Sonntag, 9. August 2020
Navigation öffnen
Anzeige:

Gesundheitspolitik

02. Mai 2018 Netzwerk will personalisierte Neurochirurgie voranbringen

Experten aus der Medizin und Medizintechnik treffen sich am 4. Mai in Leipzig, um ein Netzwerk für eine personalisierte Neurochirurgie ins Leben zu rufen. Initiiert wurde das Projekt ZEREPRO von den Neurochirurgen am Universitätsklinikum Leipzig und den Forschern des Fraunhofer-Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU. Die ungewöhnliche Konstellation hat einen Hintergrund: Moderne Behandlungskonzepte in der Neurochirurgie wie die Tiefe Hirnstimulation arbeiten mit hochentwickelten technischen Geräten.
Anzeige:
Fachinformation
Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, eine individuell auf den Patienten zugeschnittene Therapie in der operativen Neurochirurgie zu fördern und weiter voranzubringen. "Mit dem im März gegründeten ZEREPRO-Netzwerk Personalisierte Neurochirurgie wollen wir dazu beitragen, operative Behandlungsstrategien zukünftig noch sicherer, erfolgreicher und effizienter zu gestalten", erläutert Prof. Dirk Winkler, UKL-Neurochirurg und Medizinischer Leiter des ZEREPRO.

Winkler präsentiert auf der Auftaktveranstaltung den Stand und die technische Entwicklung auf dem Gebiet der Neuromodulation, also der stimulativen Behandlung chronischer Zustände wie Schmerzen, Bewegungs- und Durchblutungsstörungen durch gezielte Beeinflussung von Nervenbahnen und Kerngebieten im Rückenmark bzw. dem Gehirn. Das kann zum Beispiel durch den Einsatz kleinster implantierter Elektroden erfolgen, wie bei der tiefen Hirnstimulation. Mit diesem Verfahren arbeiten die Neurochirurgen am Universitätsklinikum Leipzig bereits erfolgreich bei Patienten mit Bewegungsstörungen wie einer Parkinsonerkrankung. Weitere Anwendungen dieses auch Hirnschrittmacher genannten Verfahrens sind denkbar.

"Wie genau wir mit Hilfe moderner Medizintechnik wie einem Hirnschrittmacher unseren Patienten künftig noch besser helfen können, wollen wir gemeinsam in dem neuen Netzwerk diskutieren", erklärt Prof. Winkler. Für den Auftakt haben sich die Experten ein auf ganz besondere Weise anregendes Umfeld ausgesucht – das Treffen findet im Museum der bildenden Künste in Leipzig statt.

Quelle: Universitätsklinikum Leipzig


Anzeige:

Das könnte Sie auch interessieren

Extreme Hitze: Was müssen Herzpatienten beachten?

Extreme Hitze: Was müssen Herzpatienten beachten?
© Korn V. - stock.adobe.com

Sommerliche Hitze mit sehr hohen Temperaturen über 30 Grad Celsius kann zur Herausforderung besonders für ältere Menschen und diejenigen werden, die bereits wegen Herz- oder Blutdruckproblemen in Behandlung sind. Mögliche Folgen der hohen Temperaturen sind Müdigkeit und Schwindel sowie Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufkollaps, außerdem Herzrhythmusstörungen oder auch Muskelkrämpfe. „Diesen Folgen können Betroffene vorbeugen, indem sie mit ihrem behandelnden Arzt Vorsichtsmaßnahmen besprechen, die je nach Herzerkrankung...

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten

Patiententag auf dem DKOU: Was Arthrose-Patienten wissen sollten
© wavebreak3 - stock.adobe.com

Arthrose ist die häufigste Erkrankung der Gelenke. Ihre Häufigkeit nimmt mit dem Alter zu. Im 6. Lebensjahrzehnt weist nahezu jeder Fünfte im Röntgenbild eine Knie- oder Hüftgelenksarthrose auf. Doch nur 20 bis 30 % dieser Patienten haben zu diesem Zeitpunkt bereits Beschwerden. Die kürzlich aktualisierte Leitlinie Hüftarthrose zeigt auf, wann und wie Patienten mit und ohne Symptome behandelt werden sollten und was sie selbst zu einer gelungenen Therapie beitragen können. Auf dem Patiententag des Deutschen Kongresses für Orthopädie und...

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie

"Sleep like a Baby": App für digitale Schlaftherapie
@ drubig-photo / Fotolia.com

Die britische Firma Abson Development hat mit "Sleep like a Baby" eine neue Lifestyle-App veröffentlicht, um Schlafprobleme von Erwachsenen, Kindern und Säuglingen zu lösen. "Schlaf ist bekannterweise sehr wichtig, aber viele Menschen haben aufgrund von verschiedenen Faktoren, wie Stress, einem neugeborenen Kind oder einem Tinnitus, immer wieder Probleme mit dem Ein- und Durchschlafen", sagt Entwickler Lance Abson.

6 von 10 Menschen in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt

6 von 10 Menschen in Deutschland nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt
© den-belitsky - stock.adobe.com

Sind Patienten müde, kraftlos und infektanfällig, kann gerade in der sonnenarmen Winterzeit ein Vitamin D-Defizit der Grund sein. Wie akut diese Gefahr ist, deutet eine vom Robert Koch-Institut durchgeführte Studie an. Hier wurde die Konzentration von 25-Hydroxy-Vitamin-D (25(OH)D) bei 6.995 Teilnehmern im Blutserum gemessen: Insgesamt wiesen 30,2 % der Erwachsenen zwischen 18 und 79 Jahren 25(OH)D-Serumkonzentrationen < 30 nmol/l und damit eine mangelhafte Versorgung auf. Eine ausreichende Versorgung mit 25(OH)D-Serumkonzentrationen von ≥ 50 nmol/l erreichten...

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Netzwerk will personalisierte Neurochirurgie voranbringen"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der rsmedia GmbH widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).
  • Italien verlängert Notstand bis Oktober (dpa, 29.07.2020).

Cookies

Diese Webseite benutzt Cookies, um den Nutzern das beste Webseiten-Erlebnis zu ermöglichen. Ausserdem werden teilweise auch Cookies von Diensten Dritter gesetzt. Weitere Informationen erhalten Sie in den Allgemeine Geschäftsbedingungen und in den Datenschutzrichtlinien.

Verstanden