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Gesundheitspolitik

23. Mai 2019 KV und TK arbeiten bei digitaler Gesundheitsakte TK-Safe eng zusammen

Die gemeinsam von der Techniker Krankenkasse (TK) und IBM entwickelte elektronische Gesundheitsakte "TK-Safe" ist seit 20. Mai 2019 im Live-Betrieb. Nach einem erfolgreichen Betatest mit 160.000 Nutzern können nun alle 10,4 Millionen TK-Versicherte ihren persönlichen digitalen Datentresor auf dem Smartphone nutzen, davon rund 480.000 in Rheinland-Pfalz. Das Besondere bei TK-Safe ist, dass es sich nicht nur um einen sicheren Speicher für alle Informationen rund um die Gesundheit handelt, auf den ausschließlich der Versicherte selbst Zugriff hat.
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Bei TK-Safe starten die Versicherten außerdem auf Wunsch mit einer gefüllten Gesundheitsakte. Sie können sich die Abrechnungsdaten der Krankenkasse in ihre Akte laden. So bekommen sie vollständige Historien über Medikamente, Arztbesuche, Diagnosen und Impfungen ohne die Daten manuell eintippen zu müssen. Zudem können auch beispielsweise nach Arztbesuchen weitere Daten in TK-Safe übertragen werden.

KV RLP begrüßt Zusammenarbeit

Dr. Andreas Bartels, stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz (KV RLP), begrüßt die Zusammenarbeit bei der digitalen Gesundheitsakte zwischen der Techniker Krankenkasse und den Kassenärztlichen Vereinigungen. Die TK und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hatten sich darauf verständigt, dass künftig Arztpraxen über die in den Praxisverwaltungssystemen integrierte KV-Connect-Schnittstelle an die elektronische Gesundheitsakte TK-Safe angebunden werden können.

Versicherte können ihre Krankenhistorie mit Ärzten teilen

Damit können beispielsweise Laborbefunde und Arztbriefe elektronisch in den digitalen Akten der Patienten gespeichert werden. "Für den Arzt ergibt sich daraus ein umfassendes Bild der Krankenhistorie. Idealerweise können damit auch Doppeluntersuchungen vermieden werden", sagt Dr. Bartels, der selbst in einer Tagesklinik in Mainz als Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin praktiziert.

KV-Connect als zentraler ambulanter Kommunikationsdienst

Die Zusammenarbeit zwischen Deutschlands größter bundesweiter Krankenkasse und den Kassenärztlichen Vereinigungen sei ein wichtiger Schritt, um die Digitalisierung im ambulanten Bereich voranzubringen. "Wir unterstützen in Rheinland-Pfalz dieses Vorhaben. Für die Kassenärzte im Land ergeben sich neue Anwendungsmöglichkeiten, weil der vielfach bereits vorhandene Dienst KV-Connect als Schnittstelle zu TK-Safe dient. KV-Connect übernimmt mehr und mehr die Rolle eines zentralen Kommunikationsdienstes für den sicheren Datenaustausch in der ambulanten Versorgung", betont Dr. Bartels.

TK-Safe wird weiter gefüllt

Jörn Simon, Leiter der TK-Landesvertretung in Rheinland-Pfalz, bezeichnet die gelungene Anbindung als wichtigen Schritt für die Vernetzung des Gesundheitssystems. "Alle Ärzte, die bereits KV-Connect nutzen, können ohne Umstände mit der elektronischen Gesundheitsakte TK-Safe Daten austauschen. Der Versicherte muss hierzu in der Akte auf seinem Mobilgerät seine Zustimmung erteilen. Mit der dadurch generierten E-Mail-Adresse, die auch als QR-Code vorliegt, kann KV-Connect direkt kommunizieren, natürlich verschlüsselt", erklärt Simon. Alle anderen Ärzte könnten jederzeit zu KV-Connect dazu stoßen, unabhängig davon, welche Praxissoftware sie bisher nutzten.

Quelle: Techniker Krankenkasse Landesvertretung Rheinland-Pfalz


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