Dienstag, 2. Juni 2020
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik

19. März 2018 Darmkrebs: Nur wenige Rheinland-Pfälzer nutzen Früherkennungsangebote

Darmkrebs ist in Deutschland die häufigste Tumorerkrankung, betrachtet man Männer und Frauen gemeinsam. Im Gegensatz zu anderen Krebserkrankungen entwickelt sich der Darmkrebs aus gutartigen Vorstufen und kann daher durch gezielte Vorsorgeuntersuchungen früh erkannt und behandelt werden. Obwohl es sich bei der Darmspiegelung (Koloskopie) um die zuverlässigste Maßnahme zur Vorsorge handelt, wird sie nur selten genutzt.
Anzeige:
Wie die Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) zeigt, nutzten im Jahr 2016 nur 2,4% der rund 129.000 anspruchsberechtigten Versicherten ab 55 Jahren in Rheinland-Pfalz die Vorsorgeuntersuchung bei niedergelassenen Ärzten. Gesetzlich Versicherte haben alle zehn Jahre Anspruch auf eine Koloskopie zwecks Früherkennung. Hochgerechnet auf diesen zehnjahres-Zeitraum nutzt somit nur jeder/jede vierte Versicherte ab dem 55. Lebensjahr die von den Kassen getragene Vorsorgeuntersuchung. "Das ist umso bedauerlicher wenn man bedenkt, dass bereits im Zuge der Koloskopie Vorstufen des Darmkrebses – so genannte Polypen – entfernt werden können", betont Jörn Simon, Leiter der rheinland-pfälzischen Landesvertretung der Techniker Krankenkasse (TK).

Über 1.300 Todesfälle in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden in rheinland-pfälzischen Krankenhäusern im Jahr 2015 mehr als 1.300 Todesfälle registriert, deren Ursache Darmkrebs war. Zur Darmkrebsvorsorge gehören neben der Vorsorge-Koloskopie ab dem 51. Lebensjahr ein Schnelltest auf verstecktes Blut im Stuhl sowie die Untersuchung von Enddarm und übrigem Dickdarm.

Familiäre Vorbelastung ein großer Faktor

Es gibt allerdings einen weiteren Faktor, der zu beachten ist. Jeder dritte Darmkrebsfall hängt mit einer familiären Vorbelastung zusammen. Sollten direkte Angehörige, wie Großeltern, Eltern oder Geschwister, an Darmkrebs oder auch an einem bösartigen Tumor des Magens sowie der Gebärmutter erkrankt sein, kann das persönliche Risiko erhöht sein. Dann ist eine frühere und engere Vorsorge nötig.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz


Das könnte Sie auch interessieren

Fleisch und Milchprodukte günstig, raffinierte Kohlenhydrate schlecht

Fleisch und Milchprodukte günstig, raffinierte Kohlenhydrate schlecht
© M.studio / fotolia.com

Eine Studie mit mehr als 218.000 Teilnehmern aus über 50 Ländern zeigt: Nicht nur Obst, Gemüse und Nüsse sind herzgesund und verlängern das Leben, sondern auch nicht-verarbeitetes Fleisch und Milchprodukte. Die konsumierte Menge raffinierter Kohlenhydrate sollte begrenzt werden. Diese Studienergebnisse dürfen allerdings nicht als Freibrief für exzessiven Konsum für Fleisch und fetten Käse gesehen werden, sondern als Plädoyer für eine ausgewogene Ernährung, sagen deutsche Kardiologen.

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein

Orthopäden und Unfallchirurgen setzen sich für aktiven Lebensstil ein
@ Von Schonertagen / Fotolia.com

Jedes Jahr verletzen sich 1,25 Millionen Bundesbürger beim Sport so schwer, dass sie ärztlich versorgt werden müssen (1). Überbelastung, hohe Risikobereitschaft und eine mangelnde Vorbereitung auf das Training führen immer wieder zu Unfällen. Gleichzeitig leben in Deutschland viele Millionen Menschen, die sich aufgrund einer Erkrankung nicht mehr schmerzfrei bewegen können. Auf dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU) stellen Experten vom 24. bis 27. Oktober Therapien vor, mit denen sie Beweglichkeit bis ins hohe Alter...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Darmkrebs: Nur wenige Rheinland-Pfälzer nutzen Früherkennungsangebote"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).
  • Keine Krankschreibungen mehr via Telefon – Seit heute ist eine Krankschreibung via Telefon ohne den Patienten persönlich gesehen zu haben, nicht mehr erlaubt. Der Hausärzteverband fodert eine Verlängerung der „Corona“-Sonderregelung (dpa, 01.06.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden