Sonntag, 28. Februar 2021
Navigation öffnen
Anzeige:
Pneumovax
Pneumovax

Gesundheitspolitik

20. April 2012 KV Nordrhein: "Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen ist unterfinanziert"

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein befürchtet eine weitere Verlagerung der Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen von den Kliniken auf die niedergelassene Ärzteschaft. „Nach aktuellen Meldungen der Krankenhausgesellschaft Nordrhein-Westfalen, sind durch fehlende Mittel und Kostensteigerungen, darunter die jüngste Tariferhöhung im öffentlichen Dienst, allein in unserem Bundesland 6000 Arbeitsplätze an Krankenhäusern in Gefahr“, sagt Dr. med. Peter Potthoff. Der Vorsitzende des Vorstands der KV Nordrhein äußert Verständnis für die Sorgen der Kliniken und ihrer Beschäftigten, die befürchten, von der Politik im Stich gelassen zu werden. „Personelle Engpässe an den Krankenhäusern helfen niemandem – im Gegenteil.“ Die Lage an den Kliniken habe direkte Auswirkungen auf die ambulante ärztliche Versorgung.
Anzeige:
OFEV
OFEV
„Wenn an den Krankenhäusern zu wenig Personal zur Verfügung steht, wird dort auch weniger geleistet. Da die Menschen aber nicht gesünder werden und der Bedarf an medizinischer Versorgung zunimmt, verlagert sich die Versorgung auf die niedergelassenen Ärzte – so, wie das in der Vergangenheit auch schon der Fall war“, sagt Potthoff. Für ihn ist bei der Belastung der niedergelassenen Vertragsärzte das Ende der Fahnenstange erreicht. „Die entscheidende Frage lautet: Haben die Ärzte überhaupt noch Kapazitäten? Angesichts des in einigen Regionen spürbaren Ärztemangels und der anhaltenden Diskussion um Wartezeiten bei einzelnen Facharztgruppen habe ich meine Zweifel.“

Zudem stehen schon heute zu wenig Mittel für die ambulante ärztliche Versorgung in Nordrhein zur Verfügung. „Die strukturelle Benachteiligung gegenüber anderen Bundesländern bei der Finanzierung der ambulanten ärztlichen Versorgung muss gestoppt werden – sonst werden wir auf Dauer nicht das gleiche Versorgungsniveau wie in anderen Regionen bereitstellen können“, warnt Potthoff. Angesichts fehlender Mittel sowohl bei der Krankenhausfinanzierung als auch bei der ambulanten ärztlichen Versorgung sei schon jetzt eingetreten, wovor die KV Nordrhein seit langem warnt: „Nordrhein-Westfalen wird zum Sorgenkind in Sachen Versorgung – die gesamte Patientenversorgung ist unterfinanziert.“

Quelle: Pressemitteilung der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein


Anzeige:
Pradaxa
Pradaxa

Das könnte Sie auch interessieren

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD

Rolle der Selbstmotivation bei schweren Lungenerkrankungen wie Asthma und COPD
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Neben den oft schweren körperlichen Einschränkungen leiden Patienten mit einer chronischen Lungenerkrankung häufig auch an starken seelischen und psychischen Belastungen. Die Angst vor Atemnot, vor dem Fortschreiten der Krankheit oder vor sozialer Ausgrenzung kann auf Dauer Mutlosigkeit und Depressionen nach sich ziehen. Ein Teil der Therapie kann daher auch die Behandlung psychischer Belastungen sein sowie das Erlernen von Ansätzen, sich in schwierigen Zeiten selbst zu motivieren.

"Vorsorge für den Ernstfall" - Verbraucherinformation der DKV

"Vorsorge für den Ernstfall" - Verbraucherinformation der DKV
© pressmaster / Fotolia.com

Ein schlimmer Unfall oder eine schwere Krankheit kann Menschen in eine Situation bringen, in der sie sich nicht mehr mit dem Arzt verständigen können. Dann hilft eine Patientenverfügung: Hier kann jeder festlegen, welche medizinische Versorgung er im Notfall wünscht – und welche nicht. Das Dokument entlastet auch die Angehörigen, die als Betreuer sonst Entscheidungen über lebenserhaltende Maßnahmen treffen müssten. Wie eine Patientenverfügung aussehen muss, damit sie gültig ist, weiß Dr. Wolfgang Reuter, Gesundheitsexperte der...

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern

Patientenbroschüre informiert über Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern
© sudok1 / Fotolia.com

Die bewährte Patientenbroschüre „Schlaganfallrisiko bei Vorhofflimmern. Erkennen. Handeln. Vorbeugen“ ist jetzt in einer überarbeiteten Neuauflage verfügbar. In patientengerechter Sprache erfahren Betroffene und ihre Angehörigen, was Vorhofflimmern ist, wie es behandelt wird und wie sie selbst das individuelle Schlaganfallrisiko senken können. Die Neuauflage hat durch das Institut für hausärztliche Fortbildung im Deutschen Hausärzteverband (IHF) e. V. das IHF -Patientensiegel „Zertifizierte Inhalte – Für Patienten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"KV Nordrhein: "Patientenversorgung in Nordrhein-Westfalen ist unterfinanziert""

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO
  • Risikogruppen: Empfehlungen der STIKO