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Gesundheitspolitik

07. September 2017 Förderung der Ausbildung medizinischer Assistenzberufe verstärken

Der Klinikverbund Hessen e.V. fordert eine verstärkte finanzielle Förderung der Ausbildung im Krankenhaus. Vor allem bei Ausbildungen wie Anästhesietechnische Assistenten (ATA) und Operationstechnische Assistenten (OTA), sieht der Klinikverbund Hessen Nachholbedarf. „Es gibt bisher keine staatliche Anerkennung dieser Berufe, so dass die Finanzierung der Ausbildung durch Eigenmittel der Krankenhäuser erfolgt“, sagte Richard Kreutzer, Vorsitzender des Klinikverbundes Hessen. „Hier ist der Gesetzgeber aufgefordert, etwas zu ändern. Denn wir benötigen diese hochspezialisierten Mitarbeiter zunehmend, da die medizinisch-technischen Anforderungen immer weiter steigen.“
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Bisher werden die Ausbildungen auf Grundlage der Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft ohne staatliche Anerkennung durchgeführt. Die Kosten werden von den Krankenhausträgern übernommen, die Ausbildungsfinanzierung wird nicht durch die gesetzliche Krankenversicherung erstattet.
 
„Auch vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des drohenden Fachkräftemangels ist es wichtig, die Ausbildungen staatlich anzuerkennen und zu reformieren, um sie attraktiver zu machen“, erklärte Clemens Maurer, Stellvertretender Vorsitzender des Klinikverbundes Hessen. Die Ausbildung zum OTA qualifiziert Absolventen in drei Jahren dazu, die operative Versorgung von Patienten vorzubereiten, zu assistieren sowie nachzubereiten. ATA werden unter anderem in der Anästhesie, im Aufwachraum, in der Schmerzambulanz und in Notaufnahmen eingesetzt.
 
„Die Nachfrage nach diesen Kräften wird weiter steigen, denn die Operations-, Überwachungs-, und Medikationsmethoden werden an Komplexität weiter zunehmen“, so Maurer. Aktuell werden deutschlandweit rund 1.300 Ausbildungsplätze angeboten. Experten gehen davon aus, dass bereits heute ein Bedarf von 2.000 Ausbildungsplätzen besteht.

Quelle: Klinikverbund Hessen e.V.


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