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Gesundheitspolitik

13. April 2020 Gutachterbefragung zeigt: Pflegebegutachtung ohne Hausbesuch funktioniert

Seit dem 17. März werden Pflegebegutachtungen als Reaktion auf die Corona-Pandemie vorerst nicht im Wohnbereich der Antragsteller durchgeführt, sondern in erster Linie durch ein Telefoninterview. Eine Befragung unter den für MEDICPROOF tätigen Gutachtern zeigt nun, dass sowohl Gutachter als auch Versicherte und pflegende Angehörige mit dieser neuen Form gut zurechtkommen.
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Von den 469 Gutachtern, die in der vergangenen Woche an der Befragung teilnahmen, gaben 48% an, dass ihnen diese neue Form der Begutachtung zwar nicht leichtfiele, sie durch strukturierte Fragen aber plausible Antworten erhielten. 37% der Gutachter gaben an, ihnen falle die neue Form generell leicht, da die gleichen Fragen wie beim Hausbesuch gestellt werden; 13% halten die neue „digitale Begutachtung“ für aufwendig und werten sie als große Herausforderung. Lediglich 2% zweifeln die Durchführbarkeit generell an, da sie die Aussagen der Versicherten im Telefonat nur eingeschränkt überprüfen könnten.
 
„Das Feedback unserer Gutachter zeigt uns deutlich, dass wir weiterhin ein funktionierendes System zur Verfügung haben, mit dem wir Leistungsansprüche der Versicherten nachvollziehbar und gerecht ermitteln können“, sagt Dr. Franziska Kuhlmann, Geschäftsführerin von MEDICPROOF. „Anstelle des Hausbesuchs setzen unsere Gutachter bei der digitalen Begutachtung nun verschiedene Medien ein. Neben Telefon, E-Mail und Fax gehören inzwischen auch immer häufiger WhatsApp und Skype zum Medien-Repertoire der Gutachter dazu. Wir sind multimedialer geworden.“
 
Hohe Akzeptanz bei Versicherten

Im Hinblick auf die Versicherten und deren pflegenden Angehörigen zeigt die Befragung deutlich, dass sie in vielen Fällen noch nicht ausreichend über das neue Vorgehen informiert sind, diesem aber positiv gegenüberstehen. 70% der Gutachter berichten, dass sie Hintergründe erläutern mussten, die Versicherten dann aber Verständnis und Erleichterung zeigten. Nur 2% der Gutachter haben den Eindruck, dass die Antragsteller auch nach den Erklärungen überwiegend misstrauisch bleiben. Es passt demnach ins Bild, dass 97% der Versicherten die Legitimierung für das Telefoninterview nie (70%) oder selten (27%) kritisch hinterfragen. Sollte dies doch Fall sein, können sich Versicherte telefonisch an MEDICPROOF wenden, um sicherzugehen, dass es sich um einen von MEDICPROOF beauftragten Gutachter handelt. „Für uns ist es beruhigend zu sehen, dass die Versicherten zu der derzeitigen digitalen Begutachtung schnell Vertrauen finden“, sagt Dr. Kuhlmann. „Ebenso wichtig ist uns die Erkenntnis, dass auch unsere Gutachter diese neue Situation positiv annehmen und sich gut mitgenommen fühlen. So bewerten 93% der Gutachter die von uns zur Verfügung gestellten Informationen als sehr gut oder gut. Und von gut informierten Gutachtern profitieren wiederum die Antragsteller und deren pflegenden Angehörigen im Rahmen der Begutachtung.“
 
Die Ergebnisse der Gutachterbefragung sind auf der Website www.medicproof.de im Menüpunkt Begutachtung hinterlegt.

Quelle: MEDICPROOF


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