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Gesundheitspolitik

16. November 2016 Digitalisierung der Arbeitswelt: „Wirtschaft 4.0 braucht Bildung 4.0“

„Wir dürfen uns daher nicht nur auf die Auswirkungen der Digitalisierung auf Betriebs- und Produktionsabläufe und sich daraus ableitende veränderte Qualifikationsanforderungen für die Beschäftigten konzentrieren“, betont der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Friedrich Hubert Esser. „Eine Wirtschaft 4.0 braucht auch eine Bildung 4.0. Wir müssen uns genauso intensiv dem Lehren und Lernen mit digitalen Medien sowie den sich verändernden technischen und medienpädagogischen Kompetenzen des Ausbildungspersonals und der Auszubildenden widmen.“
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Nach Auffassung Essers werden der Anteil und die Bedeutung digitaler Medien in Bildungs- und Wertschöpfungsprozessen weiter zunehmen. Lernen werde künftig individueller und mobiler, finde auf Lernplattformen, in sozialen Medien oder in virtuellen Klassenräumen statt und sei von Zeit und Ort unabhängig. „Dies alles wird Auswirkungen auf die Struktur und die Formen des Lernens in der beruflichen Aus- und Weiterbildung haben“, so der BIBB-Präsident. „Auszubildende, Beschäftigte und das Ausbildungspersonal müssen aber für das mediengestützte Lernen und Lehren geschult werden.“ Insbesondere das Ausbildungspersonal brauche in seiner neuen Rolle als Lehr- und Lernbegleiter Unterstützung und Weiterbildung, denn die Ausbilderinnen und Ausbilder seien in den Betrieben für das Lernen und Handeln in einer digitalisierten Arbeitswelt die entscheidende Zielgruppe.

Erste Ergebnisse von BIBB-Forschungsprojekten, die in der vergangenen Woche auf der Fachtagung „Berufsbildung: Automatisierung – Digitalisierung – Polarisierung“ im BIBB in Bonn vorgestellt wurden, haben gezeigt, dass man die künftig erforderliche IT- und Medienkompetenz des Ausbildungspersonals sehr wohl definieren kann. Dies sei ein Weg, um anschließend Modelle für IT- und Medienkompetenz zu beschreiben. Diese sind nach Auffassung des BIBB-Präsidenten wichtig, um letztendlich daraus exzellente und qualitätsgeprüfte Weiterbildungskonzepte für das Ausbildungspersonal zu entwickeln, mit denen das längst noch nicht ausgeschöpfte Potenzial digitaler Medien zielgerichtet aktiviert werden kann. Inhaltlich könnte es dabei zum Beispiel um die Vermittlung von Fachwissen mittels Wikis, Blogs, Apps oder Erklärvideos, um die Vorbereitung online gestützter Prüfungen oder zusätzliche Kenntnisse in den Bereichen IT, IT-Sicherheit und Datenschutz gehen.

Um Ausbilderinnen und Ausbilder für eine derart ausgestaltete „Berufsbildung 4.0“ fit zu machen, unterstützt das BIBB im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“. In einer Roadshow an wechselnden Veranstaltungsorten werden für Ausbilderinnen und Ausbilder in Anwenderworkshops Einsatzszenarien digitaler Medien in der Ausbildungspraxis präsentiert und gemeinsam erprobt. Aufgrund des Erfolgs und der großen Nachfrage wird diese Roadshow durch das BIBB in 2017 fortgesetzt.

Das Ausbilderportal http://www.foraus.de des BIBB hat außerdem aktuell einen neuen Themenschwerpunkt „Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt“ online gestellt. Dieser neue Service für das betriebliche Ausbildungspersonal bietet kontinuierlich Hinweise und konzeptionelle Angebote für einen anwendungsorientierten Umgang mit digitalen Medien in der Ausbildung und unterstützt dabei, den konkreten Ausbildungsauftrag in einer digitalisierten Arbeitswelt zu operationalisieren.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.foraus.de sowie unter http://www.qualifizierungdigital.de

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)


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