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Gesundheitspolitik

10. April 2012 Krankenkassen möchten Zahnarzt-Rechnungen schärfer kontrollieren

Die gesetzlichen Krankenkassen möchten die Abrechnungen der etwa 54 000 Zahnärzte in Deutschland strenger kontrollieren. Dazu fordern sie, auch den Teil der Rechnung prüfen zu dürfen, den die Versicherten aus eigener Tasche zahlen müssen. «Wir wollen endlich Transparenz bei den Zahnarztrechnungen», sagte der Vizevorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung, Johann-Magnus von Stackelberg, der «Süddeutschen Zeitung» (Dienstag). Eine entsprechende Position hat der Verwaltungsbeirat des GKV-Spitzenverbandes Ende März beschlossen.
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Stackelberg zufolge ist es bisher so: «Die Kassen bezahlen den Festzuschuss, aber die tatsächliche Rechnung, die der Patient für den privaten Anteil erhält, sehen sie nie.» Die Kassen stünden aber in der Pflicht, dem Patienten die Arbeit der Rechnungsprüfung abzunehmen.

In einem weiteren Schritt wollen die Kassen ein neues Abrechnungssystem aufbauen. Laut Vorstandsbeschluss streben sie einen eigenen Preiskatalog für die Zuzahlungen der gesetzlich Versicherten an. Nach Einschätzung der GKV-Experten würden die Kosten der Patienten beim Zahnarzt damit deutlich sinken. Denn bislang rechnen die Zahnärzte über die Gebührenordnung der privaten Versicherer ab. Zuzahlungen für eine Krone oder eine Brücke wären dann immer noch nötig, aller Voraussicht nach aber deutlich niedriger als bislang. «Die Patienten müssten dafür ganz sicher weniger bezahlen», sagte Stackelberg.

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