Dienstag, 25. Juni 2019
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

12. April 2012 Krankenkassen-Chef will Trennung zu privater Versicherung aufheben

Der Chef der Techniker Krankenkasse (TK) will die jahrzehntelange Trennung zwischen privater und gesetzlicher Versicherung aufbrechen. «Langfristig muss der Unterschied zwischen Privatpatient und Kassenpatient verschwinden», sagte Vorstandschef Norbert Klusen der «Financial Times Deutschland».
Private und gesetzliche Anbieter sollen unter gleichen rechtlichen Bedingungen gegeneinander antreten oder zusammenarbeiten können. In einem Gutachten wird vorgeschlagen, gesetzliche Kassen in Privatgesellschaften umzuwandeln - in Aktiengesellschaften oder Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Die Kassen versichern 72 Millionen Menschen, die Privaten etwa 8 Millionen.

Die Privatkassen wiesen den Vorstoß für einen einheitlichen Versicherungsmarkt zurück, das Bundesgesundheitsministerium wollte den Vorschlag zunächst nicht bewerten. Der Direktor des Verbandes der Privaten Krankenversicherung (PKV), Volker Leienbach, erklärte, damit werde kein Problem gelöst. Insbesondere seien die Vorschläge keine Antwort auf die demografische Herausforderung.

Die gesetzlichen Krankenkassen einfach in eine private Rechtsform umzuwandeln, es zugleich aber bei der Pflichtversicherung mit einheitlichem Leistungskatalog zu belassen, hätte mit Wettbewerb nichts zu tun: «Ganz zu schweigen von den Wettbewerbsverzerrungen durch die staatlich subventionierte Beitragsfreiheit für Ehegatten und andere rechtliche Privilegien der GKV», so Leienbach.

Eine wirkliche Privatisierung der GKV würde bedeuten, dass deren Unternehmen sich dem Versicherungsrecht und der Kontrolle durch die Aufsicht ebenso unterwerfen müssten wie der Eigenkapitalanforderung. Sie müssten auf Subventionen und die Steuerbefreiung verzichten.

Quelle:


Stichwörter

Das könnte Sie auch interessieren

Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem

Oft unerkannt: Frauenkrankheit Lipödem
© vanillya / fotolia.com

Etwa jede zehnte Frau in Deutschland leidet unter einem Lipödem, auch als Reiterhosenphänomen bekannt. Hierbei treten symmetrische schwammige Schwellungen an den Beinen und in 30 Prozent der Krankheitsfälle auch an den Armen auf. Die Ursache: eine Fettverteilungsstörung, die mit Wassereinlagerungen einhergeht. Lipödempatienten stehen aus mehreren Gründen unter einem sehr hohen Leidensdruck. Sie haben nicht nur sehr starke Berührungs- und Druckschmerzen, sondern auch Spannungsgefühle, sodass bereits einfache Tätigkeiten wie Haare föhnen oder...

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf

Wenn die Eltern trinken: Über 2,6 Millionen Kinder wachsen mit alkoholabhängigem Elternteil auf
© Africa Studio / Fotolia.com

Kinder von alkoholkranken Eltern haben keinen normalen Alltag und ihre Sorgen beschränken sich nicht mehr auf Schule oder Freizeit-Aktivitäten. Oftmals müssen sie sich viel zu früh Aufgaben und Sorgen eines Erwachsenen stellen und sind der Situation ausgeliefert. In Deutschland leben mehr als 2,6 Millionen Kinder in einer solchen Situation. Mindestens ein Elternteil dieser Kinder ist alkoholabhängig.

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline

Grippewelle beginnt: DAK-Gesundheit schaltet Hotline
© Photographee.eu / Fotolia.com

Die Grippesaison hat begonnen: Laut aktueller Daten des Robert Koch-Instituts gibt es bereits einen leichten bundesweiten Anstieg von Erkrankungen. Bisher wurden 1.122 Fälle labordiagnostisch bestätigt und gemeldet(1) – die Zahl der tatsächlich Betroffenen ist deutlich höher. Influenza ist eine ernste Krankheit: Bei alten und chronisch kranken Menschen kann sie zum Tod führen. Deshalb bietet die DAK-Gesundheit eine Telefon-Hotline rund um die Grippe. Wie kann man vorbeugen? Für wen ist die Impfung sinnvoll? Welche Risiken gibt es? Wie unterscheidet sich...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Krankenkassen-Chef will Trennung zu privater Versicherung aufheben"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.