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Gesundheitspolitik

19. Januar 2016 Digitalisierung geht mit zeitlicher Entgrenzung der Arbeit einher

Arbeiten wann und wo man möchte - dank Digitalisierung möglich, im Alltag deutscher Unternehmen aber noch nicht angekommen. So lautet ein Ergebnis der FOM Arbeitszeitbefragung 2015. "Wir haben knapp 570 Fach- und Führungskräfte um ihre Einschätzung zu den Themen Erreichbarkeit und Nutzung mobiler Endgeräte gebeten", sagt Prof. Dr. Ulrike Hellert.

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"Dabei kam heraus: Nur 14,2% von ihnen arbeiten mehr als 20% oder 10 Stunden pro Woche an anderen Orten als an ihrem üblichen Arbeitsplatz - sei es im Außendienst (57%), im Home Office (43%) oder in Verkehrsmitteln (19%)", so die Direktorin des iap Institut für Arbeit & Personal der FOM Hochschule. Das sei vor allem deshalb überraschend, weil immerhin fast 39% der Befragten im Zuge ihrer Arbeit mobile Endgeräte nutzen.

Während die Nutzung mobiler Endgeräte fast ohne Folgen für die räumliche Flexibilität deutscher Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bleibt, hat sie extreme Auswirkungen auf die zeitliche Flexibilität. "Sind im Rahmen der Arbeit Laptop, Smartphone & Co. im Einsatz, kommt das vor allem vor Arbeitsbeginn oder nach Feierabend (59,9%), auf Dienstwegen (59,4%), an freien Wochenenden (38,6%) oder im Urlaub (35%) zum Tragen", erklärt Prof. Dr. Hellert. "Das geht einher mit einer starken zeitlichen Entgrenzung: Bei fast 47% der Befragten mischen sich Arbeits- und Privatleben zeitlich sehr oft oder eher oft, bei 16,2% ist eine Erreichbarkeit sogar rund um die Uhr gegeben."

Um den gesundheitlichen und psychischen Folgen dieser Entwicklung entgegenzuwirken, empfiehlt die iap Direktorin Unternehmen, verbindliche Regeln zu schaffen. "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen auf der einen Seite Transparenz: Wann muss ich erreichbar sein, wann habe ich Feierabend? Auf der anderen Seiten brauchen sie die Verlässlichkeit, dass diese Regelungen auch wirklich eingehalten werden."

Quelle: FOM Hochschule


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