Montag, 13. Juli 2020
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik

11. Dezember 2019 DKG zum Ergebnis des aktuellen Psychiatrie Barometers

Die stationsäquivalente psychiatrische Behandlung, eine Krankenhausbehandlung im häuslichen Umfeld der Patienten durch mobile fachärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteams, wird nur zögerlich umgesetzt. Zu Jahresbeginn 2019 hatten erst 9% der psychiatrischen Einrichtungen in Deutschland diese neue Behandlungsform angeboten. Hauptgründe, die stationsäquivalente Behandlung nicht anzubieten, sind fehlendes Personal für mobile Behandlungsteams, zu hohe Vorhaltekosten und rigide Vorgaben. Das ist das Ergebnis des aktuellen Psychiatrie Barometers des Deutschen Krankenhausinstituts (DKI), einer jährlich durchgeführten Repräsentativbefragung der psychiatrischen Krankenhäuser und Fachabteilungen in Deutschland.
Anzeige:
„Wir haben im Jahr 2017 mit der Vereinbarung zu den stationsäquivalenten psychiatrischen Behandlungen große Hoffnungen verbunden. Bei allen Versuchen der Kliniken, die Versorgung zu verbessern, neue Behandlungsalternativen anzubieten und die Sektorengrenzen zu überwinden, müssen wir uns immer vor Augen halten, dass Personal dafür benötigt wird. Das Ergebnis zeigt aber deutlich, dass der Fachkräftemangel auch in diesem Bereich ein großes Problem darstellt“, erklärte Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG).

Unverändert schwierig ist auch die wirtschaftliche Situation in der Psychiatrie. Aktuell beurteilt nur eine Drittel der psychiatrischen Einrichtungen seine wirtschaftliche Lage als gut. Weniger als 10% erwarten für 2020 eine wirtschaftliche Verbesserung. Mehr als doppelt so viele Abteilungspsychiatrien (23%) wie Einrichtungspsychiatrien (11%) sind mit ihrer wirtschaftlichen Lage unzufrieden. „Grundsätzlich verdeutlichen die Zahlen, dass die Kliniken vor wirtschaftlich unsicheren Zeiten stehen. Dabei ist gerade die psychiatrische Versorgung von immenser Bedeutung, nehmen doch die Fallzahlen stetig zu und ist die Versorgung im ambulanten Bereich durch extrem lange Wartezeiten geprägt“, so Baum.

Die Ergebnisse des Psychiatrie Barometers 2019 beruhen auf der schriftlichen Befragung einer repräsentativen Stichprobe von psychiatrischen und psychosomatischen Fachkrankenhäusern sowie den Allgemeinkrankenhäusern mit psychiatrischen oder psychosomatischen Fachabteilungen.

Das Psychiatrie Barometer wird im Auftrag der Träger des DKI erstellt; das sind die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) und der Verband der leitenden Krankenhausärzte Deutschlands (VLK). Die Studie ist als Anlage beigefügt. Die jährlichen Ausgaben des Psychiatrie Barometers sind ebenfalls als Download auf der DKI-Homepage abrufbar (www.dki.de).

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG)


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?

Klinikeinweisung wegen Herzschwäche: Welche Warnsignale müssen Betroffene kennen?
© freshidea / Fotolia.com

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 440.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen Krankenhausaufenthalt. „Ganz konkrete Warnsignale zeigen das Entgleisen des Herzens an. Für diese müssen Betroffene wachsam sein, insbesondere für Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln oder im Bauchraum. Diese sogenannten Ödeme sind leicht zu erkennen, wenn man sich täglich wiegt....

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"DKG zum Ergebnis des aktuellen Psychiatrie Barometers"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Nächtliche Ausgangssperre in Südafrika – Außerdem Maskenpflicht und Alkoholverbot (dpa, 12.07.2020).
  • Nächtliche Ausgangssperre in Südafrika – Außerdem Maskenpflicht und Alkoholverbot (dpa, 12.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden