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Gesundheitspolitik

11. Februar 2020 Darmspiegelung: Vorsorge bleibt trotz Abwertung wichtig

Die jüngste Honorarreform im Gesundheitswesen sendet fatale Signale in Sachen Vorsorge: Die Darmspiegelung wird abgewertet, obwohl der Magen-Darm-Arzt mit ihrer Hilfe sehr viele Krebserkrankungen verhindern kann. In Zeiten, in denen die WHO vor einer weltweit ansteigenden Krebssterblichkeit warnt, erscheint dies wie ein Schildbürgerstreich.
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Die Darmspiegelung (Koloskopie) ist nicht allein wegen ihrer medizinischen Durchschlagskraft so erfolgreich, sondern auch und gerade weil sie in Deutschland auf einem unvergleichbar hohen, kontrollierten Qualitätsniveau erbracht und mit akzeptanzerhöhenden Maßnahmen begleitet wird. Davon handelt das neue Erklärvideo der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, das unter www.magen-darm-aerzte.de oder direkt auf dem YouTube Channel des bng unter https://www.youtube.com/watch?v=13TcVjD9TSo zur Verfügung steht.

„In dem kleinen Film erfährt man, welche Vorbereitungen erforderlich sind und was während der Darmspiegelung passiert“, erläutert Dr. Horst Hohn vom Vorstand des Berufsverbandes der niedergelassenen Gastroenterologen (bng). Die Neubewertung im Rahmen der Honorarreform stellt die Qualität der Untersuchung massiv in Frage, weil sie für die gesamte ärztliche Behandlung einschließlich Vorgespräch im Untersuchungsraum, die Einleitung der Sedierung, die gesamte Spiegelung und die Aufwachphase nur 18 Minuten veranschlagt. Eine qualitativ hochwertige Koloskopie, wie sie bislang selbstverständlich war, ist in dieser Zeit nicht zu schaffen.

"Fließbandmentalität ist im Umgang mit Patienten unangebracht", betont Dr. Hohn. "Wir Magen-Darm-Ärzte haben den Anspruch, vorsorgewillige und kranke Menschen mit ihren Sorgen ernst zu nehmen und sie angemessen zu behandeln. Medizinische Versorgung darf sich nicht auf apparative Technik reduzieren lassen."

Quelle: Berufsverband Niedergelassener Gastroenterologen Deutschland e.V.


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