Samstag, 16. Februar 2019
Navigation öffnen

Gesundheitspolitik

31. Januar 2019 Nationale Dekade gegen Krebs ist gestartet

Die Nationale Dekade gegen Krebs – eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) – bündelt die besten Kräfte in Deutschland, um dem Krebs den Kampf anzusagen. Christa Maar, Vorstand der Felix Burda Stiftung und Präsidentin des Netzwerk gegen Darmkrebs, unterstützt den Strategiekreis als Themenpatin der Arbeitsgruppe Prävention. Im Darmkrebsmonat März 2019 thematisiert die Felix Burda Stiftung das familiäre Risiko für Darmkrebs.
In Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 480.000 Menschen neu an Krebs, circa 220.000 Menschen sterben daran. "Ein großer Anteil dieser Erkrankungs- und Sterbefälle könnte durch konsequente Prävention vermieden werden", so Prof. Hermann Brenner vom Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) aktuell im Ärzteblatt. Allein 165.000 Neuerkrankungen pro Jahr könnten in Deutschland bei entsprechender Lebensführung verhindert werden. Dazu gehören Nichtrauchen, ausgewogene Ernährung, wenig Alkohol, ausreichend Bewegung und ein umfassender Sonnenschutz.

Dieses Potential zu heben, ist Aufgabe der Arbeitsgruppe Prävention der Nationalen Dekade gegen Krebs, die am 29.01.2019 offiziell von Bundesforschungsministerin Anja Karliczek ausgerufen wurde. Als Themenpaten stehen der Arbeitsgruppe Prävention Dr. Christa Maar (Felix Burda Stiftung) und Prof. Dr. med. Hermann Brenner (Deutsches Krebsforschungszentrum) vor.

Die Rate der Krebsneuerkrankungen ließe sich um bis zu 40% senken – wenn die angebotenen Maßnahmen zur Krebsprävention konsequent umgesetzt und ausreichend in Anspruch genommen würden.

Aufgabe der Arbeitsgruppe Prävention ist es daher, Forschungsschwerpunkte zu definieren, die geeignet sind, zum einen die Effektivität bestehender Präventionsprogramme (z.B. Darmkrebs und Gebärmutterhalskrebs) zu verbessern und zum anderen die Präventionsmöglichkeiten durch innovative Strategien und Methoden weiter deutlich zu erhöhen. Dabei sollen innovative Methoden der Modellierung von Präventionsmaßnahmen entwickelt und eingesetzt werden, die insbesondere neue Möglichkeiten einer personalisierten, dem individuellen Risiko angepassten Vorsorge berücksichtigen. Im Fokus der Arbeitsgruppe stehen dabei zunächst Verbesserungen der Vorsorge und Früherkennung von Krebserkrankungen mit hohen Fallzahlen.

Kurz nach dem #Weltkrebstag am 4.Februar, folgt ein weiterer Aktionszeitraum gegen Krebs: Der Darmkrebsmonat März – ausgerufen von der Felix Burda Stiftung, dem Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. und der Stiftung LebensBlicke – macht mit einer neuen Werbekampagne auf die Darmkrebsvorsorge aufmerksam. Unter dem Motto "Es gibt kein zu jung für Darmkrebs. Rede mit Deiner Familie" liegt der Fokus in diesem Jahr auf dem familiären Risiko für Darmkrebs, von dem rund 30% der Neuerkrankungen betroffen sind.   

Unter dem Hashtag #XgegenKrebs können die Entwicklungen der Nationalen Dekade gegen Krebs auf Twitter und Facebook verfolgt werden.

Quelle: Felix Burda Stiftung


Das könnte Sie auch interessieren

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können

Warum alltägliche und seelische Belastungen wichtig werden können
© Sebastian Kaulitzki / Fotolia.com

Fast jeder kennt Kreuzschmerzen. Sie sind in den meisten Fällen harmlos und gehen nach kurzer Zeit von alleine wieder weg. Halten die Schmerzen jedoch länger an, fragen sich viele Betroffene, woher ihre Beschwerden kommen. Wichtig für Sie zu wissen ist: Auch alltägliche, seelische oder berufliche Probleme können Kreuzschmerzen hervorrufen und deren Verlauf beeinflussen. Deshalb soll Ihre Ärztin oder Ihr Arzt Sie vor und während der Behandlung gezielt auf Belastungen im Privatleben und am Arbeitsplatz ansprechen.

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?

Faktencheck: Welchen Nutzen haben Vitamin-D-, Vitamin-E- und Selen-Präparate?
© mayakova / Fotolia.com

Jede vierte deutsche Frau und etwa jeder fünfte deutsche Mann nehmen Präparate zur Nahrungsergänzung. Im Zeitraum April 2015 bis März 2016 wurden insgesamt 177 Millionen Verpackungen verkauft.1 Doch schützt die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich vor Krankheiten? Die AOK Hessen hat Fakten zu Nutzen und Risiken von Nahrungsergänzungsmitteln übersichtlich zusammengestellt.

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden

Mit Online-Selbsthilfe von Selfapy Wege aus der Trauer finden
© DREIDREIEINS Foto / Fotolia.com

Der Verlust eines geliebten Menschen – ganz gleich ob unvermittelt oder nach einem schweren Leidensweg – reißt Hinterbliebenen den Boden unter den Füßen weg. Nicht selten wird der Schmerz zur unerträglichen Belastung, die Trauer nimmt überhand und ein Gefühl von Hoffnungslosigkeit und Leere stellt sich ein, während der Alltag unerträglich wird. Das Online Selbsthilfe Portal Selfapy nimmt sich der Hilflosigkeit Betroffener an und zeigt Wege aus dem Kummer auf. Individuelle Kursangebote und das Erlernen spezieller Bewältigungsmechanismen helfen...

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind

Jeder vierte Patient erhält die Diagnose bereits als Kind
© magicmine / Fotolia.com

„In Deutschland sind etwa 400.000 Menschen von den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED) Morbus Crohn und Colitis ulcerosa betroffen“, sagt der CED-Experte der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte, PD Dr. Bernd Bokemeyer. „Die Diagnose wird bei etwa einem Viertel der Patienten schon vor dem 18. Lebensjahr gestellt. Ein Viertel dieser erkrankten Jugendlichen hat seine Diagnose sogar schon vor dem zehnten Lebensjahr erhalten.“  

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Nationale Dekade gegen Krebs ist gestartet"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.