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Gesundheitspolitik

28. Juli 2020 Kinderkliniken in Not – und endlich im Blick der Politik

Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) kommentiert den Vorstoß von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die Fallpauschalen für Kinderkliniken bundesweit abzuschaffen:
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Basistext
Kindermedizin rechnet sich in einem rein nach ökonomischen Prinzipien aufgebauten System der Krankenhausfinanzierung nicht. Die Schließung von Kinder- und Jugendkliniken ist die ausschließlich wirtschaftlich begründete Folge, mit der bitteren Konsequenz, dass der Staat die medizinische Daseinsfürsorge für unsere Kinder nicht mehr garantieren kann.

Dieses Grundrecht aber sind wir unserer nachwachsenden Generation unbedingt schuldig. Deutschland hat die UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet, in der der jungen Generation das Recht auf ein Höchstmaß auf Gesundheit zuerkannt wird.

Die DGKJ fordert mit der Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD), dem Verband leitender Kinder- und Jugendärzte und Kinderchirurgen Deutschlands e.V. (VLKKD) und dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ) schon seit langem eine Adaptation des Fallpauschalen-Systems, um die Besonderheiten der Kinder- und Jugendmedizin ausreichend finanzieren zu können.

Das ist möglich, wenn der politische Wille dazu da ist.

„Wir wollen eine Umsetzung unserer Forderungen innerhalb des Fallpauschalensystems (DRG) bewirken“, erläutert der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Priv.-Doz. Dr. Burkhard Rodeck: „Wenn unseren Forderungen nicht nachgekommen wird, ist der Ausstieg aus dem Fallpauschalensystem zwar eine Option, benötigt aber eine klare Alternative. Ein alleiniger Ausstieg ohne ein umsetzungsfähiges und tragendes neues Konzept bliebe weiterhin die Antwort schuldig, wie Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin zukünftig auskömmlich finanziert werden sollen.“  

Das Problem ist seit Jahren bekannt und wurde an verschiedenen Stellen vorgetragen. Es ist gut, dass die Debatte zur bestmöglichen Lösung aus Mecklenburg-Vorpommern angestoßen wurde.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DGKJ)


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