Dienstag, 25. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

12. April 2012 Kassen der Sozialversicherung mit kräftigem Überschuss

Weniger Arbeitslose und die Neuordnung des Arzneimittelmarktes zeigen Wirkung: Die Kassenlage der Sozialversicherungen ist so gut wie seit 2006 nicht mehr.
Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat der Sozialversicherung im vergangenen Jahr einen kräftigen Überschuss von 13,8 Milliarden Euro beschert. Das waren 10,9 Milliarden mehr als 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Das war der höchste Überschuss seit fünf Jahren (2006: 20,6 Milliarden).

Neben der positiven Konjunktur ließ unter anderem auch der Anstieg des Krankenkassenbeitrags von 14,9 auf 15,5 Prozent die Einnahmen steigen. Sie legten innerhalb eines Jahres insgesamt um 2,1 Prozent auf 526,1 Milliarden Euro zu. Zur Sozialversicherung gehören vor allem die Agentur für Arbeit, die Kranken-, Unfall-, Renten- und Pflegeversicherung.

Die Ausgaben lagen mit 511,9 Milliarden Euro knapp (0,1 Prozent) unter dem Vorjahresniveau. Dazu kommt noch ein Saldo aus haushaltstechnischen Berechnungen der Krankenversicherung von 400 Millionen Euro, wie die Statistiker berichteten.

Besonders kräftig legten die Einnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung, also deren Versichertenbeiträge, zu. Der Anstieg der Ausgaben wurde zugleich von den Gesetzen – zur Arzneimittelmarktneuordnung und zur ausgewogeneren Finanzierung - begrenzt. Damit wies die gesetzliche Krankenversicherung einen Finanzierungsüberschuss von 9,3 Milliarden Euro aus - 5,8 Milliarden Euro mehr als 2010.

Die gesetzliche Rentenversicherung steigerte ihren Überschuss binnen Jahresfrist dank höherer Einnahmen um 2,7 Milliarden Euro auf 4,4 Milliarden.

Der Finanzierungsüberschuss der sozialen Pflegeversicherung erreichte mit 300 Millionen Euro das Niveau des Vorjahres.

Die Bundesagentur für Arbeit nahm dagegen deutlich weniger ein als im Vorjahr, weil die Arbeitgeber 2011 keine präventive Insolvenzgeldumlage bezahlen mussten. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt drückte die Ausgaben der Bundesagentur aber noch kräftiger als die Einnahmen. Das Finanzierungsdefizit betrug damit nur noch 100 Millionen Euro nach 3,1 Milliarden im Jahr 2010.

Quelle:


Das könnte Sie auch interessieren

Balance halten – Rücken stärken!

Balance halten – Rücken stärken!
© Aktion Gesunder Rücken e. V.

Am 15. März 2017 findet der 16. Tag der Rückengesundheit statt. Unter dem Motto „Balance halten – Rücken stärken!“ werden bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Aktionen und Workshops angeboten. Organisiert wird der Aktionstag traditionell von der Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. und dem Bundesverband deutscher Rückenschulen (BdR) e. V. Eine ausgewogene Balance – sowohl körperlich als auch psychisch - ist von zentraler Bedeutung für die Rückengesundheit. Damit stellt der diesjährige Aktionstag ein wichtiges Thema...

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden

Diabetes geht auch auf die Knochen: Osteoporose vorbeugen, Brüche vermeiden
© lev dolgachov / Fotolia.com

Die Osteoporose ist in Deutschland weit verbreitet: Etwa 6,3 Millionen sind davon betroffen. Die Techniker Krankenkasse fand im Jahr 2009 bei nahezu einem Viertel der über 50-jährigen Frauen in Deutschland einen Osteoporose-bedingten Knochenbruch oder knochenstabilisierende Medikamente. Auch Menschen mit Diabetes Typ 1 und Typ 2 haben ein erhöhtes Osteoporoserisiko und dadurch auch für Knochenbrüche. Diese können Folgeerkrankungen wie Immobilität, Lungenentzündungen oder Langzeitbehinderung nach sich ziehen. Folgeerkrankungen sind mit erheblichen...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Kassen der Sozialversicherung mit kräftigem Überschuss "

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.