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Gesundheitspolitik

06. Dezember 2018 DKG zur Finanzlage der Gesetzlichen Krankenversicherung

Die Überschüsse der Krankenkassen steigen immer weiter. Zwischen dem ersten und dritten Quartal 2018 sorgten rund 1,9 Milliarden Euro Einnahmeüberschuss dafür, dass die Krankenkassen mittlerweile über 21 Milliarden Euro Betriebsmittel und Rücklagen verfügen – in vielen Fällen deutlich mehr, als der Gesetzgeber erlaubt.
"Darin sind Mittel enthalten, die die Krankenkassen mit der Verweigerung der Rechnungsbegleichung den Krankenhäusern entziehen. Inzwischen werden rund 20% der Fallabrechnungen mit vorgeschobenen Gründen nicht bezahlt oder sogar verrechnet. Permanent werden den Krankenhäusern ca. 5 Milliarden Euro für längst erbrachte Leistungen vorenthalten. Damit muss endlich Schluss sein", erklärt der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum

Mit 2,9% stiegen die Ausgaben für Krankenhäuser in den ersten drei Quartalen des Jahres nur unterdurchschnittlich. Demgegenüber stehen das Einnahmeplus der Kassen von 3,4% und eine Steigerung der eigenen Verwaltungsausgaben um 5,2%.

Tarifsteigerungen, erforderliche Personalaufstockungen und IT-Erfordernisse stellen die Krankenhäuser vor große finanzielle Herausforderungen. Allein die Personalkostenentwicklung liegt mit rund vier Prozent deutlich über den Ausgabensteigerungen der Kassen für das Krankenhauswesen. "Die Überschüsse könnten dafür sorgen, das Niveau der medizinischen Versorgung in Deutschland zu sichern und zu verbessern. Derzeit sichern sie allerdings nur die überkomfortable Lage der gesetzlichen Krankenkassen", so Baum. "Krankenkassen sind keine Sparkassen, sondern haben den öffentlichen Auftrag, ihren Versicherten beste medizinische Versorgung zu gewährleisten."

Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. (DKG)


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