Dienstag, 28. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Kasse: Arzneimittelmarktreform bringt zu wenig Einsparungen

Die Arzneimittelmarktreform hat nach Auffassung der Techniker Krankenkasse (TK) auch im vierten Jahr ihr Ziel deutlich verfehlt. Geplant seien Einsparungen bei Arzneimittelverordnungen in Höhe von zwei Milliarden Euro jährlich. 2014 seien gerade einmal 320 Millionen erreicht worden, erklärte der TK-Vorstandsvorsitzende Jens Baas, am Mittwoch in Berlin.

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Wenn das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz als sogenanntes "lernendes System" konsequent weiterentwickelt werde, seien viel größere Einsparungen möglich, sagte Baas bei der Vorstellung des Arzneimittel-Innovationsreports 2015.

Mit der Reform wurde 2011 eine frühe Nutzenbewertung neuer Arzneimittel eingeführt. Nach dem Report bleibt diese Bewertung auch qualitativ hinter den Erwartungen zurück. Von den 20 Präparaten, die 2012 auf den Markt kamen, seien nur 12 vollständig bewertet worden, heißt es darin.

Entweder sei das zu erwartende Verordnungsvolumen zu gering gewesen oder die Präparate seien nicht zu Lasten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) erstattungsfähig oder es handele sich um Arzneimittel gegen seltene Erkrankungen.


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