im Bundesrat eine Quartalslösung abzeichnet, war am vergangenen Wochenende auf dem 6. Westfälisch-Lippischen Hausärztetag in Dortmund bekannt geworden. "Im Moment gibt es im Bundesrat eine Mehrheit für ein Pflichtquartal", wie die Ärzte Zeitung die nordrhein-westfälische Gesundheitsministerin Barbara Steffens zitierte.

Quelle: Pressemitteilung der DGU/BDU-Pressestelle


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden
© lev dolgachov / Fotolia.com

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

Mehr als heiße Luft - Bei Sommerhitze die Ozonwerte im Auge behalten

Mehr als heiße Luft - Bei Sommerhitze die Ozonwerte im Auge behalten
© Thaut Images / Fotolia.com

Bei anhaltend hohen Temperaturen steigt auch die Ozonkonzentration in der Luft. „Das schädliche Gas kann bei empfindlichen Menschen die Augen reizen, Hustenanfälle auslösen oder Kopfschmerzen verursachen“, sagt Dr. Ursula Marschall. Die leitende Medizinerin bei der BARMER empfiehlt deshalb insbesondere älteren Menschen und chronisch Kranken bei hohen Ozonwerten körperliche Anstrengungen zu reduzieren.

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose

Vitamin D-Mangel begünstigt Ausbildung von Osteoporose
© crevis / Fotolia.com

Osteoporose ist eine Erkrankung des Skeletts, bei der die Knochen an Festigkeit verlieren und leichter brechen. Dann kann es schnell zu einem Knochenbruch kommen. Sehr oft betroffen sind der Oberschenkelhalsknochen oder die Arme. Eine Ursache für ein schwaches Knochengefüge kann Vitamin D-Mangel sein, wie Prof. Andreas Roth, Leiter des Bereichs Endoprothetik der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL, anlässlich des Welt-Osteoporose-Tages am 20. Oktober erläutert. Doch auch ein Zuviel an Vitamin D kann zu Gefährdungen führen.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DGU: Approbationsordnung – Urologen für Quartalslösung im Praktischen Jahr"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.