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Gesundheitspolitik

13. Juni 2019 Häufiger Lieferengpässe bei Medikamenten

In Deutschland häufen sich nach einem Zeitungsbericht im Vergleich zu früheren Jahren Lieferengpässe bei Medikamenten. "Derzeit liegen 226 Meldungen vor, bei denen eine eingeschränkte Verfügbarkeit oder ein Lieferengpass mitgeteilt wurde", sagte eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) der Düsseldorfer "Rheinischen Post" am Samstag. Im Jahr 2013 wurden dem in Bonn ansässigen Bundesinstitut demnach nur 40 Mittel mit Lieferproblemen neu gemeldet, 2018 waren es 264. Betroffen sind auch Klassiker wie das Schmerzmittel Ibuprofen.
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Thomas Preis, Chef des Apothekerverbands Nordrhein, sagte der Zeitung: "Früher gab es vereinzelt Engpässe, heute haben Apotheken im Schnitt deutlich mehr als 100 Positionen, die nicht lieferbar sind - mal fehlt eine bestimmte Dosierung, mal eine bestimmte Darreichungsform, mal der Wirkstoff ganz." Apotheken und Ärzte bemühten sich zwar um Ersatzprodukte, doch das alternative Produkt habe womöglich mehr Nebenwirkungen.

Gründe für die Engpässe gibt es viele. So werden viele Wirkstoffe mittlerweile in Indien, China und Israel produziert und von deutschen Herstellern nur noch zu Tabletten gepresst und verpackt, wie Preis sagt. Mit dem Wohlstand weltweit steige zudem die Arznei-Nachfrage. Auch Rabattverträge der Krankenkassen trügen zu Engpässen bei, warnen die Apotheker. Danach dürfen die Versicherten einer Kasse etwa nur Blutdrucksenker ausgewählter Hersteller verwenden.

Quelle: dpa


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