Montag, 2. August 2021
Navigation öffnen
Gesundheitspolitik
30. April 2021

Corona-Impfausweis: Umfrage zeigt gemischte Akzeptanz

Seit dem letzten Impf-Gipfel kocht die Diskussion um Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen für Geimpfte wieder hoch. Nach einer aktuellen Ipsos-Umfrage im Auftrag des Weltwirtschaftsforums befürworten drei von vier Befragten (73%) in 28 Ländern den Einsatz von Impfausweisen, um das Reisen und große Veranstaltungen sicher zu machen. Eine große Mehrheit (78%) ist zudem dafür, dass bei der Einreise in ihr Land ein Impfpass oder ein Gesundheitsdatenzertifikat vorgelegt werden sollte.
Anzeige:
OFEV
OFEV

Deutsche für Impfausweispflicht bei Einreise

Auch die Deutschen sind mehrheitlich (67%) der Meinung, dass COVID-19-Impfpässe wirksam dazu beitragen würden, Reisen und Großveranstaltungen sicher zu machen. Etwa ebenso viele (63%) sagen, dass so ein Nachweis für den Zugang zu großen öffentlichen Veranstaltungen wie Konzerten oder Sportevents vorgeschrieben werden sollte. 73% auftreten außerdem für die Vorlage eines Impfausweises bei der Einreise nach Deutschland ein.

Weichere Regelung für Geschäfte und Restaurants befürwortet

Geteilter Meinung ist man allerdings, wenn es um das Betreten von Geschäften, Restaurants und Büros geht. Im Durchschnitt der 28 Länder ist nur etwa die Hälfte (55%) der Meinung, dass für das Betretungsrecht dieser Einrichtungen ein COVID-19-Impfpass vorgeschrieben werden sollte. In Deutschland sind 42% ausdrücklich dagegen. In Russland (72%) ist die Ablehnung dieser Maßnahme besonders groß, aber auch in Ungarn, Polen, Belgien und den USA sind jeweils über 50% der Befragten nicht einverstanden.

Lockerungen für Geimpfte unfair gegenüber Nicht-Geimpften

Politik und Ethikkommission treibt ebenfalls die Frage um, ob ein Verfahren gerecht ist, das Lockerungen nur für geimpfte Bürger vorsieht. Mit dieser Problematik hat sich eine weitere Ipsos-Umfrage befasst, die unter mehr als 15.000 Menschen in 12 Ländern ebenfalls im April 2021 durchgeführt wurde. Die Befragten sollten angeben, welche von zwei Aussagen ihrer eigenen Meinung am nächsten kommt:  
 
  • Nur diejenigen, die gegen COVID-19 geimpft sind, sollten Dinge tun dürfen, an denen große Menschengruppen beteiligt sind, wie z. B. öffentliche Verkehrsmittel benutzen, fliegen und kulturelle und sportliche Veranstaltungen besuchen (im Durchschnitt wählten 54% diese Antwort), oder
  • Diese Aktivitäten nur denjenigen zu erlauben, die geimpft sind, ist unfair gegenüber denjenigen, die nicht geimpft sind (46% stimmen dem zu)
Bei dieser Entscheidung sind die Menschen in den zwölf Ländern sehr zwiegespalten. Mehr als sechs von zehn Erwachsenen in Brasilien (63%), den USA (62%) und Kanada (61%) sind der Meinung, dass Aktivitäten mit großen Gruppen auf die Geimpften beschränkt werden sollten. Im Gegensatz dazu halten Mehrheiten in Frankreich (57%), Spanien (55%), Japan und Deutschland (je 53%) dies für unfair gegenüber jenen, die nicht zur Impfung berechtigt sind, noch auf einen Impfstoff warten oder sich bewusst gegen eine Impfung entschieden haben.

Quelle: Ipsos GmbH


Anzeige:
Trelegy
Trelegy

Das könnte Sie auch interessieren

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus

Bisher kaum bekannt: Myrrhe spielte eine wichtige Doppelrolle bei Geburt und Tod Jesus Christus
© Sebastian Kaulitzki - stock.adobe.com

Jetzt in der (Vor-)Weihnachtszeit erhält eine Arzneipflanze wieder besondere Aufmerksamkeit, die nicht nur seit Jahrtausenden bei Gesundheitsbeschwerden eingesetzt wird: Die „mystische Myrrhe“ spielte auch in der religiösen Praxis sehr früh eine wichtige Rolle. Was jeder kennt: Die „Heiligen Drei Könige“ und deren Gaben Myrrhe, Weihrauch und Gold sind der – für Christen entscheidende – allgemein bekannte neutestamentliche Bezug. Aber es gibt noch mehr „Geheimnisse“ rund um die Myrrhe. „Im religiösen Kontext...

Ein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen

Ein Gefühl der Kontrolle zurückgewinnen
© fotorince / Fotolia.de

Wohlfühlen im Home-Office: Psychologen der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) und der Erasmus-Universität Rotterdam haben sich im letzten Jahr mit der Frage beschäftigt, wie sich das Wohlbefinden beim Arbeiten zuhause – für die meisten zunächst neu und ungewohnt – durch eine aktive Freizeitgestaltung steigern lässt. Eine wichtige Erkenntnis aus der aktuellen Studie: Das Streamen von Serien auf dem heimischen Sofa reicht zum Ausgleich offenbar nicht aus. Je aktiver und herausfordernder die Freizeitgestaltung, umso zufriedener...

Trotz Allergie mit Katzen leben

Trotz Allergie mit Katzen leben

Mit fast 15 Millionen Tieren sind Katzen die beliebtesten Haustiere der Deutschen. Leider ist das Zusammenleben mit dem Schmusetiger nicht immer ungetrübt: Bei Allergikern kann schon der Aufenthalt im selben Zimmer gerötete Augen, Schnupfen, Asthma und Atemnot hervorrufen. Die wirksamste, aber auch schwerste Gegenmaßnahme ist es, das Tier abzugeben. Nun haben Wissenschaftler eine ganz neue Lösung für das Problem entwickelt: Ein allergenreduzierendes Katzenfutter. Was es damit auf sich hat, beschreibt ein neuer Ratgeber der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Sie können folgenden Inhalt einem Kollegen empfehlen:

"Corona-Impfausweis: Umfrage zeigt gemischte Akzeptanz"

Bitte tragen Sie auch die Absenderdaten vollständig ein, damit Sie der Empfänger erkennen kann.

Die mit (*) gekennzeichneten Angaben müssen eingetragen werden!

Die Verwendung Ihrer Daten für den Newsletter können Sie jederzeit mit Wirkung für die Zukunft gegenüber der Medical Tribune Verlagsgesellschaft mbH - Geschäftsbereich rs media widersprechen ohne dass Kosten entstehen. Nutzen Sie hierfür etwaige Abmeldelinks im Newsletter oder schreiben Sie eine E-Mail an: info[at]rsmedia-verlag.de.


EILMELDUNGEN zu SARS-CoV-2 und COVID-19
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)
  • CHMP empfiehlt SARS-CoV-2-Impfstoff von Moderna für Jugendliche von 12-17 Jahren (Quelle: PEI, 23.7.2021)