Donnerstag, 30. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Ebola-Krisenstab beendet Arbeit

Der Krisenstab der Bundesregierung für die Ebola-Epidemie in Westafrika stellt Mitte Mai seine Arbeit ein. Das teilte der Ebola-Beauftragte Walter Lindner am Dienstag in Berlin mit. Zuletzt seien für die betroffenen Staaten Liberia, Guinea und Sierra Leone zusammen 33 Neuinfektionen pro Woche gemeldet worden, Tendenz weiter rückläufig, erläuterte er. Liberia könnte demnach schon in einigen Tagen als Ebola-frei eingestuft werden. Durch die Epidemie starben 11.000 Menschen. Deutschland stellte im Kampf gegen die Viruserkrankung 195 Mio. Euro Soforthilfe zur Verfügung.

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Jetzt müsse der Übergang von der humanitären Soforthilfe zur Entwicklungszusammenarbeit mit dem Wiederaufbau der nach der Krise schwer angeschlagenen Staaten eingeleitet werden, sagte Lindner. Dabei stellt sich auch die Frage, wie die von den Helfern inzwischen gut ausgebildeten Einheimischen weiter beschäftigt werden könnten. Die Länder selbst sind wohl nicht in der Lage, diese Menschen - etwa im neu aufzubauenden Gesundheitswesen - zu beschäftigen.

Für die internationalen Helfer gehe es darum, die aus der Krise gewonnenen Erkenntnisse aufzuarbeiten und Konsequenzen für kommende Krisen zu ziehen, nicht nur im Gesundheitsbereich. Dabei müssten auch Fehlleistungen und Versäumnisse benannt werden.


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