Samstag, 2. Juli 2022
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Gesundheitspolitik

Anteil der Pflegehilfe-Empfänger wächst

Pflegebedürftigen auf staatliche Unterstützung angewiesen. Erhielten 2006 rechnerisch 4,4 von 1.000 Einwohnern Hilfe zur Pflege, waren es 2009 schon 4,8 und 5,0 im Jahr 2010, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. „Der Anteil der Bevölkerung, der Hilfen zur Pflege bekommt, nimmt kontinuierlich leicht zu“, sagte Referatsleiter Klaus Duschek und bestätigte damit einen Bericht der „Welt am Sonntag“.

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Rund 411.000 Menschen erhielten danach 2010 Pflegehilfe, etwa 5% mehr als im Vorjahr. Drei Viertel von ihnen lebte in Heimen. Die staatlichen Brutto-Ausgaben für Pflegehilfe stiegen auf mehr als 3,4 Milliarden Euro. Neuere Zahlen gibt es nicht.

Ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums sagte auf Anfrage, in den Zahlen zeige sich der demografische Wandel: „Wenn es mehr alte Menschen gibt, gibt es auch mehr Pflegefälle - und wegen der steigenden Pflegekosten auch mehr Menschen, die Hilfe zur Pflege benötigen.“

Im Bundesgesundheitsministerium hieß es: „Wir sind an dem Thema Pflege und den damit verbundenen demografischen Herausforderungen dran.“ Die Pflegeversicherung sei eine Teilkaskoversicherung, insofern sei das Thema nicht neu. Mit ihrer Pflegereform bringe die Koalition zahlreiche Leistungsverbesserungen auf den Weg. „Mit der Einführung einer privater Pflegezusatzförderung haben Versicherte die Möglichkeit, finanzielle Überforderung im Alter zu minimieren.“


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