Sonntag, 26. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Betriebsärzte appellieren für mehr Mut bei einem beruflichen Wiedereinstieg nach Krankheit

In Deutschland scheiden pro Jahr mehrere Hunderttausend Beschäftigte aus gesundheitlichen Gründen für lange Zeit oder für immer aus dem Job aus. Doch der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte e.V. (VDBW) möchte ihnen Mut machen: Auch mit einer chronischen Erkrankung kann man erfolgreich in seinem Beruf sein.

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Betroffene sollten sich nicht scheuen, Hilfe anzunehmen: von Familie und Freunden, aber auch von Betriebsarzt, Arbeitgeber, Krankenkasse und Reha-Trägern. Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, ein betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) an Beschäftigte anzubieten, die im Laufe eines Jahres mehr als sechs Wochen arbeitsunfähig waren. Dr. med. Wolfgang Panter, Präsident des VDBW, appelliert: „VDBW möchte zum Jahresanfang alle chronisch Kranke ermutigen, sich nicht auf Hindernisse zu konzentrieren und Selbstinitiative zu ergreifen. Wir besitzen das richtige Instrumentarium für eine erfolgreiche Rückkehr in die Arbeitswelt: Das betriebliche Eingliederungsmanagement ermöglicht es Ihnen und Ihrem Arbeitgeber, Ihre Leistungsfähigkeit richtig einzuschätzen und die Arbeitsbedingungen daran anzupassen.“ Ein Leitfaden von VDBW informiert, wie man Schritt für Schritt, den Weg zurück in den Job findet.
 
Dass es ein langer Weg, aber mit Sicherheit keine Einbahnstraße ist, beweist der Mut der neugewählten Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz Malu Dreyer, die seit 20 Jahren an Multipler Sklerose leidet. Die bisherige Sozialministerin macht auch mit chronischer Erkrankung Spitzenkarriere und zeigt: Chronische Krankheiten sind kein Tabu-Thema, im Gegenteil - wer Mut zeigt, gibt auch Mut.

Quelle: VDBW


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