Montag, 26. August 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik

13. Mai 2019 Frauenanteil unter Praxisärzten steigt allmählich weiter

Wenn Patientinnen und Patienten in eine Praxis gehen, behandelt sie immer häufiger eine Ärztin. Der Anteil der Frauen unter den niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten in Deutschland ist weiter leicht gestiegen – auf nunmehr 47%, wie aus Daten des Bundesarztregisters mit Stand Ende vergangenen Jahres hervorgeht. Ende 2017 waren es 46% gewesen und 2009 rund 39%. Am stärksten vertreten sind Medizinerinnen in den ostdeutschen Ländern.
Anzeige:
Fachinformation
Im Vergleich der Bundesländer an der Spitze liegt Sachsen-Anhalt mit einem Frauen-Anteil von nun insgesamt 57,3%. Es folgen Berlin (56,6%), Sachsen (56,4%), Thüringen (55,6%), Brandenburg (55,2%) und Mecklenburg-Vorpommern (52,7%). Daneben sind Frauen nur in einem einzigen West-Land knapp in der Mehrheit, nämlich in Hamburg mit 52,4%.

Den niedrigsten Anteil an Ärztinnen und Psychotherapeutinnen hat dagegen das Saarland mit insgesamt 41,5%. Nur wenig mehr sind es in der Kassenärzte-Region Westfalen-Lippe in Nordrhein-Westfalen (41,9%) und in Rheinland-Pfalz (42,0%).

Dabei unterscheidet sich der Anteil der Frauen stark zwischen den Fachrichtungen. Am höchsten ist er – nur bezogen auf Ärztinnen – bei Frauenärztinnen mit nun 67,1%. In der Mehrheit sind Frauen auch bei Kinderärzten (54,5%) und Hautärzten (53,2%).

Am schwächsten vertreten sind Ärztinnen dagegen in Fachpraxen für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie mit 11%. Wenig Frauen gibt es auch bei Orthopäden (12,3%) und Urologen (13,0%). Unter den Hausärzten sind inzwischen 45,9% weiblich – im Jahr 2009 waren es noch 38,6% Hausärztinnen gewesen.

Insgesamt stieg die Zahl der Ärztinnen mit einer Zulassung für die Versorgung gesetzlich versicherter Kassenpatienten zwischen 2009 und 2018 von 49.200 auf 62.500. Die Zahl der Psychotherapeutinnen erhöhte sich in diesen zehn Jahren laut Kassenärztlicher Bundesvereinigung von gut 11.000 auf fast 20.000.

Quelle: dpa


Das könnte Sie auch interessieren

Jetzt gegen Grippe impfen lassen

Jetzt gegen Grippe impfen lassen
© Eisenhans / Fotolia.com

Die vergangene Grippesaison 2016/2017 sorgte in Deutschland für rund sechs Millionen Infektionen. Wer sich diesen Winter vor einer Grippe schützen möchte, sollte sich jetzt impfen lassen. „Der Körper benötigt nach der Grippeimpfung rund zwei Wochen, bis ein ausreichender Virenschutz aufgebaut ist. Wer sich rechtzeitig auf das größte Ansteckungsrisiko vorbereiten will, sollte also jetzt zum Arzt gehen“, sagt Dr. Ursula Marschall, leitende Medizinerin bei der BARMER. Insbesondere ältere Menschen mit Risiko für einen schweren...

Tagebuch hilft Pflegenden beim Erkennen eigener Bedürfnisse

Tagebuch hilft Pflegenden beim Erkennen eigener Bedürfnisse
© Sandor Kacso / Fotolia.com

Viele pflegende Angehörige nehmen ihre eigenen Bedürfnisse kaum mehr wahr. Die Sorge um den Angehörigen oder die Angst, der Aufgabe nicht gerecht zu werden, können den Blick auf sich und eigene Wünsche verstellen, erklärt Daniela Sulmann vom Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP). "Als erstes gilt es dann zu versuchen, sich selbst wieder stärker in den Fokus zu nehmen und zu formulieren, was man braucht." Das jedoch sei leichter gesagt als getan. Sulmann empfiehlt Pflegenden daher, ein Tagebuch zu führen.

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln

Blasenentzündung: Erstmal ohne Antibiotikum behandeln
© absolutimages - stock.adobe.com

Blasenentzündungen sind kein Phänomen der kalten Jahreszeit, auch in den Sommermonaten tritt die Infektion häufig auf. Denn wenn nasse Badekleidung nicht rasch genug ausgezogen oder die abendliche Kühle unterschätzt wird, macht man es Bakterien unfreiwillig leicht. Harnwegsinfektionen werden oft sofort mit einem Antibiotikum behandelt. Noch immer zu wenig bekannt ist: Antibiotika sind bei diesem Krankheitsbild in vielen Fällen unnötig. Ihr unkritischer Einsatz trägt zudem zur Entstehung von Antibiotikaresistenzen bei. Darauf weist die Deutsche...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Frauenanteil unter Praxisärzten steigt allmählich weiter"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.