Samstag, 25. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Aktivisten: Deutsche Behörde verharmlost Gefahren durch Glyphosat

Umweltschützer und Aktivisten werfen dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vor, die Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichters Glyphosat zu verharmlosen. Die Einstufung durch die deutsche Behörde hat große Bedeutung für die Neuzulassung des unter Krebsverdacht stehenden Mittels in der Europäischen Union.

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Dabei spiele das BfR "die Gesundheitsgefahren von Glyphosat systematisch herunter", sagte Gerald Neubauer vom Kampagnen-Netzwerk Campact laut Mitteilung am Montag in Berlin. Campact und das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) haben den Toxikologen Peter Clausing beauftragt, den noch unveröffentlichten BfR-Bericht zu untersuchen. Clausing kommt den Angaben zufolge zu dem Schluss, dass das BfR 44 relevante wissenschaftliche Publikationen, "die einen gentoxischen Effekt nachwiesen", nicht berücksichtigt habe. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert in einer eigenen Analyse die aus seiner Sicht zu enge Verflechtung zwischen Behörden und Pestizidherstellern.

Die Marktzulassung für Glyphosat läuft eigentlich Ende 2015 nach zehn Jahren aus. Vertreter der EU-Staaten haben aber in der vergangenen Woche auf Vorschlag der EU-Kommission eine Verlängerung um sechs Monate beschlossen. Das soll den für eine Neuzulassung zuständigen Stellen mehr Zeit für die Prüfung geben. Die Krebsforschungsagentur IARC der Weltgesundheitsorganisation WHO hält Glyphosat für wahrscheinlich krebserregend, das BfR dagegen für unbedenklich.


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