Samstag, 25. Juni 2022
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Gesundheitspolitik

Lage der Krankenhäuser weiter dramatisch

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) schlägt erneut Alarm. Die jüngste Umfrage unter allen Krankenhäusern (Anlage) belegt, dass sich die wirtschaftliche Situation auch im Jahr 2013 nicht gebessert hat. Nur noch knapp ein Viertel der Krankenhäuser können positive Ergebnisse für 2012 aufweisen. Mehr als die Hälfte schreibt rote Zahlen, der Rest kämpft mit einer roten oder schwarzen Null. Für 2013 sehen die Zahlen für das erste Quartal genauso düster aus.

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Immer noch mehr als die Hälfte aller Krankenhäuser in Niedersachsen macht Verluste

"Damit ist klar, dass mindestens zwei Drittel aller Krankenhäuser in Niedersachsen vor erheblichen Problemen stehen", fasst der Vorsitzender der NKG, Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe, die Ergebnisse der Umfrage zusammen. "Wesentliche Ursache sind die systematisch unzureichenden Vergütungen über das Fallpauschalsystem für Krankenhausleistungen. Mit der "gedeckelten" Preisfortschreibung ist es nicht mehr möglich, dass ein "durchschnittliches Krankenhaus seine Kosten noch decken kann", erläutert NKG-Verbandsdirektor Helmut Fricke. Die Finanzierungsprobleme bestehen unabhängig von der Krankenhausträgerschaft. Alle Krankenhäuser, ob kommunale, kirchliche und private Krankenhäuser ebenso wie große, mittelgroße oder kleinere Krankenhäuser. Diese umfassende Schieflage macht deutlich, dass es sich hierbei um ein Systemproblem handelt, das dauerhaft gelöst werden muss.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft setzt sich schon länger für eine grundlegende Veränderung des Vergütungssystems für Krankenhäuser ein. Ein erster - aber noch unzureichender - Schritt zur Verbesserung ist das zum 01. August in Kraft getretene "Nothilfeprogramm" auf Bundesebene. "Das Geld fließt aber erst seit einigen Wochen und reicht nicht aus, die realen Kostensteigerungen dieses Jahres aufzufangen. Von den aufgelaufenen Defiziten der letzten Jahre ganz zu schweigen", stellt Fricke fest. Außerdem ist das Notprogramm auf die Jahre 2013 und 2014 begrenzt. Eine nachhaltige Lösung für die Zeit ab 2015 fehlt. Die NKG fordert daher eine langfristig angelegte Neuregelung, mit einem klaren Bekenntnis der Politik zu den Kernzielen:
· Angemessene Finanzierung der Personal- und Sachkosten
· Beseitigung von Ungerechtigkeiten und Fehlanreizen im Vergütungssystem.

Die enorme Leistungsfähigkeit und das herausragende Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Krankenhäuser müssen endlich auch ihren Ausdruck in politischen Entscheidungen zur nachhaltigen Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen finden. Erst dann kann es gelingen, die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, vollstationären Patientenversorgung auf dem bisherigen Niveau zu gewährleisten. Die aktuelle Unterfinanzierung und der damit verbundene wirtschaftliche Druck belastet die Krankenhausbeschäftigten und gefährdet mittel- bis langfristig die Patientenversorgung.

Quelle: Niedersächsische Krankenhausgesellschaft


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