Donnerstag, 30. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Digitaler Healthcare Index 2021

Digitaler Healthcare Index 2021
©agcreativelab – stock.adobe.com
Das renommierte Businessnetzwerk für Managerinnen in der Gesundheitsbranche Healthcare Frauen e.V. (HCF) hat zum zweiten Mal bundesweit Führungskräfte der ersten und zweiten Managementebene, Inhaberinnen und Inhaber sowie Soloselbstständige mit langjähriger Führungserfahrung aus Gesundheitswirtschaft und -wesen zu den Auswirkungen der fortschreitenden Digitalisierung befragt. Gemeinsam mit dem IFAK Institut für Markt- und Sozialforschung hatte HCF 2019 erstmals branchenweit für die DIG-IN Studie systematisch Daten zu unternehmens- und organisationssoziologischen Aspekten der Digitalisierung erhoben.
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Wie sich in der im Juni 2021 erneut durchgeführten Befragung zeigt, hat die COVID-19-Pandemie zur Beschleunigung der Digitalisierung ebenso beigetragen wie zum Ausbau von Home-/Mobileoffice- Regelungen. Neben dieser erwartbaren Entwicklung vollzieht sich hinter den Kulissen nun auch eine stärkere Hinwendung zu den Mitarbeitenden: Der gedankliche Fokus der Führungskräfte richtet sich auf die Anpassung der Unternehmens- und Führungskultur. In die generelle Aufbruchstimmung mischen sich indes erstmals kritische Töne. Das Empfinden von weniger sozialem Miteinander und steigender Belastung hat im Vergleich zu 2019 zugenommen. Auch die Beurteilung relevanter Kompetenzen hat sich verändert: Nach Einschätzung der befragten Führungskräfte spielen Fachwissen und Erfahrungen inzwischen eine untergeordnete Rolle, dafür werden Kompetenzen wie die Fähigkeit, andere zu motivieren und das Führen auf Distanz als sehr wichtig angesehen.

Während 2019 nur 25% der Mitarbeitenden regelmäßig von zu Hause aus arbeiteten, sind es nun 73%. Knapp Dreiviertel der Unternehmen gewähren ihren Mitarbeitenden durch ein entsprechendes Mobilitätsmanagement unabhängig von Ort und Zeit nahtlosen Zugang zu Geschäftsanwendungen. Dem Output scheint das Arbeiten auf Distanz keinen Abbruch zu tun: Dreiviertel der Führungskräfte sind der Ansicht, dass Ziele weiterhin erreicht werden. Auch die Effizienz, Zuverlässigkeit und Stimmung im Team leide nicht unter der dezentralen Zusammenarbeit. 43% von ihnen beklagen allerdings, dass der informelle Austausch fehlt und so die Zusammenarbeit erschwert. Immerhin jeder Dritte empfindet Abstimmungsprozesse als schwieriger. Für interne Meetings, aber auch für Gespräche mit Kunden und Dienstleistern nutzen 80% Videoanrufe. Doch was auf der ökonomischen Seite für Zeitersparnis und schnellere Einigungen bei Entscheidungen sorgt, schneidet auf der emotionalen Seite deutlich schlechter ab als reale Zusammentreffen. Die virtuellen Meetings werden als anstrengender, distanzierter, ermüdender und demotivierend wahrgenommen. Diese Bewertung gilt sowohl für interne wie externe Meetings. Der Austausch per Videokonferenz hat erhebliche Auswirkungen auf das Themenfeld Onboarding: Nur jede Fünfte der befragten Führungskräfte ist der Ansicht, dass das digitale Eingliedern neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso gut funktioniert wie physisch vor Ort. So stellt auch jede vierte Führungskraft fest, dass Mitarbeitende, die im mobilen Büro arbeiten, sich weniger stark mit ihrem Team identifizieren als Mitarbeitende vor Ort.
 

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Erschienen am 01.07.2021Gesundheitsaspekte und Work-Life-Balance im Homeoffice, mehr auf www.journalmed.de.

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Quelle: Healthcare Frauen e.V.


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