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Gesundheitspolitik

Knapp 440 000 EU-Bürger beziehen Hartz IV in Deutschland

Nach Plänen von Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) sollen EU-Bürger künftig erst nach fünf Jahren Anspruch auf Hartz IV und Sozialhilfe in Deutschland haben. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bezogen im Januar 2016 hierzulande knapp 440.000 Menschen aus anderen EU-Staaten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II.

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Polnische Staatsangehörige bildeten dabei mit rund 92.000 Leistungsbeziehern die größte Gruppe. Danach folgten Italiener (71.000), dicht gefolgt von Bulgaren (70.000). An vierter Stelle folgte Rumänien mit rund 57.000 Menschen, die auf Unterstützung angewiesen waren, vor Griechenland (46.000).

Nicht alle dieser Menschen sind arbeitslos. Viele von ihnen sind Niedrigverdiener, die ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstockten. Mit 42% auffallend hoch ist der Anteil an "Aufstockern" laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei Bulgaren und Rumänen. Bei Ausländern insgesamt lag der Anteil bei 30%.

Menschen aus Bulgarien und Rumänien beziehen laut IAB im Vergleich zu anderen Ausländern auch überdurchschnittlich häufig Leistungen. Die Hilfequote lag bei ihnen bei 18,7% - bei Ausländern insgesamt lag sie bei 17,5%. Im Vergleich mit anderen Zuwanderern integrierten sich vor allem Menschen aus Bulgarien deutlich schlechter in den deutschen Arbeitsmarkt. Bei ihnen steigt die Zahl der Arbeitslosen sowie die der Leistungsbezieher weiter an.

Quelle: dpa


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