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Gesundheitspolitik

18. April 2012 Lebensversicherung bleibt für Altersvorsorge begehrt

Die niedrigen Zinsen senken auch die Rendite bei der Lebensversicherung. Dennoch greifen die Kunden zu – anderswo ist oft auch nicht mehr zu holen.
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Die Deutschen stecken trotz sinkender Renditen mehr Geld in Lebensversicherungen. Im vergangenen Jahr schlossen sie Neuverträge mit einer Beitragssumme von insgesamt 173,8 Milliarden Euro ab, 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr. «Das gibt es sonst nur, wenn wieder irgendwelche steuerlichen Verschlechterungen drohen», sagte Maximilian Zimmmerer, der Lebensversicherungsexperte des Gesamtverbands der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), am Mittwoch in Berlin.

Im vergangenen Jahr hatte die Verzinsung noch 4,2 Prozent betragen. «Sie wird sicherlich in absehbarer Zeit unter vier Prozent fallen», sagte Zimmerer. Er verwies darauf, dass andere Anlageformen wie etwa Bundesanleihen weniger Rendite bringen. Die Branche drängt die Europäische Zentralbank zu einem raschen Ende ihrer Niedrigzinspolitik. Die Kosten dieser Strategie trügen die Altersvorsorgesparer, denn die Rendite sinke, während die Inflation steige, sagte GDV-Präsident Rolf-Peter Hoenen.

Über alle Versicherungssparten hinweg rechnet der GDV in diesem Jahr wieder mit höheren Prämieneinnahmen, wie Hoenen sagte. Im vergangenen Jahr waren sie um 0,4 Prozent auf 178 Milliarden Euro gesunken. Beim wichtigsten Zweig, der Lebensversicherung, sanken die Brutto-Beitragseinnahmen um 3,9 Milliarden Euro auf 86,8 Milliarden Euro. Das führt die Branche darauf zurück, dass das zuletzt boomende Einmalbetragsgeschäft weniger brachte. Es erreicht mit 22,6 Milliarden Euro (-15,7 Prozent) aber das bisher zweitbeste Ergebnis.

Die laufenden Beiträge aus dem Neugeschäft stiegen um 8,3 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro und glichen diese Einbuße langfristig gerechnet aus. Die Branche rechnet damit, in diesem Jahr wieder mehr Policen mit laufenden Beiträgen zu verkaufen, während die Bedeutung der Einmalbeiträge weiter sinke.

Autofahrer und Hausbesitzer müssen in diesem Jahr mit höheren Kosten rechnen, sagte GDV-Fachmann Robert Pohlhausen. Bei der Kraftfahrtversicherung sei ein Aufschlag von mehr als zwei Prozent möglich. Viele Stürme, Hagelschauer und häufiges Glatteis sowie höhere Fahrleistungen bei Dienstwagen hatten das Ergebnis der Versicherer in dieser Sparte 2011 ins Minus gedrückt.

Quelle:


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