Samstag, 8. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

28. Oktober 2019 Direkte orale Antikoagulantien auf dem Vormarsch

Das wichtigste Einsatzgebiet für orale Antikoagulantien ist das Vorhofflimmern, das ein stark erhöhtes Schlaganfallrisiko zur Folge hat. Als Therapiestandard gilt die Behandlung mit Vitamin-K-Antagonisten (VKA), die das Schlaganfallrisiko wirksam senken. Die geringe therapeutische Breite dieser Wirkstoffe und ihr hohes Interaktionspotential mit anderen Wirkstoffen sowie Nahrungsmitteln erfordern aber eine kontinuierliche Therapieüberwachung. Von einer guten Einstellung der Blutgerinnung hängen Wirksamkeit und Sicherheit der Therapie ab.
Anzeige:
Fachinformation
Seit 2008 wurden vier neue, direkt wirkende orale Antikoagulantien (DOAK) zugelassen. Alle neuen Wirkstoffe senkten in den Zulassungsstudien das Schlaganfallrisiko bei Patienten mit Vorhofflimmern ähnlich gut wie die VKA. Unter den DOAK war jedoch bei den in die Studien eingeschlossenen Patienten das Risiko einer Hirnblutung geringer. Umfassende Versorgungsstudien müssen zeigen, ob die Ergebnisse auf die realen Gegebenheiten übertragen werden können. Da kein Therapie-Monitoring erforderlich ist, werden die DOAK damit beworben, dass sie bei gleicher Wirksamkeit sicherer und einfacher zu handhaben seien. Bei guter Gerinnungseinstellung unter den VKA war der Vorteil der DOAK allerdings nicht mehr nachweisbar.
 
Die DOAK-Verordnungszahlen steigen weiter an und haben die VKA seit 2014 überholt. „Die Entscheidung für einen VKA wie Phenprocoumon oder ein DOAK sollte sich nach Begleiterkrankungen, Komedikation und Präferenz des Patienten richten. VKA sollten weiterhin bevorzugt eingesetzt werden, beispielsweise bei Patienten mit einem hohen Risiko für gastrointestinale Blutungen, mit unsicherer Adhärenz oder deren INR mit einem Vitamin-K-Antagonisten stabil im therapeutischen Bereich liegt“, so der Vorsitzende der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ludwig.

Quelle: Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in der Bundesrepublik Deutschland (Zi)


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten
© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf
© Africa Studio / Fotolia.com

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Rückenfit an der frischen Luft

Rückenfit an der frischen Luft
© AGR/BdR

Zum 17. Mal findet am 15. März 2018 der Tag der Rückengesundheit statt. Das diesjährige Motto „Rückenfit an der frischen Luft“ möchte dazu motivieren, sich mehr in der Natur zu bewegen und sportliche Aktivitäten im Freien zu genießen. Frische Luft belebt Körper und Geist und Tageslicht sorgt zusätzlich für gute Laune. Initiiert und organisiert wird der Aktionstag von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Rund um den 15. März finden bundesweit zahlreiche...

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit erhält eine Arzneipflanze wieder besondere Aufmerksamkeit, die nicht nur seit Jahrtausenden bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wird: Die „mystische Myrrhe“ spielte auch in der religiösen Praxis sehr früh eine wichtige Rolle. Was jeder kennt: Die „Heiligen Drei Könige“ und deren Gaben Myrrhe, Weihrauch und Gold sind der – für Christen entscheidende – allgemein bekannte neutestamentliche Bezug. Aber es gibt noch mehr „Geheimnisse“ rund um die Myrrhe. „Im religiösen Kontext...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Direkte orale Antikoagulantien auf dem Vormarsch"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden