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Gesundheitspolitik

18. Mai 2020 Interesse an differenzierten Patientenverfügungen wächst

In der Coronavirus-Pandemie wächst nach Angaben der Deutschen Stiftung Patientenschutz bei Anrufen am Schutztelefon das Interesse an differenzierten Patientenverfügungen. "Die oft propagierte Gleichung, dass an Covid-19 erkrankte Senioren einen schnellen Tod sterben wollen, ist falsch", sagte Vorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Tatsächlich wollten die Menschen mehr Aufklärung über Heilungschancen und Nebenwirkungen. Das brauche individuelle Willenserklärungen. Krankheitssituationen und Behandlungswünsche müssten in den Verfügungen explizit aufgeführt werden. "Ist das der Fall, muss die Patientenverfügung auch wegen Corona nicht geändert werden."
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Seit Beginn der Krise haben den Angaben zufolge mehr als 2.000 Anrufer des Patientenschutztelefons der Stiftung die Angst vor Ansteckung und dem isolierten Sterben geäußert. Nicht erfüllt habe sich hingegen die Erwartung der Experten am Telefon, dass die Ratsuchenden grundsätzlich Intensivtherapie ausschließen wollten. Stattdessen wollte demnach etwa die Hälfte der Anrufer selbst in der Hoch-Zeit der Infektionswelle eine Intensivtherapie einfordern. "Viele hatten Angst, in einer möglichen Triage keine lebensrettende Behandlung mehr zu erhalten." Mittlerweile schlössen sogar drei Viertel der Anrufer die Intensivtherapie nicht grundsätzlich aus.

Quelle: dpa


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